Die 4 häufigsten Verschwenderfallen in deiner Küche

Tag für Tag wandern in unseren Küchen Lebensmittel in die Tonne. Dabei könnten wir sie mit kleinen Tricks vor ihrem Schicksal bewahren. Wir zeigen dir, wie.

Das kennt ihr bestimmt auch: Ihr habt im Supermarkt noch ein paar Dinge für das Wochenende eingekauft - nur um dann festzustellen, dass es ja noch eine Packung braunen Zucker hinten im Küchenschrank gibt und dass hinter der halbvollen Packung Milch im Kühlschrank noch eine zweite, ungeöffnete steht. Das ist besonders ärgerlich, weil sich beide Packungen schon bedenklich dem Mindesthaltbarkeitsdatum nähern. Mindestens eine davon wird in den Müll wandern.

Pro Jahr schmeißt jeder Deutsche auf diese Weise 82 Kilogramm Lebensmittel - also etwa zwei vollgepackte Einkaufswagen voll - weg, so ein Bericht des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. In seinem Life-at-Home-Report hat auch IKEA mehr als 8.500 Menschen in New York, London, Paris, Berlin, Stockholm, Moskau, Mumbai und Shanghai über ihre ganz alltäglichen Koch- und Essensgewohnheiten befragt. Das Ergebnis: 20 % der Befragten gaben an, regelmäßig Lebensmittel doppelt zu kaufen - und am Ende etwas wegschmeißen zu müssen. Aber woran liegt das und was können wir dagegen tun?

1. Planloses Einkaufen

Du gehst am liebsten spontan einkaufen und lässt dich von der Auswahl inspirieren? Dann riskierst du, dass du einfach wahllos irgendetwas in deinen Einkaufswagen legst - ohne eine konkrete Verwendung dafür zu haben. Das Ergebnis: Die Lustkäufe landen irgendwo in deinen Küchenschränken und geraten direkt in Vergessenheit. Haben sie dort eine Weile gelegen, werden sie schon bald durch die nächsten Spontankäufe verdrängt - und landen im Müll.

Das hilft: Mach dir einen Plan, was du wann essen möchtest, und geh gezielt einkaufen. Während du deine Einkaufsliste schreibst, kannst du parallel in der Küche nachschauen, was du noch da hast und wofür du eventuell Nachschub brauchst - und in welchen Mengen. Alles, was du dann kaufst, wird innerhalb der nächsten Tage aufgebraucht. Bleibt etwas über, kannst du daraus Inspirationen für die nächste Einkaufsliste schöpfen. Hast du zum Beispiel besonders viele Tomaten übrig, überlege, was du damit anstellen kannst und setze die fehlenden Zutaten auf die neue Einkaufsliste.

Tipp: Probier doch mal Meal Prep aus. Mit dieser leichten Methode löst du die meisten deiner Food-Probleme auf einen Streich. Und wusstest du eigentlich, dass dir eine ordentliche Küche beim Abnehmen helfen kann?

2. Unübersichtliche Küchenschränke

Aus den Augen, aus dem Sinn: Lebensmittel, die wir nicht sehen können, geraten in Vergessenheit. In der hintersten Ecke unseres Küchenschrankes fristen sie dann ihr Dasein, bis wir sie irgendwann (spätestens beim Umzug) entdecken und die längst abgelaufenen Lasagne-Platten, Backzutaten und getrockneten Früchte schnurstracks in den Müll wandern.

Das hilft: Übersicht in der Küche schaffen und für Ordnung sorgen. Sortiere deine Küchenschränke so, dass du dir auf einen Blick einen Eindruck von ihrem Inhalt verschaffen kannst. So weißt du immer, was du da hast. Einweggläser und ähnliche durchsichtige Behälter unterstützen dich dabei - und lassen sich zudem auch noch leicht stapeln. Geh außerdem regelmäßig durch deine Küchenschränke und schau, was in nächster Zeit verbraucht werden müsste. Dann kannst du dich gezielt auf die Suche nach geeigneten Rezepten machen.

3. Chaotische Lagerung

Nach dem Einkaufen kommen die frischen Lebensmittel in den Kühlschrank - soweit so gut. Nur leider wandern dabei die alten Joghurtbecher, Frischkäse-Packungen und Käseaufschnitte immer weiter nach hinten in Richtung Wand, während die neuen Einkäufe vorne gut sichtbar bleiben. Die halb aufgebrauchte Creme fraîche wartet also hinten geduldig ab, bis sie ihr Haltbarkeitsdatum überschritten hat und ihre letzte Reise in den Müll antritt.

Das hilft: Nimm dir beim Einsortieren deiner Einkäufe einen kleinen Moment Zeit, den Kühlschrank neu zu organisieren. Neue Lebensmittel mit längerer Haltbarkeit gehen nach hinten, das, was demnächst verbraucht werden muss, kommt nach vorne. Damit bleibt es im sichtbaren Bereich - und somit in deinem Bewusstsein. Wenn du den halbleeren Joghurt vorne stehen siehst, bist du auch eher geneigt, ihn dir zum Nachtisch zu gönnen. Lebensmittelverschwendung abgewendet!

Tipp: Füllt geöffnete Lebensmittel in Dosen und andere Aufgebwahrungsbehälter um. Sie sorgen nicht nur für Ordnung, sondern halten die Lebensmittel auch noch länger frisch.

4. Ausgefallene Zutaten

Ob exotische Gewürze - Grünes Paprikapulver, Galgant oder Tonkabohnen - oder ungewöhnliche Öle, Soßen oder Körner - wenn wir eine außergewöhnliche Zutat extra für ein Rezept kaufen müssen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass eventuelle Reste früher oder später im Müll landen. Denn was man bisher nicht gebraucht hat, wird man anschließend vermutlich ebenfalls nicht brauchen.

Das hilft: Schau, ob du die besondere Zutat durch etwas ersetzen kannst, das du entweder schon im Haus hast oder das du noch für andere Gerichte verwenden kannst. Manchmal sind die speziellen Gewürze nur Ausdruck der besonderen Exzentrik des Kochs, können aber sehr gut durch haushaltsübliche Produkte ersetzt werden. Alternativ kaufst du entweder nur sehr kleine Mengen der benötigten Zutat, sodass keine Reste übrig bleiben, oder du suchst gleich nach weiteren Rezepten, die sie ebenfalls benötigen, um alles aufzubrauchen.

Mit diesen vier einfachen Tipps sollten sich die Lebensmittelabfälle aus deiner Küche schnell reduzieren lassen.

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