Termiten bekämpfen: So wirst du sie los

Termiten können schlimme Schäden anrichten und ganze Existenzen bedrohen. Erfahre hier, wie du Termiten bekämpfen kannst, bevor es zu spät ist.

Ursprünglich sind Termiten in Deutschland nicht heimisch. In den 1930er Jahren allerdings wurde wahrscheinlich aus Südeuropa eine Termitenart, nämlich die Reticulitermes lucifugus, über einen Holztransport nach Hamburg eingeschleppt und treibt in der Hansestadt bis heute ihr Unwesen.

Inzwischen wurde die eine oder andere Kolonie der Reticulitermes lucifugus auch in Berlin entdeckt. Es ist davon auszugehen, dass sich die gefräßigen Insekten aufgrund des Klimawandels und der Globalisierung hierzulande noch weiter ausbreiten und sich dem neuen Lebensraum anpassen werden. 

Man unterscheidet grob zwischen zwei Typen von Termiten: Erdtermiten und Holztermiten bzw. Trockenholztermiten. Nach heutigem Erkenntnisstand sind knapp 3000 Termitenarten bekannt, die in sieben Familien unterteilt sind: 

  • Mastotermitidae
  • Termopsidae
  • Hodotermitidae
  • Kalotermitidae
  • Serritermitidae
  • Rhinotermitidae
  • Termitidae

Verdacht auf Termiten: Was tun?  

Während die meisten heimischen Schädlinge nur nervig sind, können Termiten existenziellen Schaden anrichten. Die zerstörerischen Insekten fressen sich durch Holz und können ein ganzes Haus zum Einstürzen bringen. Besonders in Deutschland ist die Ausbreitung der Termite ein Problem, weil hierzulande völliges Unwissen herrscht und das Thema Holzschutz, sprich Prävention, noch in den Kinderschuhen steckt. Umso wichtiger ist es, den Befall schnellstmöglich zu erkennen:  

  • Wenn du gelbliche Flecken und vielleicht auch kleine Löcher im Holz sehen kannst, ist dies ein Hinweis auf Termitenbefall. Wenn Teile deines Hauses oder Holzmöbel im Wohnbereich aus Kiefer, Zypresse, Kapok, Balsa oder Erle bestehen, könntest du tatsächlich Opfer von Termiten geworden sein, denn die kleinen Quälgeister lieben diese Holzarten.  
  • Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Haus tatsächlich von Termiten befallen ist, ziehe professionelle Hilfe zu Rate. 

Termiten bekämpfen

Hat sich der Verdacht tatsächlich bestätigt, solltest du rasch handeln. Weil sich die Tiere schnell vermehren, sobald die Geschlechtstiere Eier legen, entwickeln sie sich rasch zu einer großen Kolonie. Noch dramatischer vermehrt sich die Kolonie, wenn sie mit der Zeit sekundäre und tertiäre Geschlechtstiere ausbildet. Was bei Termitenbefall zu tun ist, kannst du hier nachlesen.

  • Termitenfalle: Termiten lieben Holz und Zellulose. Diese Vorliebe kannst du dir zunutze machen und eine Falle aus Karton aufstellen. Nimm dazu ein paar Stücke Pappe, befeuchte sie, staple sie aufeinander und stelle die Falle dann an einem Ort auf, in dessen Nähe du die Insekten vermutest, auch wenn die Termitenbauten nicht immer leicht ausfindig zu machen sind. Wenn der Plan aufgegangen ist und die Falle von Termiten befallen ist, schnell raus aus dem Haus damit und verbrennen. Wiederhole diesen Vorgang so oft wie nötig. 
  • Nematoden: Nematoden sind für den Menschen ungefährliche Fadenwürmer, die sich als Parasit in der Termitenlarve einnisten und binnen 48 Stunden zum Tod der Termite führen. Setze die Würmer nach Sonnenuntergang oder in den frühen Morgenstunden aus. So können die Geschlechtstiere der Erdtermiten oder Trockenholztermiten so viele Eier legen, wie sie wollen. Sterben die Larven, wird ihre Kolonie nicht wachsen. 
  • Sonneneinstrahlung: Termiten hassen Sonnenlicht. Wenn es sich die Termiten also nur in einem oder mehreren Möbelstücken und nicht gleich im ganzen Haus gemütlich gemacht haben, kannst du das betroffene Holz einfach für mehrere Tage in die Sonne stellen. 
  • Frost: Bei zu großer Kälte sterben die Termiten ab. Wenn du eine große Gefriertruhe hast, kannst du das befallene Möbelstück (gegebenenfalls auseinandergebaut) einfrieren. 
  • Borsäure: Die Borsäure kommt häufig bei der Termitenbekämpfung zum Einsatz, weil sie als äußerst effektiv gilt. Das Insektizid schädigt das Nervensystem der Termiten und tötet sie letztlich. Baue einen Köder, indem du ein Stück Holz oder Pappe mit Borsäure bestreichst und ihn nahe des Termitenbefalls platzierst, beispielsweise neben dem Termitenhügel, falls du die Erdtermiten ausfindig machen kannst. Nach einiger Zeit solltest du um die Falle herum Termitenkadaver finden. 

Terminten bekämpfen mit professioneller Hilfe 

Haben sich die Termiten lediglich in einem Möbelstück breitgemacht, hast du gute Chancen, die Insekten schnell wieder loszuwerden. Ist allerdings bereits das ganze Haus von den Schädlingen besiedelt, wirst du alleine nicht viel ausrichten können. Hier muss definitiv der Fachmann ran.

Er kann nicht nur zum Thema Holzschutz beraten, sondern auch die verschiedenen Termitenarten zunächst zwischen Erdtermiten und Trockenholztermiten und im nächsten Schritt zwischen den Familien Termitidae, Rhinotermitidae, Kalotermitidae, Mastotermitidae, Termopsidae, Hodotermitidae und Serritermitidae oder aber der in Hamburg heimischen Reticulitermes lucifugus unterscheiden und entsprechende Maßnahmen zur Termitenbekämpfung in die Wege leiten. Professionelle Kammerjäger sind also unverzichtbar, weil sie über Know-how und wirksame Gerätschaften und Mittel verfügen und so die letzte Hoffnung und bestenfalls Rettung im Kampf gegen die Termiten sind.  

Du hast es mit anderen Tierchen zu tun? Wie du Kartoffelkäfer bekämpfen kannst, Mäuse vertreiben, Silberfische oder Marder vertreiben kannst, erfährst du bei uns. 

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