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Gefährliche Stoffe in Backpapier? So kannst du deine Plätzchen bedenkenlos genießen

Frau isst glücklich Keks auf dem Sofa
© Cultura Creative / Adobe Stock
Ist für dich die Vorweihnachtszeit nur mit frisch gebackenen Keksen perfekt? Für uns auch! Was du deshalb bei der Verwendung von Backpapier beachten solltest.

Ein paar Vanillekipferl, klassische Ausstechplätzchen oder Kokosmakronen gefällig? In unserer Übersicht mit über 100 weihnachtlichen Keksrezepten findest du sicher etwas Passendes, um dich auf die Winterzeit einzustellen und fröhlich "In der Weihnachtsbäckerei" zu trällern. Damit du deine Schokosterne oder sonstige Kreationen bedenkenlos genießen kannst, geben wir dir noch ein paar Tipps beim Gebrauch von Backpapier mit auf den Weg. Denn unter falscher Verwendung könnten giftige Stoffe freigesetzt werden. 

Backpapier richtig benutzen

Das fast in allen Küchen genutzte Papier ist im Normalfall mit Silikon beschichtet, das sich bei falscher Benutzung ablösen und auf Lebensmittel übertragen könnte, so heißt es im Lebensmittelforum der Verbraucherzentrale. Generell ist aber festzuhalten: Dass Backpapier schädlich für dich wird, ist eher eine Seltenheit. Trotzdem gibt es einige Dinge, auf die du bei der Verwendung laut achten solltest:

  1. Backpapier nicht mehr nutzen, wenn es sich bereits verfärbt hat.
  2. Gerissenes beziehungsweise brüchiges oder sprödes Backpapier nicht erneut verwenden, da die Beschichtung möglicherweise nicht mehr standhalten könnte.
  3. Backpapier nicht schon während des Vorheizens in den Ofen legen.
  4. Backpapier nach den Angaben des herstellenden Unternehmens nutzen und die Höchsttemperatur (meist 220 Grad Celsius) nicht überschreiten.

Gerade wegen der angegebenen Maximaltemperatur rät die Verbraucherzentrale zur Vorsicht. Wird diese überschritten, können unerwünschte Stoffe sich vom Backpapier lösen und sich auf Lebensmittel übertragen. Zulässige Höchstwerte könnten dann möglicherweise überschritten werden, so der Bericht im Lebensmittelforum.

Wie gefährlich ist Backpapier überhaupt?

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersucht regelmäßig Backpapiere. Sowohl 2018 als auch 2019/ 2020 wurde dabei kein einziges der getesteten Papiere beanstandet. Das Ergebnis der Untersuchungen von 36 Backpapieren aus dem Handel habe gezeigt, dass alle Anforderungen an die Gute Herstellungspraxis und die Kennzeichnungsanforderungen erfüllt wurden, so das Unternehmen selbst. Das bedeutet, sie...

  • gefährden nicht die menschliche Gesundheit
  • bewirken keine Veränderung der gebackenen Lebensmittel durch Stoffüberlagerungen
  • und beeinträchtigen die Backware weder geschmacklich noch geruchlich

Ökotest zeigt: Papier ist nicht kompostierbar

Auch Ökotest fand 2021 überwiegend keine bedenklichen Inhaltsstoffe in 24 getesteten Backpapieren. Alle Produkte bis auf eines schnitten mit gutem oder sehr gutem Endergebnis ab. Die einzige Ausnahme: Eine der wiederverwendbaren silikon- beziehungsweise teflonbeschichteten Matten fiel wegen ungenügender Werte durch.

Obwohl einige Verpackungen sich damit brüsten, ist mit Silikon beschichtetes Backpapier laut Ökotest aber nicht kompostierbar (November 2021). Sieben der getesteten Produkte hatten damit geworben. Beschichtetes Backpapier gehört auch laut dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der Interessenvertretung der kommunalen Versorgungs- und Entsorgungswirtschaft in Deutschland, der Umwelt zuliebe in den Restmüll.

Verwendete Quelle: lebensmittel-forum.de, laves.niedersachsen.de, verbraucherzentrale.de, vku.de

lkl Brigitte

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