Waschen mit Kastanien – günstig und ökologisch!

Wäsche waschen mit Kastanien ist ein Kinderspiel. Wir erklären dir, wie du aus der herbstlichen Nuss ein biologisches Waschmittel herstellen kannst.

Während Menschen, die zum Wäsche waschen Kastanien oder Waschnüsse verwenden, früher als Öko-Freaks abgestempelt wurden, sind heute immer mehr Verbraucher auf der Suche nach umweltschonenden und natürlichen Waschmitteln. Eines dieser ökologischen Waschmittel kannst du ganz einfach und äußerst kostengünstig aus gewöhnlichen Rosskastanien herstellen. Wir verraten, wie es geht.

Waschen mit Kastanien

Aus unseren heimischen Rosskastanien lassen sich nicht nur lustige Figuren basteln. Nein, Kastanien haben zudem auch eine hervorragende Waschwirkung. Die Kastanie enthält nämlich (ähnlich wie Efeu) eine hohe Konzentration an Saponinen, also chemische Verbindungen, die in Wasser gelöst seifenartige Eigenschaften besitzen. Den Vorteil der vielen Saponine kannst du dir zunutze machen, wenn du dir aus den Kastanien dein biologisches Flüssigwaschmittel herstellen möchtest. 

Methode 1: Kastanien vierteln

Für eine durchschnittlich verschmutzte Ladung Buntwäsche benötigst du:

  • 5 bis 8 gesäuberte und trockene Kastanien
  • 300 ml Wasser

Und so geht's:

  1. Viertel die Kastanien mit einem Messer.
  2. Gebe sie zusammen mit dem Wasser in ein Glas. 
  3. Lasse die Kastanien etwa acht Stunden ziehen.
  4. Gieße den Sud durch ein Sieb.
  5. Gib nun die Flüssigkeit wie gewohnt in die Waschmaschine.
  6. Möchtest du Bio-Waschmittel auf Vorrat herstellen, bedenke bitte, dass es nur etwa 2 bis 3 Tage haltbar ist.

Methode 2: Kastanienpulver

Waschmittel aus Kastanienpulver statt aus geviertelten Kastanien herzustellen, bietet einige Vorteile.

  • Da Kastanien, vor allem, wenn sie noch feucht sind, rasch zu schimmeln beginnen, kann die Lagerung häufig Probleme bereiten. Lässt du sie aber lange trocknen, werden sie sehr hart, was eine weitere Verarbeitung wiederum erschwert.
  • Das getrocknete Kastanienmehl hingegen lässt sich problemlos auf Vorrat lagern.
  • Ein weiterer Vorteil von Kastanienmehl ist, dass sich die Saponine schneller herauslösen, so dass es eine bessere Reinigungskraft entfalten kann.
  • Einen Sud aus Rosskastanienpulver zum Wäsche waschen herzustellen, geht deutlich schneller als den Kastaniensud aus geviertelten Kastanien zu gewinnen. Du bist also viel flexibler, wenn du spontan eine Ladung Wäsche anschmeißen möchtest.

Und so geht's:

  1. Zerkleinere die Menge Rosskastanien deiner Wahl mit der Küchenmaschine.
  2. Lasse das Rosskastanienpulver gut trocknen.
  3. Bei Bedarf kannst du nun dein eigenes Flüssigwaschmittel herstellen.
  4. Gib dazu je nach Menge und Verschmutzung der Wäsche zwei bis vier Esslöffel Kastanienmehl in ein Glas.
  5. Übergieße es mit 300 ml Wasser.
  6. Lasse den Sud 30 Minuten ziehen.
  7. Gieße die Lauge durch ein Sieb ab.
  8. Gebe sie in das Waschmittelfach deiner Waschmaschine und wasche deine Wäsche wie gewohnt. 
  9. Das Pulver im Sieb kannst du, wenn du es trocknen lässt, mindestens zwei Mal wiederverwenden.

Waschen mit Kastanien: Tipps und Tricks

  • Im selbstgemachten Flüssigwaschmittel sind natürlich keinerlei Duftstoffe enthalten. Das ist einerseits ein Vorteil für Allergiker oder Menschen mit empfindlicher Haut, kann aber auch ein Nachteil sein, wenn du den frischen Wäschegeruch vermisst. Wenn dem so ist, gib zum Kastaniensud einfach ein paar Tropfen Duftöl deiner Wahl hinzu.
  • Waschmittel aus der Rosskastanie kommt – und da müssen wir ehrlich sein – bei hartnäckigen Flecken an seine Grenzen. Hier empfiehlt es sich, die Flecken vor dem Waschen mit Gallseife oder Kernseife vorzubehandeln.
  • Lebst du in einer Region mit hartem Wasser, wo Waschmaschinen ohnehin schon unter Verkalkungen leiden, solltest du zusätzlich einen Teelöffel Waschsoda in das Waschmittelfach geben. Das Waschsoda wirkt als Wasserenthärter und verbessert obendrein die Waschwirkung der Kastanien. Aber Achtung: Verwende bei Wolle oder Seide besser kein Soda, es könnte die Fasern der empfindlichen Stoffe aufquellen lassen. Du fragst dich: Welches Waschmittel soll ich nehmen? Wir sagen dir, was du bei den verschiedensten Kleidungsstücken beachten musst.
  • Die Kastanie ist übrigens eine super Alternative zu Waschnüssen. Die Waschnuss stammt aus Indien, sie muss also den halben Planeten zurücklegen, um in unseren Waschmaschinen zu landen. Zudem steigen in Indien die Preise für Waschnüsse aufgrund der großen Nachfrage in Europa, was wiederum die Menschen vor Ort zwingt, zu günstigeren Mitteln, sprich chemischen Mitteln, zu greifen, was besonders in Regionen, in denen es keine Kläranlagen gibt, zum Problem für die Umwelt wird. Wer ökologisch und nachhaltig Wäsche waschen möchte, greift also besser zu Kastanien statt zu Waschnüssen.

Weitere Ideen zum Waschmittel selber machen gibt es hier. Übrigens: Damit die Wäsche auch hygienisch sauber wird, solltest du regelmäßig die Waschmaschine reinigen. Weitere Haushaltstipps gefällig? Was du beim Handtücher waschen, Bettwäsche waschen und Blutflecken entfernen beachten musst, erfährst du hier.

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Waschen mit Kastanien: Kastanien im Beutel
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