VG-Wort Pixel

Wasser sparen Die besten Tipps und Tricks für den Haushalt

Wasser sparen: Kleinkind badet in Waschbecken
© Anikina foto / Shutterstock
In unserem täglichen Leben verbrauchen wir viele Liter Wasser im Haushalt. Das macht sich  in der Jahresabrechnung bemerkbar und wirkt sich auch durch die Warmwasseraufbereitung negativ auf unseren ökologischen Fußabdruck aus. Mit unseren simplen Tipps kannst du Wasser ganz einfach sparen – siehe selbst!

Wasser bedeutet Leben und ist ein kostbares Gut. In Deutschland herrscht keine Wasserknappheit. Grundsätzlich ist es daher zwar nicht notwendig, kaltes Wasser strikt zu sparen, aber ein verschwenderischer Umgang muss auch nicht sein! Nochmals anders sieht es aus beim Warmwasser: Hier ist ein verantwortungsbewusster und sparsamer Gebrauch sinnvoll, da zur Warmwasseraufbereitung Energie benötigt wird und die muss in Form von Strom, Gas, Brennstoff oder Solartechnik geliefert werden. Circa 15 Prozent des Energieverbrauchs privater Haushalte resultierte 2019 aus der Erzeugung von Warmwasser (Quelle: Statistisches Bundesamt). Neben dem Wasserverbrauch macht sich also auch der Energieverbrauch bemerkbar – und das nicht nur in der Jahresabrechnung, sondern folglich auch in unserem ökologischen Fußabdruck. Gerade im Haushalt und im Garten gibt es etliche kleine Tipps und Tricks, Wasser zu sparen. Wir erklären, wie es geht.

Wasser sparen im Badezimmer

  • Duschen statt baden: Klar, ein entspannendes Bad hin und wieder ist schön, trotzdem sollte die Badewanne etwas Besonderes und nichts Alltägliches bleiben. Den Wasserverbrauch reduzierst du stattdessen erheblich, wenn du duschst.
  • Wasser ausschalten beim Einseifen: Egal ob bei der Dusche, beim Einshampoonieren oder beim Händewaschen – während wir Körper oder Hände einseifen, gehen Unmengen Wasser verloren. Die Lösung: Einfach währenddessen den Hahn zudrehen.
  • Zahnputzbecher verwenden: Auch beim Zähneputzen kann ein ganz simples Hilfsmittel den Wasserverbrauch reduzieren: Der Zahnputzbecher hat noch weitere Funktionen, statt die Zahnbürste an Ort und Stelle zu halten. In ihm lässt sich Wasser zum Befeuchten der Zahnbürste sowie zum Mund ausspülen sammeln und somit ganz einfach Wasser sparen.
  • Spartaste bei der Toilettenspülung: 7 bis 9 Liter Wasser fließen bei jedem Toilettengang in die Kanalisation. Eine Spartaste kann da wahre Wunder bewirken und reduziert den Verbrauch auf 5 Liter, was über das Jahr aufsummiert ordentlich ins Gewicht fällt.
  • Kaputte Armaturen: Ein tropfender Wasserhahn oder ein laufender Spülkasten sind nicht nur nervig, sondern können auf die Dauer den Wasserverbrauch schon drastisch steigern. Daher am besten den Defekt schnell beseitigen lassen und die Dichtungen erneuern.
  • Mischdüsen verwenden: Mischdüsen (auch Strahlregler genannt) können direkt an den Armaturen angebracht werden und reduzieren die durchfließende Wassermenge enorm. So kann eine Spar-Mischdüse den Wasserverbrauch von 15 auf bis zu 8 Litern pro Minute drosseln, indem Luft mit angereichert wird. Der Wasserstrahl erscheint trotzdem kräftig und hat die gleiche Reinigungsfunktion. Je nachdem wie die Warmwassertechnik im Haushalt geregelt ist, sind Strahlregler aber nicht immer die beste Wahl: So kommt zum Beispiel bei einem Durchlauferhitzer stattdessen ein Wassermengenregler infrage. Lasse dich vom Fachpersonal beraten. Auch Sparduschköpfe eignen sich, um Wasser zu sparen. Auch hier lässt du dich am besten beraten.
  • Einhebelarmaturen statt Mischbatterien: Bei Mischbatterien kann es manchmal ganz schön lange dauern, ehe wir die geeignete Temperatur eingestellt haben – in dieser Zeit geht wertvolles Wasser verloren. Einhebelarmaturen können mit einer Einstellung das Warmwasser regeln. Weitere Sparmöglichkeiten sind vollelektronische Durchlauferhitzer, durch die sich die Gradzahl genau einstellen lässt, oder ein Duschstopper am Duschkopf.
  • Wasser sparen beim Waschen: Laut co2online.de verbraucht das Wäschewaschen durchschnittlich 12 Prozent des Wasserverbrauchs im Haushalt. Dabei gibt es viele einfache Möglichkeiten, Wasser beim Waschen einzusparen. So kannst du darauf achten, die Waschmaschine immer voll (nicht übervoll) zu beladen, ein Ökoprogramm zu verwenden oder auf die Vorwäsche zu verzichten. Generell ist es nicht notwendig, unbedingt bei hohen Temperaturen zu waschen: Mit guten Kaltwaschmitteln gelingt die Reinigung auch bei niedrigen Temperaturen.
  • Austausch alter Geräte: Geräte mit einer guten Effizienzklasse und dem Umweltzeichen "Blauer Engel" sind sowohl wasser- als auch energiesparender als alte Geräte. Auch mit vollelektronischen Durchlauferhitzern kann im Vergleich zu hydraulischen Geld eingespart werden.

Wasser sparen in der Küche

  • Gemüse und Obst waschen: Eine Schüssel voll Wasser reinigt Bio-Gemüse und Bio-Obst ausreichend, der Wasserhahn kann da getrost zubleiben. Anschließend freuen sich deine Pflanzen über das übrig gebliebene Wasser. Anders sieht es leider aus bei konventionell angebautem Gemüse und Obst: Um Pestizidrückstände möglichst zu entfernen, kommen wir um eine Reinigung mit fließendem warmem Wasser aus dem Hahn nicht herum. Anschließend sollten konventionell angebaute Früchte und Gemüse mit einem Küchentuch trocken gerieben werden (durch das Reiben wird noch mal ein Teil der Pestizide beseitigt).
  • Energiesparender Geschirrspüler: Achte auch beim Geschirrspüler auf eine gute Effizienzklasse. Moderne Geschirrspüler arbeiten sogar mit weniger Wasser als ein Handabwasch. Das Gerät sollte vollständig gefüllt sein. Das Vorspülen des Geschirrs ist nicht notwendig, nur grobe Essensreste musst du vorher entfernen. Oft finden sich effiziente Spar- oder Öko-Programme zur Auswahl. Kurzprogramme verbrauchen hingegen am meisten Wasser und Strom. 
  • Beachte den Ablauf beim Spülen: Wäschst du per Hand ab, so wird am besten immer ein größerer Berg Geschirr im Spülbecken gereinigt. Ein fließender Wasserhahn hingegen verbraucht beim Reinigen wertvolle Liter. Wasche weniger stark verschmutztes Geschirr zuerst ab. Starte zum Beispiel mit Gläsern und arbeite dich dann vor. Die ölige Pfanne kommt am Schluss – so musst du nicht mehrmals das Wasser auswechseln. 

Wasser sparen auf der Terrasse oder im Garten

Wer auch auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten Wasser sparen möchte, kann diese Tipps befolgen:

  • Sammle Regenwasser zum Gießen deiner Pflanzen: Eine einfache Möglichkeit ist zum Beispiel eine Regentonne, am besten mit Deckel. Der Deckel wird an warmen Tagen geschlossen und verhindert, dass Wasser verdunstet oder Tiere hereinfallen können. An regnerischen Tagen wird der Deckel beiseite gelegt und die Tonne fängt gutes Regenwasser auf. Auch für Balkon und Terrasse gibt es entsprechende Wasserspeicher.
  • Mähe den Rasen im Sommer nicht zu oft, da er im kurzen Zustand schneller austrocknet und dann häufiger bewässert werden muss.
  • Ein Tropfschlauch statt Rasensprenger bringt eine effizientere Bewässerung mit sich und spart so Wasser.
  • Vermeide Hochdruckreiniger: Auch wenn sie effizient arbeiten, so verbrauchen Hochdruckreiniger viel Wasser. Pro Stunde können dies bis zu 500 Litern sein. Wenn es sich vermeiden lässt, setze stattdessen auf einen Putzlappen und Eimer.

Wasser sparen weltweit: Eine Frage des Konsums 

Grundsätzlich trägt auch unser Konsum und vor allem Lebensmittel generell zum global gesehenen Wasserverbrauch bei. Circa 8000 Liter Wasser werden benötigt, um die Baumwolle für eine Jeans anzubauen. In einem Kilo Rindfleisch stecken über 15000 Liter. Kakao und Kaffee setzen dem Ganzen die Krone auf: Laut warenvergleich.de werden zum Anbau von einem Kilo Kakao 27000 Liter und für ein Kilo Röstkaffee 21000 Liter benötigt. Entsprechend können wir auch mit unseren Kaufentscheidungen und mit nachhaltigem Konsum den weltweiten Wasserverbrauch steuern.

Wasser sparen leicht gemacht: Fazit

Die vielen vorgestellten Tipps helfen übers Jahr gesehen, viele Liter Trinkwasser und Energie einzusparen. Generell können viele kleine Handgriffe, wie zum Beispiel den Wasserhahn zuzudrehen, wenn wir uns die Hände einseifen, Großes bewirken. Diesen umsichtigen Umgang können wir auch direkt an unsere Kinder weitergeben: So wird von klein auf vermittelt, wie kostbar Trinkwasser und Warmwasser sind. 

Du interessierst dich für weitere Tipps rund um den Haushalt: Hier erklären wir, wie du Müll vermeiden kannst, wie sich Putzmittel selber machen lassen und wie plastikfrei leben funktioniert.

Verwendete Quellen: co2online.de, energis.de, utopia.de, destatis.de, warenvergleich.de 

Brigitte

Mehr zum Thema