Diese 10 Chemikalien sollten sofort aus deinem Haushalt verschwinden

Unsere Wohnungen sind voll von hochgiftigen Chemikalien, um die wir am besten einen großen Bogen machen sollten. Wir zeigen dir, wie du sie einfach ersetzt.

Auch wenn die Werbung es uns glauben machen will: Die meisten Chemikalien in unserem Haushalt sind nicht unersetzlich. Im Gegenteil: Oftmals erledigen Hausmittel und selbst gemachte Reiniger den gleichen Job - und sind dabei nicht nur umweltfreundlicher und verträglicher, sondern auch noch deutlich günstiger. Grund genug, diese 10 Chemikalien sofort aus deinem Haushalt zu verbannen und durch selbst gemachte Alternativen zu ersetzen.

Nie wieder Wäsche falten: Diese Maschine macht es für euch!

Abflussreiniger

Was so sprudelt, gurgelt und zischt, kann einfach nicht gut für die Umwelt sein, oder? Abflussreiniger sind hoch aggressiv und ätzend und das darin enthaltene Natriumhydroxid ist extrem giftig für Wasserorganismen. Nebenbei entstehen gefährliche Dämpfe, die wir eigentlich wirklich nicht in der Wohnung haben wollen. Deshalb: Finger weg von chemischen Abflussreinigern und stattdessen auf Vorbeugen setzen.

Edelstahlsiebe halten Haare aus den Abflüssen fern und Seifen- und Fettreste sollten immer gründlich mit heißem Wasser nachgespült werden. Kommt es trotzdem zu Verstopfungen, helfen Backpulver und Essig. Zuerst 3 Esslöffel Backpulver in den verstopften Abfluss geben und dann sofort 1/2 Tasse Essig hinterher gießen. Du weißt, dass du alles richtig gemacht hast, wenn es zu sprudeln beginnt. Sobald das Zischen endet, mit kochend heißem Wasser nachspülen.

Fensterreiniger

Obwohl wir den Reiniger beim Scheibenputzen direkt auf Gesichtshöhe versprühen, machen wir uns in der Regel gar keine Gedanken darüber, was wir da eigentlich direkt vor unserer Nase in der Luft zerstäuben. Dabei enthalten handelsübliche Fensterreiniger jede Menge fragwürdiger Inhaltsstoffe, die sich oft hinter rätselhaften Namen verbergen. Deshalb: Mach doch deinen Fensterreiniger einfach selber. Aus 250 ml Wasser, 250 ml Spiritus und 2 bis 3 TL Apfelessig stellst du im Handumdrehen deinen eigenen selbst gemischten Fensterreiniger her. Der funktioniert wie handelsüblicher Glasreiniger - und du kannst einfach eine alte Sprühflasche recyceln. So vermeidest du auch noch Plastikmüll.

Waschmittel

Enzyme, optische Aufheller und Duftstoffe - Gründe, auf gekaufte Waschmittel zu verzichten, gibt es viele. Sie sind schädlich für die Umwelt und für deine Gesundheit und können dabei ganz einfach durch selbst gemachtes Waschmittel aus Seife und Waschsoda ersetzt werden. Denn was vor 100 Jahren gut funktioniert hat, funktioniert natürlich auch jetzt noch.

Die Kollegen von utopia.de stellen ihr selbst gemachtes Waschmittel aus 20g Kernseife, 20g Gallseife, 3 Liter Wasser, 4 EL Waschsoda, 4 EL Zitronensäure und 5 Tropfen eines ätherischen Öls nach Wahl her. Einfach Kern- und Gallseife fein hobeln und mit dem Waschsoda vermischen. Dann mit kochendem Wasser aufgießen und so lange umrühren, bis sich die Seife komplett aufgelöst hat. Dann abkühlen lassen, verflüssigen und zu Gelee verrühren. Ganz am Schluss die Zitronensäure ganz langsam und in kleinen Mengen einrühren. Das ist wichtig, damit das selbst gemachte Waschmittel nicht überschäumt. Auf Wunsch noch Öl hineinträufeln.

Weichspüler

Das Umweltbundesamt warnt: "Weichspüler sollten immer nur dann eingesetzt werden, wenn man seine Funktionen auch wirklich benötigt, da es sich hierbei um einen zusätzlichen Eintrag von Chemikalien in die Umwelt handelt. Wenn Sie nicht auf den Gebrauch von Weichspülern verzichten wollen, reduzieren Sie diesen und dosieren Weichspüler so sparsam wie möglich."

Oder besser gleich auf umweltfreundliche Hausmittel umsteigen, die auch der Gesundheit nicht schaden. Zur Buntwäsche kannst du beispielsweise 30-60 ml Essig zugeben. "Er enthärtet Wasser, desinfiziert und löst Kalkablagerungen sowie Waschmittelreste aus den Fasern der Kleidung", schreibt smarticula.net, ein Ideenportal für ein einfaches und nachhaltiges Leben. Das macht die Fasern weich und flauschig, ohne dass sie nach Essig riechen. Für helle Wäsche verwendest du statt Weichspüler am besten Zitronensäure. 1-2 Teelöffel im Weichspülerfach genügen.

Alternativ: Fülle frische oder getrocknete Zitronen- oder Orangenschalen in ein Stoffsäckchen und gebe dies zur Wäsche hinzu. Der frische Duft wird dich begeistern.

Textilauffrischer Febreze

Haustiere, Zigarettenrauch und Essensdünste - sie alle hinterlassen Gerüche auf Polstern und Stoffen. Viele Menschen greifen da gerne zu Textilauffrischern wie "Febreze", um den Geruch wieder loszuwerden, ohne die Textilien reinigen lassen zu müssen. Dabei kann man den Effekt auch ganz einfach selbst erzeugen und damit nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch Geld sparen. Alles, was du dafür brauchst, ist eine Sprühflasche, 1 Esslöffel Weichspüler (siehe unten), 2 EL Backpulver und 3 Tassen heißes Wasser - und schon kannst du loslegen. Einfach die betroffenen Textilien besprühen und an dem frischen Geruch erfreuen.

Spülmaschinentabs

Spülmaschinentabs enthalten viele Inhaltsstoffe, die wir normalerweise nicht einmal in die Nähe unseres Essgeschirrs kommen lassen würden, darunter auch Stoffe auf Erdölbasis und gentechnisch hergestellte Enzyme. Dabei lassen sich die wichtigsten Aufgaben dieser Tabs auch ganz einfach von Hausmitteln erfüllen. Namentlich von der Allzweck-Wunderwaffe Zitronensäure, Soda, Natron und fertigem Spezialsalz für die Spülmaschine. 125 g von dem Salz sowie je 300 g von den anderen Zutaten reichen dafür aus. Das Geschirrspülpulver lässt sich wunderbar in einem Einmachglas aufbewahren und mit einem kleinen Löffel dosieren. Wichtig: Soda, Natron und Spezialsalz müssen komplett trocken sein, sonst reagieren sie sofort mit der Zitronensäure.

Geschirrspülmittel

Kalkreiniger

Wenn dich der Kalk auf deinen Badezimmer-Amaturen nervt, ist das noch lange kein Grund, zu chemischen Keulen zu greifen. Zitrone reicht vollkommen aus. Um eine sprühfähige Mischung herzustellen, presse zwei Zitronen in etwas Handseife aus und fülle beides zusammen in eine recycelte Sprühflasche - und schon kannst du loslegen.

Allzweckreiniger

Auch hier sind Zitronen das Mittel der Wahl, wenn du den chemischen Allzweckreiniger durch ein selbst gemachtes, ökologisches Produkt ersetzen möchtest. Denn die auspressten Zitronenschalen kannst du gleich weiterverwenden und mit weißem Haushaltsessig aufgießen, bis sie vollständig bedeckt sind. Orangenschalen bzw. eine Mischung aus beiden Zitrusfrüchten eignen sich genauso gut. Lass das Ganze dann etwa zwei Wochen in einem Einmachglas ruhen und füll immer wieder Essig nach, wenn die Schalen trocken liegen. So verhinderst du, dass sie schimmeln. Nach zwei Wochen den biologischen Allesreiniger abgießen und in eine Sprühflasche füllen.

Fleckenentferner

Für Flecken auf Textilien gibt es nicht das eine Hausmittel, sondern viele verschiedene. Hier stehen dir viele kleine Tricks und Mittelchen zur Verfügung, die du ohnehin im Haushalt hast und die den chemischen Fleckenentferner ohne Mühe ersetzen. Grasflecken bekommst du zum Beispiel mit Spiritus oder Zitronensaft heraus, Harn mit verdünntem Salmiakgeist, lästige Kugelschreiberstriche entfernst du mit warmem Zitronensaft und einem Papiertuch, Möhrensaft mit Olivenöl und Rotwein mit Weißwein. Das gesamte ABC der natürlichen Reinigung hat der NABU auf seiner Website zusammengestellt.

Fazit: Stell einmal in einer großen Aktion all deine chemischen Haushaltshelfer auf biologische Alternativen um. Viele der Zutaten, die du dafür extra kaufen musst, kannst du dann an mehreren Stellen verwenden, etwa die Zitronensäure, das Soda, die Kernseife und den Essig. Diesen Aufwand musst du nur einmal hinter dich bringen - und ab diesem Zeitpunkt greifst du im Drogeriemarkt eben einfach nicht mehr zu den fertigen Produkten, sondern zu den einzelnen Zutaten, die du fortan immer im Haus hast. Eigentlich ganz einfach, oder?

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