Zitronensäure: Mit diesen 6 Putz-Tricks wird's sauber

Zitronensäure ist vielseitig einsetzbar. Hier gibt's hilfreiche Haushaltstipps rund um die Zitronensäure und wir erklären, wann Vorsicht geboten ist.

Zitronensäure, auch Citronensäure geschrieben, ist ein alt bewährtes Hausmittel und ein wahrer Alleskönner. Wer auf die Umwelt achten, einen nachhaltigen und ökologischen Lebensstil führen und plastikfrei Einkaufen möchte, ist mit Zitronensäurepulver als Haushaltshelfer gut bedient. Wir haben die besten Haushaltstipps rund um die Zitronensäure für dich zusammengestellt.

1. Zitronensäure hilft bei der Entkalkung

  • Zitronensäure ist, ähnlich wie Essigessenz, der perfekte Entkalker. Mit Wasser verdünnt kannst du mit der Säure so ziemlich alles in deinem Haushalt entkalken: Den Wasserhahn entkalken, Duschkopf entkalken und auch den Wasserkocher entkalken. Darüberhinaus auch die Spülmaschine, Waschmaschine und alles andere, das mit kalkhaltigem Wasser in Kontakt kommt.
  • In der Regel ist ein Mischverhältnis von 2 bis 3 Esslöffeln auf ein Liter Wasser perfekt, um dem hartnäckigen Kalk den Kampf anzusagen. Putze mit der Mischung oder weiche stark verkalkte Teile in der Zitronensäure ein.
  • Zum Entkalken der Wasch- und Spülmaschine gibst du einfach etwa sechs Esslöffel in die leere Maschine und lässt sie bei mittlerer Temperatur durchlaufen. Funktioniert übrigens auch mit Saft aus frischen Zitronen, allerdings ist die Konzentration der wirksamen Säure im Zitronensäurepulver deutlich höher.

Aber Achtung bei zu viel Wärme beispielsweise im Geschirrspüler. Durch eine chemische Reaktion von Zitronensäure mit Wärme wird Calciumcitrat gebildet. Dieser Stoff ist schwer löslich und kann sich in Maschinen ablagern. Greife daher lieber zu Zitronensäure, die den Zusatz "wasserfrei" trägt, statt zu Zitronensäure Monohydrat. Zitronensäure, die wasserfrei ist, hält höhere Temperaturen aus.

2. Zitronensäure als Universalreiniger

Um einen Allzweckreiniger für dein Badezimmer herzustellen, mische 80 Gramm Zitronensäure mit 100 Millilitern Spülmittel und einem halben Liter Wasser und fülle die Mischung in eine Sprühflasche. Wie ein handelsübliches Reinigungsmittel kannst du deinen DIY-Reiniger auf Oberflächen, Waschbecken und Armaturen sprühen, einen Moment einwirken lassen und anschließend mit Wasser abspülen. Du kannst auch für andere Anwendungsgebiete Putzmittel selber machen.

3. Zitronensäure entfernt Rost

Lege deine rostigen Gegenstände in eine Mischung aus Zitronensäure und Wasser und lasse sie über Nacht einwirken. Am Morgen sollte das vielseitige Pulver den Rost verschwunden haben lassen. Mehr dazu gibt es hier: Rost entfernen.

4. Zitronensäure dient als Weichspüler

Eine kostengünstige Alternative - zudem plastikfrei! - zu gewöhnlichem Weichspüler ist Zitronensäure, allerdings nur für weiße Wäsche. Die besten Tipps gibt es hier: Weiße Wäsche waschen.

Löse etwa 4 Teelöffel in einem Liter Wasser auf und gebe ein bis zwei Dosierkappen davon in das Weichspülfach. Netter Nebeneffekt dieses umweltfreundlichen Weichspülers: Er macht nicht nur deine Wäsche weich, sondern wirkt gleichzeitig auch gegen Kalkablagerungen in der Trommel. Für bunte Wäsche eignet sich übrigens Natron als natürlicher Weichspüler. Übrigens: Du kannst auch ganz einfach Waschmittel selber machen.

5. Zitronensäure entfernt Deo-Flecken

Gelbe Verfärbungen im Achselbereich in weißen Shirts entstehen durch die Reaktion von Schweiß und Aluminium, das in den meisten Deos enthalten ist. Der normale Waschgang in der Maschine ist machtlos gegen die hartnäckigen Flecken. Zitronensäure allerdings kann Abhilfe schaffen. Sie ist ein Komplexbildner, das heißt, sie hat die Fähigkeit, Metalle an sich zu binden.

  1. Löse dazu einfach 15 Gramm Zitronensäure in einem Liter Wasser auf.
  2. Lasse deine verfärbte Kleidung über Nacht einwirken.
  3. Wasche sie am nächsten Morgen wie gewohnt in der Waschmaschine.

Mehr dazu gibt es hier: Deoflecken entfernen. Wie du außerdem Schweißgeruch aus Kleidung entfernen kannst, erfährst du bei uns.

6. Zitronensäure in der Küche

  • Zitronensäure in Lebensmittelqualität wird gerne beim Einkochen von Saft oder Marmelade verwendet. Sie gibt zusätzlichen Geschmack und dient als Konservierungsmittel.
  • Und wie wär's mal mit selbstgemachtem Brausepulver? Vermische einen Teelöffel Natron mit 1,5 Teelöffeln Zitronensäure und etwa 2-4 Teelöffeln Zucker und schon hast du ein leckeres Brausepulver.
  • Doch bei der Verwendung von Zitronensäurepulver in Lebensmitteln ist Vorsicht geboten. Klar, du musst zuallererst auf die Kennzeichnung Lebensmittelqualität achten. Doch damit nicht genug, denn eine Überdosierung der Zitronensäure kann unserem Körper schaden und wir nehmen alltäglich in verarbeiteten Lebensmitteln - Zitronensäure wird in der Lebensmittelindustrie beispielsweise als Säureregulator und Schmelzsalz eingesetzt - schon eine Menge Zitronensäure auf. Zu viel Zitronensäure greift den Zahnschmelz an und bildet aufgrund ihrer Eigenschaft als Komplexbildner sogenanntes Aluminiumcitrat, was wiederum unseren Zellmembranen schaden kann. Bist du skeptisch gegenüber der industriell gefertigten Zitronensäure, greife beim Kochen besser auf frischen und geringer konzentrierten Zitronensaft zurück.

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Zitronensäure: Eine Zitrone neben Pulver und Schwamm
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