Müll vermeiden: 5 Tipps für weniger Abfall

Wie kann man im Alltag Müll vermeiden und weniger Abfall produzieren? Wir verraten es dir und geben Tipps, wie du deinen Plastikverbrauch reduzieren kannst!

Rund 37 Kilogramm Plastikmüll produzieren wir laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft jedes Jahr. Damit zählen die Deutschen im europäischen Vergleich zu den Spitzenreitern unter den Müllproduzenten. 

Doch schon mit kleinen Veränderungen ist es möglich, im Alltag viel Müll zu vermeiden. Wir verraten dir, wie du deinen Plastikverbrauch in nur wenigen Schritten deutlich reduzieren kannst. 

1. Mit Stoffbeuteln Müll vermeiden 

Die durchschnittliche Nutzungsdauer von Plastiktüten beträgt 25 Minuten, danach landet sie häufig im Müll. Stoffbeutel besitzen eine sehr viel bessere Umweltbilanz, da sie wiederverwendbar sind. Anstatt beim Einkaufen im Supermarkt also zur Plastiktüte zu greifen, kannst du deine Lebensmittel einfach in deinem mitgebrachten Beutel verstauen. 

Auch bei Obst und Gemüse kannst du Verpackungsmüll sparen, indem du die Produkte lose kaufst. In vielen Städten existieren mittlerweile sogenannte Unverpackt-Läden, in denen Lebensmittel generell ohne Plastikverpackung angeboten werden. Stattdessen kannst du deine eigenen Dosen und Gefäße mitbringen und Produkte wie Nudeln, Reis oder Mehl darin abfüllen. Dadurch lässt sich nicht nur Müll vermeiden, sondern auch die Portionsgröße individuell bestimmen. 

2. "Coffee to go"-Becher vermeiden   

Wer kennt die Situation nicht: Man ist morgens in Eile und hat keine Zeit für ein Frühstück, also schnell zum Bäcker und einen "Coffee to go" kaufen. Doch die Einwegbecher sorgen für extrem viel Müll und sind alles andere als nachhaltig.

Eine deutlich umweltfreundlichere Alternative stellen Thermobecher dar. In vielen Cafés erhält man mittlerweile sogar einen Rabatt, wenn man seinen eigenen Becher mitbringt – so schonst du nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel. 

Bei der Kaffeemaschine zu Hause lässt sich viel Abfall vermeiden, wenn du eine Filtermaschine oder einen Vollautomaten anstatt einer Kapselmaschine besitzt. Die Kaffeekapseln bestehen in der Regel nämlich aus Aluminium, das in der Herstellung sehr viel Energie benötigt und nicht biologisch abbaubar ist. 

3. Leitungswasser trinken 

Ähnlich wie mit den Kaffeebechern verhält es sich mit Wasserflaschen. Die Qualität von Leitungswasser in Deutschland ist extrem hoch, denn es unterliegt strengen Kontrollen. Trotzdem kaufen immer noch viele Verbraucher abgefülltes Wasser in Plastikflaschen. Stattdessen kannst du für unterwegs einfach eine wiederverwendbare Trinkflasche mitnehmen. 

Wer kein stilles Wasser mag, kann auf Wassersprudler zurückgreifen, mit denen man Leitungswasser mit Kohlensäure versetzen kann. Und wenn es einmal doch nicht vermeidbar sein sollte, abgefülltes Wasser zu kaufen, sollte man daran denken: Mehrweg ist eine bessere Verpackung als Einweg. Im Gegensatz zu Einwegflaschen können Mehrwegflaschen nämlich nicht nur recycelt, sondern auch mehrfach wiederverwertet werden.

4. Plastikmüll im Bad reduzieren 

Auch im Badezimmer kannst du auf unterschiedliche Art und Weise Abfall vermeiden. Ein Seifenstück ist zum Beispiel nachhaltiger als Flüssigseife, da diese in Einwegpackungen abgefüllt ist. Bei der Zahnpflege kannst du von der herkömmlichen Handzahnbürste zu einem elektrischen Modell wechseln oder eine umweltfreundliche Zahnbürste aus Holz benutzen. 

Was viele nicht wissen: Auch in Kosmetikartikeln steckt häufig Plastik in Form von Mikroplastik, das mit bloßem Auge kaum erkennbar ist. Als Alternative kannst du beispielsweise auf Naturkosmetik zurückgreifen oder deine Kosmetik selbst herstellen.   

5. Reparieren statt neu kaufen 

Wenn Elektrogeräte nicht mehr funktionieren, entsorgen wir sie heutzutage häufig, anstatt sie reparieren zu lassen – die Kosten erscheinen meistens zu hoch, als dass sich der Aufwand lohnen würde. Dies führt jedoch dazu, dass jährlich enorme Mengen an Elektroschrott anfallen. Für die Reparatur von Kleingeräten stellen Repaircafés eine gute Alternative dar: Dort helfen dir Ehrenamtliche bei der Instandsetzung, sodass du nur die Materialkosten zahlen musst. 

Auch im Bereich Mode kannst du nachhaltiger handeln, indem du zum Beispiel Kleidertauschpartys besuchst oder neue Kleidungsstücke auf Flohmärkten und in Second Hand Stores erwirbst, anstatt sie neu zu kaufen - das ist immer noch die beste Form von Recycling.  

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