40 gnadenlose Mini-Pinzetten

Ist ein Epiliergerät die Alternative zu schmerzhaften Wachs-Prozeduren und Rasierklingen? Brigitte.de-Mitarbeiterin Julia Müller hat den Test gemacht.

Ein Epiliergerät im Januar- das ist ungefähr so passend wie ein Bikini im Tiefschnee. Dachte ich. Dabei gibt es gute Gründe, mit dem Epilieren im Winter anzufangen. Zum Beispiel, weil dunkle Härchen auf schneeweißen Beinen besonders auffallen. Oder weil man missglückte Erstversuche im Notfall unter langen Hosen und dicken Socken verstecken kann.

Also los: Der "Silk épil Xpressive" sieht schick aus und glitzert wie ein Eiskristall. Doch die nette Optik kann mich nicht täuschen - ich weiß, was sich dahinter verbirgt. 40 gnadenlose Mini-Pinzetten, die jedes Härchen einzeln beim Schopf packen und herausreißen. Weder die mitgelieferten Feuchttücher, die die Haut kühlen sollen, noch die eingebauten Massagerollen können verhindern, dass es ganz schön ziept. Während das Gerät das Stoppelfeld auf meiner Wade bearbeitet, dröhnt es wie ein Rasenmäher. Wie passend...

Immerhin, der Epilierer lässt sich einfach bedienen. Und die Entwickler haben sich einige Rafinessen einfallen lassen: Eine kleine Lampe an der Unterseite leuchtet das Bein aus, damit auch ja kein Härchen übersehen wird. Außerdem gibt es verschiedene Aufsätze, zum Beispiel einen Präzisionsaufsatz für die Bikini-Zone oder einen extra Rasier-Aufsatz. Dank Akku kommt einem auch kein Kabel in die Quere.

Nach der Prozedur sehen meine Beine aus, als wäre eine Masern-Epidemie ausgebrochen. Überall leuchten feuerrote Punkte, die Haut brennt. Am nächsten Morgen hat sich die Lage zum Glück entspannt. Die roten Punkte sind weg - genauso wie die störenden Härchen. Das wird für die kommenden Wochen so bleiben. Schließlich wurden die Haare an der Wurzel gepackt. Dass eine Epilation kein Zuckerschlecken ist, daran kann auch dieses Gerät nichts ändern. Aber es macht die Sache so angenehm wie möglich und bietet viele nützliche Extras.

Mit knapp 140 Euro ist der "Silk épil Xpressive 7681" nicht gerade ein Schnäppchen. Allerdings hat das Gerät zwei Jahre Garantie und kann wahrscheinlich auch in fünf Jahren noch Haare zupfen, was das Zeug hält. Überlegt man sich, wie viel Geld in dieser Zeit für Klingen, Rasierschaum oder Enthaarungscremes anfallen, könnte sich die Investition irgendwann auszahlen.

Produktinfo

Der "Silk-épil Xpressive 7681" von Braun kostet ca. 140 Euro.

Text: Julia Müller

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