Kleiner Stick gegen große Schmerzen

Ein Blitz aus Schmerzen durchzuckt den Kopf, im Magen flimmert es. Geräusche tun weh, in den müden Augen brennt das Licht: Wer unter Migräne leidet, weiß, wie schlimm die Qual im Kopf toben kann. Der "Migrastick", ein kleiner, unscheinbarer Massageroller des Arzneimittelherstellers Arkopharma, soll die Schmerzen lindern. Wirkt's? Brigitte.de hat es ausprobiert.

Ein "sofortiges Wohlgefühl" verspricht der handliche Roller, der die Migräne mit 100 Prozent reinen ätherischen Ölen besiegen will.

Ganz ohne Schmerztabletten wieder einen klaren Kopf bekommen? Ich bin skeptisch. Die Migräne hat mir schon so manchen Tag versaut: Ich spüre sie kommen, erst dröhnt es dumpf, dann fängt es an zu pochen, schließlich fühlt sich mein Kopf an, als würde er lichterloh in Flammen stehen. Spätestens dann ist normalerweise der Zeitpunkt erreicht, an dem ich nichts anderes mehr tun kann als eine oder zwei Tabletten einzuwerfen, mich ins Bett zu legen, die Fenster zu verdunkeln und mich gesund zu schlafen. Falls ich dieses Programm aus irgendwelchen Gründen nicht einhalten kann - Prost Mahlzeit!

Ich erinnere mich zum Beispiel an meinen Interrail-Urlaub. 20 Kilo Gepäck auf dem Rücken, und als ich das erste dumpfe Dröhnen hinter meinen Schläfen vernahm, waren es noch acht Kilometer Fußmarsch bis zum nächsten Campingplatz. Als wir dort ankamen, konnte ich nicht mehr klar sehen. Alles in mir schrie nach Ruhe. Doch erst musste ich das Zelt aufbauen. Als es endlich stand, war mir kotzübel. Hundelend. Mit Ach und Krach habe ich es noch zur Toilette geschafft. Tschüß, Mittagessen! Anschließend habe ich 16 Stunden geschlafen.

Und jetzt soll mir also der kleine Migrastick helfen? Schick sieht er ja aus: handlich, grünlich-schillernd, passt in jede Handtasche. Doch das ist mir jetzt ziemlich gleichgültig. Kopfschmerzen sind im Anmarsch. In ein, zwei Stunden wird gar nichts mehr gehen. Wenn ich nicht eingreife.

Ich rolle den Stick kreisförmig und mit leichtem Massagedruck über Stirn, Nacken und Schläfen, wie in der Gebrauchsanweisung beschrieben. Fühlt sich gut an. Riecht nach Pfefferminze, ein bisschen wie Kaugummi. Ach, ist tatsächliche Pfefferminze drin. Soll krampflösend wirken. Und Lavendelöl soll Erfrischung bringen.

Die Lotion lässt sich prima verteilen - und wird nach ein paar Minuten angenehm kühl. Für einen Moment denke ich, die Schmerzen werden tatsächlich weniger. Kennen Sie diesen Cool-Effekt, wenn Sie ein scharfes Hustenbonbon lutschen und danach wieder tief einatmen können? So fühlt es sich jetzt in meinem Kopf an. Als würde ein frischer Wind durch mein Gehirn wehen. Das tut gut.

Als ich jedoch aufstehe, ist der Schmerz wieder da. Vielleicht nicht ganz so intensiv wie vorher. Aber immer noch zu bedrohlich, um ignoriert zu werden. Ich greife in meinen Medizinschrank. Ohne meine Migräne-Tabletten werde ich auch heute nicht auskommen. Schade.

Fazit: Es kann sicher nicht schaden, einen Migrastick bereit zu haben - am besten zusätzlich zu den Kopfschmerztabletten Ihrer Wahl.

Der Migrastick (3 ml) kostet rund 5 Euro. Zu bestellen in der Versandapotheke erhältlich.

Tina Halberschmidt
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