Welche Bettwäsche ist im Sommer am besten?

Im Sommer soll Bettwäsche vor allem eines sein: luftig-leicht. Doch welches Material schafft das? Wir verraten euch, auf welche Bettwäsche ihr im Sommer am besten setzen solltet.

Bettwäsche ist nicht gleich Bettwäsche. Während wir es im Winter kuschelig und warm mögen, soll es im Sommer möglichst luftig und kühl sein, damit wir auch bei höheren Temperaturen gut schlafen können.

Denn mit Bettwäsche ist es wie mit Sommer- und Winterklamotten: Wir tauschen sie je nach Saison aus. Aber welche Bettwäsche kühlt im Sommer am besten? Die kuschelige Biber-Bettwäsche lassen wir in den Sommermonaten lieber im Schrank und holen uns stattdessen Bettwäsche aus leichten Materialien ins Bett. Und zwar setzen wir im Sommer bei Bettwäsche auf diese Stoffe:

Renforcé-Bettwäsche

Renforcé ist ein Baumwollstoff, der besonders strapazierfähig und trotzdem weich ist. Bettwäsche aus Renforcé nimmt Feuchtigkeit gut auf und wirkt daher temperaturausgleichend.

Jersey-Bettwäsche

Jersey kennen wir als Stoff, der gern und häufig für T-Shirts und Oberteile genutzt wird. Er wird heute aus einem Mix aus Baumwolle und synthetischen Fasern wie Viskose produziert. Seinen Namen hat der Stoff übrigens von der britischen Insel "Jersey", weil dort der Stoff, eine handgestrickte Maschenware, für die Pullis der Fischer hergestellt wurde.

Jersey ist leicht und elastisch. Er zeichnet sich durch eine hohe Saugfähigkeit aus und wirkt klimaregulierend. Jersey kann man daher gut im Sommer und im Winter als Bettwäsche verwenden. Für die Sommermonate am besten auf Single-Jersey setzen, im Winter auf den dickeren Double-Jersey. Der Vorteil von Jersey: Er ist bügelfrei und macht besonders wenig Aufwand in der Pflege.

Seersucker-Bettwäsche

Seersucker-Bettwäsche sieht wegen seiner gekreppten Struktur auf den ersten Blick immer etwas komisch aus. Aber in dieser Struktur liegt auch der Vorteil bei Seersucker, denn dadurch kann die Luft zirkulieren - und das macht diesen Stoff besonders gut für heiße Sommernächte. Seersucker ist ganz leicht und hat einen Vorteil, der uns sofort überzeugt: Wir müssen ihn nicht bügeln.

Perkal-Bettwäsche

Perkal ist ein qualitativ hochwertiger Baumwollstoff, der in der Regel aus ägyptischer Baumwolle hergestellt wird. Es gibt aber auch Ausführungen, für die normale Baumwolle, Polyester oder eine Kombination aus beiden Materialien genutzt werden. Perkal ist weich und glatt, besonders atmungsaktiv und liegt angenehm kühl auf der Haut.

Leinen-Bettwäsche

Leinen gehört ebenfalls zu den atmungsaktiven Stoffarten und liegt angenehm kühl auf der Haut. Deswegen wird Leinen im Sommer auch gern als Bettwäsche genutzt. Der Vorteil bei Leinen: Er ist robust und langlebig. Und Leinen gibt es nicht nur in seiner typischen Farbe Beige, sondern auch in vielen anderen Farben, weil er sich gut färben lässt. Feuchtigkeit nimmt Leinen gut auf und leitet sie ab. Perfekt für heiße Sommernächte! Leinen sollte im Schonwaschgang gewaschen und nicht zu stark geschleudert vermeiden. Leinen am besten an der (frischen) Luft trocknen und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.

Seiden-Bettwäsche

Seide ist die Königin aller Bettwäsche-Stoffe. Sie glänzt edel und ist unserer Haut am ähnlichsten. Der Vorteil für Hausstauballergiker: Milben haben bei Seide keine Chance. Und auch bei Krankheiten wie Neurodermitis und anderen Hautproblemen sagt man ihr eine heilende Wirkung nach. Seide ist atmungsaktiv und saugfähig und passt deswegen als Bettwäsche das ganze Jahr über, weil sie im Winter warm hält und im Sommer kühl. Wichtig bei Seide: Unbedingt die Pflegehinweise beachten!

Allgemeine Pflegetipps für Bettwäsche:

  • Wichtigster Hinweis: Immer das Pflegeetikett beachten. Es gibt Auskunft darüber, wie heiß die Bettwäsche gewaschen und ob sie im Trockner getrocknet werden darf. Bei einigen Materialien (z.B. Leinen und Seide) muss man bei der Pflege besonders vorsichtig sein.
  • Bettwäsche allgemein nicht zu heiß waschen, damit die Farben länger halten.
  • Bettwäsche im Sommer nach Möglichkeit draußen trocknen. Das ist nicht nur umweltschonender, sondern geht an sonnigen Tagen auch schneller - und die Wäsche riecht danach besonders gut.
  • Bettwäsche bei maximal 60 Grad waschen. In den meisten Fällen reichen auch 40 Grad.

Wie häufig sollte ich meine Bettwäsche wechseln?

Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz eindeutig, denn es kommt immer darauf an, was man im Bett so alles macht. Wer im Bett isst, sollte seine Bettwäsche sicherlich häufiger waschen. Da wir im Sommer - besonders in sehr warmen Nächten - mehr schwitzen, sollten wir die Bettwäsche in diesen Monaten häufiger waschen. "Menschen, die im Schlaf stark schwitzen oder unbekleidet schlafen, sollten die Bettwäsche - sowohl Laken als auch Bett- und Kopfkissenbezüge - mindestens einmal pro Woche wechseln. Für alle anderen ist ein Wechsel in ein- bis zweiwöchigem Turnus ausreichend", empfiehlt der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. auf seiner Seite.

Brauche ich im Sommer überhaupt eine Bettdecke und Bettwäsche?

Ganz ohne geht es jedenfalls nicht. Auch wenn es im Sommer natürlich meistens wärmer ist, sollte man nicht komplett nackt und ohne Decke schlafen, denn das birgt die Gefahr, dass wir uns verkühlen. Wem im Sommer selbst eine Sommerbettdecke zu warm ist, sollte zumindest Bettwäsche zum Zudecken benutzen. Das hat den Vorteil, dass man sich auch gefühlt "einkuscheln" und an etwas festhalten kann.

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