Batik und Stoff färben - so geht's

Stoffe färben sieht öko aus? Von wegen! Zwei Tipps, wie schlichte Stoffe mit Farbe richtig schick werden können: mit Batik und mit Färben in der Waschmaschine.

Die besonderen Muster entstehen durch Zusammenfalten und Abbinden der Stoffe vor dem Färben mit Batikfarbe. Denn dort, wo der Stoff abgebunden ist, kann die Farbe nicht eindringen.

Eine geniale Idee zum Schutz vor indiskreten Blicken

So geht's:

Ein Stück Stoff wird wie eine Ziehharmonika zuerst zu einem Streifen und der Streifen zu einem Quadrat gefaltet, fest mit Gummibändern umwickelt und ins Farbbad gelegt. So bekommen Sie ein Karomuster wie bei der Tasche, die Sie dann im Beutelformat aus dem Batikstoff nähen können. Man kann auch den Stoff der Länge nach zu einem Strang zusammenraffen, fest mit Gummibändern abbinden, und es entstehen nach dem Färben Streifen.

Fürs Batiken gilt:

Probieren, probieren, probieren! Am besten mit Stoffresten. Super: Die Probestücke sind nicht verloren, Sie können sie zu einer tollen Patchworkdecke zusammennähen.

Zum Batiken eignen sich helle Stoffe aus Baumwolle, Seide, Viskose, Leinen, Halbleinen und Polyamid, die mit dunkleren Batikfarben gefärbt werden. Wie's geht, steht in der Gebrauchsanleitung. Beim Kaufen der Farbe aufpassen, dass sie sich auch für Ihr Stoffmaterial eignet. Viel Spaß dabei!

Zutaten zum Batiken:

  • Helle Stoffe aus Baumwolle, Seide, Viskose, Leinen, Halbleinen und Polyamid.
  • Batikpulver, das für Ihren Stoff geeignet ist, und Batiksalz.
  • Damit sich die Hände nicht auch verfärben, sind Gummihandschuhe empfehlenswert!

Schöne Effekte entstehen auch, wenn Sie Stoffe mit Applikationen oder Webmustern färben. Gerade bei großen Stoffstücken sollten Sie fürs Färben unbedingt die Waschmaschine nutzen - nur so verteilt sich die Farbe gleichmäßig und der Stoff wird nicht fleckig.

So geht's

Baumwoll-Jacquard in Weiß, 290 cm breit. Zu bestellen bei Kokon. Sessel: September-Galerie.

Wir haben eine Decke aus Blumen-Jacquard benutzt. Weißer Baumwollstoff ist zum Färben ideal, und das plastische Muster wirkt auf großen Flächen super. Hier haben wir den Stoff in der Waschmaschine mit in Lavendelblau und das Nesselfutter in Mandarin gefärbt und das Prachtstück dann mit einer apfel-grünen Paspel (fertiger Schrägstreifen) eingefasst.

Fürs Färben in der Waschmaschine gilt:

Am besten eignet sich Baumwolle. Auch Mischgewebe können Sie färben, allerdings sollte der Synthetikanteil nicht mehr als 50 Prozent betragen. Je höher der Synthetikanteil, desto schwächer fallen die Farben aus.

Angst um Ihre Waschmaschine brauchen Sie nicht zu haben! Wenn Sie sich an die Packungsanleitung halten, kann nichts passieren, auch Farbreste bleiben nicht zurück.

Nur die fertig gefärbten Stoffe sollten mit ähnlichen Farben gewaschen werden - sie können noch etwas Farbe verlieren.

Fotos: Gaby Zimmermann Produktion: Nina Löwe Text: Ariane Heyduck, Susanne Kohl
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