Hose nähen: Nähanleitung in 5 einfachen Schritten!

Warum immer fertig kaufen, wenn wir vieles selber herstellen können? Wir geben dir eine Anleitung, wie du dir selber eine Hose nähen kannst.

Hose nähen: Vorbereitung

Selbst wenn du bisher wenig Erfahrung im Nähen gesammelt hast – eine Hose zu nähen erfordert keinen Vollprofi!

  • Schnittmuster: Du benötigst nicht unbedingt ein Schnittmuster, wenn du dich an einer bereits vorhandenen Hose orientierst. Ansonsten findest du auch im Internet oder in Modezeitschriften passende Schnittmuster. Schaue einfach, was dir gefällt.
  • Verschluss: Für Einsteiger eignen sich Hosen mit Gummiband, z. B. Leggings, am besten. Reißverschlüsse sind zwar schön zum Tragen, aber das Annähen ist nicht ganz so einfach.
  • Stoffauswahl: Feste Stoffe (z. B. Baumwolle) mit einer Stretch-Funktion eignen sich perfekt zum Nähen. Die Stretch-Funktion sorgt dafür, dass die Hose gut passt und auch bei Dehnung nicht so schnell reißt. Stoffe wie Leinen laufen beim Waschen ein, sodass du sie vor der Verarbeitung schon waschen solltest.
  • Stoffmenge: Lege dir zuerst mal ein Papier-Schnittmuster an. Du kannst dir die bereits vorhandene Hose dafür zurechtlegen.

Tolle Nähanleitungen findest du auch auf Pinterest. Von Leggings bis Jeans – hier findest du viele Anleitungen für perfekte Nähte oder den Umgang mit Nähmaschinen.

Hose nähen: Nähanleitung in 5 einfachen Schritten!

1. Schnitt aufzeichnen:

Zuerst breitest du die Muster-Hose auf dem Stoff aus, sodass vom Stoff nichts übersteht. Seitlich solltest du noch 2 cm Platz für die Nahtzugaben und an Bund und Säumen 5 cm zum Umschlagen lassen.

Jetzt beginnst du, den Schnitt mit entsprechender Kreide auf deinen Stoff aufzuzeichnen. Dies machst du mit Vorder- und Hinterteil beider Hosenbeine. Du kannst auch nur für ein Hosenbein die Aufzeichnungen machen und dieses dann doppelt ausschneiden. Bei einem Schnittmuster überträgst du dieses auf deinen Stoff.

Tipp: Beschrifte die Schnittteile, damit es beim Schneiden nicht zu Irritationen bezüglich vorne und hinten kommt.

2. Versäubern:

Manche Stoffe solltest du noch versäubern, damit sie nicht ausfransen. Dazu gehören zum Beispiel Leinen. Beim Versäubern nähst du in einem Zick-Zack Stil auf der Kante entlang.

3. Zusammennähen:

Jetzt setzt du die beiden Hinterteile übereinander und steckst sie vom Schritt zum Bund mit Nadeln fest. Beginne immer beim Schritt mit Nähen, damit der Stoff dort nicht verschoben ist.

Nun wendest du das Hinterteil mit der Naht nach unten und steckst die vorderen Hosenbeine an die hinteren an. Von der Reihenfolge startest du innen am Schrittbereich und außen am Bund.

Schlüpf jetzt in die Hose und prüfe, ob es so passt, bevor du die vorderen Teile zusammennähst. Nähe erneut vom Schritt nach oben.

4. Länge:

Für die richtige Größe der Hosenbeine die Hose auch nochmal probieren und markieren. Jetzt kannst du die Säume abschließen, indem du die untere Kante doppelt umschlägst. Bei ungleichen Kanten schneide diese vorab zurecht und nähe sie anschließend zu.

5. Gummibund einbauen:

Zum Einfädeln verwendest du die Öffnung in der Seitennaht an der Bundinnenseite. Nimm dir eine Nadel und befestige das Gummiband daran. Das Band kannst du später noch kürzen, falls es zu lang sein sollte. Nähe dann beide Enden vom Gummi zu, sodass es stabil hält.

Keine Lust auf einen Nähkurs? Tolle Nähanleitungen findest du bei uns! Schnittmuster: Kleid selber nähen mit acht luftigen Ideen. Wenn du nicht nur Klamotten nähen möchtest – Brotkorb nähen in fünf einfachen Schritten. Und passend zur Weihnachtszeit zeigen wir dir auch, wie du einen Adventskalender selber machen kannst.

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Tiko

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