Kuscheliges Kissen zum Selbermachen

Ein Kissen mit Beigabe - das hat nicht jeder. Mit etwas Geschick können Sie es selbermachen.

Das Kissen stricken

Sie brauchen: 2 x 50 g Merinowolle in Orchidee (Farb-Nr. 33, Schachenmayr nomotta über Coats GmbH), 2 x 50 g Merinowolle in Natur (Farb-Nr. 02, Schachenmayr nomotta), Stricknadeln in Stärke 4, Wollreste in Fuchsia, Grün und Gelb, Kissenfüllung 35 x 35

So wird's gemacht: Die Wolle beim Stricken doppelt nehmen, damit das Kissen schön kuschelig wird. Ein Drittel der doppelt genommenen Wolle in Natur als Wollknäuel aufwickeln. Mit der übrigen Wolle in Natur 60 Maschen anschlagen und 12 Reihen rechte Maschen stricken.

Damit man den Rahmen erhält, werden die äußeren 6 Maschen mit der Wolle in Natur weiter nur rechts gestrickt. Die Wolle in Orchidee wird in den Hinreihen rechts, in den Rückreihen links gestrickt. Damit die naturfarbene Wolle nicht hinten weitergeführt werden muss, wird mit dem zusätzlichen Wollknäuel gearbeitet. Nach insgesamt 86 Reihen werden wieder 12 Reihen mit allen 60 Maschen in der naturweißen Wolle rechts gestrickt.

Für das Täschchen 20 Maschen anschlagen und 36 Reihen rechte Maschen stricken. Das kleine Strickstück mit der Sticknadel und naturweißer Wolle mittig auf die Vorderseite des Kissens nähen. Für die größere Blüte die fuchsiafarbene Wolle ca. 10-mal um drei gestreckte Finger wickeln und in der Mitte abbinden. Für die kleinere Blüte die Wolle circa 8-mal um zwei Finger wickeln, abbinden und beide Blüten etwas auffächern. In die Blütenmitte einige gelbe Fäden einziehen und sehr kurz abschneiden. Dann die Blüten nach der Abbildung auf das Täschchen nähen.

Mit der grünen Wolle die Blütenstängel und Blätter aufsticken. Die Rückseite genau wie die Vorderseite stricken, nur ohne Tasche und ohne Blumen. Dann die Vorderseite bündig mit der Rückseite vernähen. Ca. 15 cm offen lassen und das Kissen einziehen. Jetzt den Rest vernähen und zuletzt das Lieblingstierchen hineinstecken.

Den Frosch filzen

Sie brauchen folgendes Material:

Für den Frosch Filz - oder Märchenwolle in Hellgrün circa 25 Gramm, in Naturweiß, Dunkelgrün und Gelb je circa 2 Gramm, etwas in Rosa. 1 mittlere (oder grobe) - und 1 feine Filznadel Schaumstoff ca. 20 cm x 20 cm groß und 5 cm dick - oder einen Autoschwamm als Unterlage zum Filzen

Für den Froschschal Wollrest in Beige Stricknadeln Stärke 3 - 3,5

Und so wird der Frosch gemacht:

Das Nadelfilzen einer Figur lässt sich von der Arbeitsmethode am ehesten mit dem Modellieren vergleichen. Nur wird hier die Form aus Wolle - und mit Hilfe einer Filznadel gearbeitet. So können auch beim Nadelfilzen durch Auflegen- und Annadeln von zusätzlicher Wolle Teile der Figur jederzeit vergrößert werden. Schmalere Stellen und Vertiefungen entstehen durch verstärktes Einstechen an der gewünschten Stelle. Es ist dabei sehr hilfreich sich während des Filzens immer wieder den Frosch vorzustellen oder mit den Zeichnungen zu vergleichen.

Die Nadel bitte immer möglichst senkrecht in die Figur einstechen, da sie sonst sehr leicht verbiegt und bricht. Zudem können Sie so gezielter Nadeln und die Gefahr, dass Sie sich stechen ist wesentlich kleiner. Den Frosch während des Bearbeitens auf der Schaumstoffunterlage immer wieder so hindrehen, dass richtig eingestochen werden kann. Zwischendurch die Figur von der Unterlage lösen, da sich die Wollfasern sonst zu fest mit dem Schaumstoff verbinden.

  • Aus circa 13 Gramm der hellgrünen Wolle einen recht festen birnenförmigen "Kegel" als Froschtorso wickeln. Der die ungefähre Größe der gestrichelten Außenlinie haben sollte. Jetzt die Form durch gleichmäßiges Einstechen mit der mittleren (oder groben) Filznadel fixieren. Dabei nicht vergessen den Froschkörper immer wieder zu drehen und so von allen Seiten zu bearbeiten.
  • Wenn eine schöne griffige Form entstanden ist, mit der feineren Nadel durch verstärktes Einstechen an den Froschschenkeln Konturen andeuten. Und auf die gleiche Art einen schönen schmalen Halsansatz herausarbeiten.
  • Aus circa 5 Gramm einen ovalen Kopf mit Hilfe der Vorlagenzeichnung nadeln. Dabei den vorderen Teil des Gesichts etwas schmaler arbeiten und von vorne durch gezielte Einstiche etwas abflachen. Das Köpfchen in der richtigen Position auf den Körper aufsetzen und etwas von der grünen Wolle um die Ansatzstelle wickeln und dann gut festnadeln bis kein Übergang mehr zu sehen ist.
  • Jetzt aus zwei gleichlangen Strängen zwei Arme vorrollen. Dabei am oberen - und unteren Ende der Rollen unbearbeitete Fasern stehen lassen. Aus diesen werden später die Hände gearbeitet und die Ansatzstellen für die Schultern hergestellt. Jetzt durch gleichmäßiges Einstechen rundherum - schöne feste Ärmchen filzen. Zum Herstellen der Hände die unbearbeiteten Wollfasern am unteren Ende des Arms einmal umklappen, so dass sie doppelt liegen und dann flache Halbkreise nadeln. Überflüssige Fasern auf dem Arm festnadeln. An den Händen dann durch Zurückziehen und Feststechen einiger Fasern die "Finger" andeuten.
  • Arbeiten Sie zwei gleiche Körperteile immer parallel, damit diese später die gleichen Proportionen haben.
  • Die Beine werden nach dem gleichen Prinzip und mithilfe der Vorlage genadelt. Sie sind jedoch länger und dicker und haben größere Froschfüße mit nur drei Rundungen.
  • Zum Fertigstellen des Frosches werden die Arme und Beine mit dem Körper verbunden. Dazu suchen Sie dich richtigen Positionen und nadeln die überstehenden Fasern gut an den Körper an.
  • Zwei kleine weiße Kugeln vorrollen und auf der Unterlage vorsichtig zwei Augen nadeln. Diese dann auf dem Kopf fest stechen und mit dunkelgrüner Wolle von hinten halb umkleiden. Mit eher zarten Stichen zwei dunkelgrüne längliche Pupillen aufarbeiten. Dann eine dünne Strähne aus der dunkelgrünen Wolle herausziehen, etwas vorrollen und als lächelnden Mund annadeln.
  • Jetzt etwas weiße Wolle als helles Bäuchlein mit zahlreichen nicht so tiefen Stichen aufnadeln. Auf die gleiche Art das gelbe Hemdchen aufbringen. Die dunkelgrünen Randkonturen, Tupfen und das dreifarbige Herz zuletzt aufarbeiten. Dabei die dunkelgrünen Punkte hübsch ringsum verteilen.
  • Für den Schal sechs Maschen anschlagen und 36 Reihen locker nur mit rechten Maschen stricken und zuletzt abketten.
  • Viel Spaß!

Infos zum Nadelfilzen

Das Nadelfilzen ist eine relativ junge Filztechnik bei der ganz ohne heißes Wasser und Seifenlauge nur mithilfe einer speziellen Filznadel aus farbiger Filzwolle wunderschöne plastische Figuren und Dekorationen hergestellt werden können (wie zum Beispiel der Frosch, der im gestrickten Kissen sitzt). Dazu wird mit der Filznadel, die einige Wiederhaken besitzt auf einer Schaumstoffunterlage immer wieder in die Filzwolle eingestochen, so dass sich die Wollfasern miteinander verhaken und eine feste Form entsteht.

In der Nadelfilztechnik können aber auch vielseitige Applikationen auf verschiedene textile Untergründe wie Filz, Gestricktes und Fleece ganz einfach aufgefilzt werden. Dazu verwenden Sie am besten sogenannte Filz - Märchen- oder Vlieswolle, die es inzwischen von verschiedenen Herstellern im Fachhandel oder im Internet zu kaufen gibt. Die Nadeln gibt es in drei verschiedenen Stärken. Dabei eignen sich die groben Nadeln am besten zum Herstellen von plastischen Figuren und die feinen Nadeln für feine Verzierungen und Applikationen. Die Nadel dabei immer senkrecht einstechen, damit Sie sich nicht stechen und die Nadel sich nicht verkantet und abbricht. Die verwendete Wolle, sollte möglichst kurze Fasern haben, da sich diese besser und schneller miteinander verhaken als bei der stark gekämmten Wolle. Beim Auffilzen der Applikationen wird die Wolle innerhalb der aufgezeichneten Formen ausgelegt und mit der senkrecht geführten Filznadel gleichmäßig über die Fläche verteilt eingestochen. Bis eine schöne einheitliche Oberfläche entsteht. Es kann nach und nach immer wieder Wolle aufgelegt und auch aufgefilzt werden bis die gewünschte Dicke erreicht wird. Die Konturen werden besonders schön und plastisch, wenn die Wolle mit der Nadel erst auf die Linien geschoben und dann festgestochen wird. Neue Farben und zarte Verzierungen werden einfach nachträglich mit vorsichtigen Stichen aufgenadelt. Zwischendurch das Werkstück immer wieder vorsichtig von der Unterlage lösen.

Buchtipp

"Einfach filzen - 20 trendige Projekte" von Margaret Docherty und Jayne Emerson. (Haupt-Verlag)

Suchen Sie Filzobjekte zum nacharbeiten? Wissen Sie nicht, was Sie mit alten Wollpullis anfangen sollen? Liegen im Schrank Wollstoffreste, die verarbeitet werden möchten? Dieses Buch stellt zwanzig Projekte vor, die einfach nachzuarbeiten sind und gleichzeitig durch ihr Design überzeugen.

Ute Krämer
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