Der Hohlsaum

Hohlsaumstickerei wirkt bei Tischdecken, Sets, Servietten und Leinenhandtüchern, aber auch bei Blusen sehr dekorativ. Hohlsaum ist eine Durchbrucharbeit.

Hohlsaumstickerei wirkt bei Tischdecken, Sets, Servietten und Leinenhandtüchern, aber auch bei Blusen sehr dekorativ. Hohlsaum ist eine Durchbrucharbeit. Dafür zieht man entweder Fäden aus einem Stoff heraus oder es werden, mit einem kleinen Abstand, zwei Stoffteile miteinander verbunden.

Hohlsaum mit ausgezogenen Fäden

Dafür sind nur Stoffe mit deutlich sichtbaren einzelnen Gewebefäden geeignet. Kett- und Schussfäden müssen gut herausziehbar sein und möglichst die gleiche Stärke haben, damit die Ecken quadratisch werden. Vor allem Stoffe aus Seide, Leinen und Baumwolle kommen dafür in Frage. Die Anzahl der auszuziehenden Fäden richtet sich nach der Gewebefeinheit: Bei sehr feinen Stoffen müssen Sie für einen 1 cm breiten Hohlsaum sehr viel mehr Fäden ausziehen als bei einem groben. Sollen zwei Hohlsäume an einem Eckpunkt zusammenstoßen, dürfen Sie die auszuziehenden Fäden nicht abschneiden. Sie bleiben stehen und werden später einzeln unsichtbar ca. 1 cm im Gewebe vernäht. Mit geteiltem Sticktwistfaden (1 - 3-fädig) oder dünnem Stickgarn immer 3-6 Längsfäden mit der Nadel zu einem Fadenbündel zusammenfassen. Dann je nach Stoffstärke jeweils 2-4 Gewebefäden tief in den Stoff einstechen. Nun die Stiche nach den jeweiligen Stickzeichnungen ausführen.

Vor dem Fadenausziehen sollten Sie an einem Stoffrest einen Probehohlsaum fertigen, um die beste Breite und Stichstärke für Ihren Stoff auszuprobieren. Die Zahl der gebündelten Fäden und die Stichtiefe sollten optisch gleich sein. In der Regel wird von links nach rechts gearbeitet. Bei zusätzlichen Zierstichen ergibt sich aber manchmal auch die andere Stickrichtung. Beim Sticken eines Hohlsaums kann gleichzeitig ein Saum mit festgehalten werden.

Hohlsaum, der zwei Stoffteile miteinander verbindet

Bei dieser Stickart müssen vorher beide Kanten umgebügelt und geheftet werden. Nun gewünschte Stiche wie gezeichnet arbeiten. Es wird mit geteiltem Sticktwistfaden (2-4fädig) oder mit dünnem Stickgarn gestickt. Die Stiche sollten sehr gleichmäßig ausgeführt werden. Heftfäden zum Schluss herausziehen.

Kathrin Behrens und Ariane Heyduck Fotos: Ortwin Müller und R. M. Nüttgens
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