Der Plattstich

Ganz besondere gestickte Kostbarkeiten entstehen in der Plattstich-Technik. Sie wirkt sehr edel auf glatten Stoffen wie Seide, Leinen und Baumwolle, kann aber auch auf Wollstoffen, Samt oder Frottee ausgeführt werden.

Ganz besondere gestickte Kostbarkeiten entstehen in der Plattstich-Technik. Sie wirkt sehr edel auf glatten Stoffen wie Seide, Leinen und Baumwolle, kann aber auch auf Wollstoffen, Samt oder Frottee ausgeführt werden. Der Plattstich wird bei geraden, länglichen oder runden Formen angewandt, die man als freie Konturzeichnung auf den Stoff überträgt. Hier erfahren Sie, wie man eine Musterzeichnung und Motive auf den Stoff übertragen kann.

Der Plattstich sollte immer in einem Stickrahmen gearbeitet werden. Gestickt wird mit Sticktwist, meist mit geteiltem Faden (2- oder 3fädig). Je feiner Stoff und Zeichnung, desto dünner der Arbeitsfaden. Der Plattstich besteht aus dicht aneinandergelegten Spannstichen, die entweder gerade (Zeichnung 1) oder schräge (Zeichnung 2) die Muster ausfüllen. Bei breiten Motiven bedecken kurze, ineinandergreifende Stiche (Zeichnung 3) die Fläche. Kreise werden von der breitesten Stelle aus zu beiden Seiten hin gearbeitet. Sollen Motive besonders plastisch erscheinen, werden sie zunächst mit kleinen Vorstichen in entgegengesetzter Richtung zum Plattstich unterlegt (Zeichnung 4). Der Plattstich ist einfach zu sticken. Es kommt aber darauf an, die Stiche so gleichmäßig anzuordnen, dass die Oberfläche der Stickerei glatt und seidig erscheint. Die Stiche können von links nach rechts und von oben nach unten ausgeführt werden oder umgekehrt.

Kathrin Behrens und Ariane Heyduck Fotos: Ortwin Müller und R. M. Nüttgens
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