Die Weißstickerei

Die Weißstickerei heißt so, weil sie früher nur mit weißem Garn auf weißem Stoff gearbeitet wurde.

Die Weißstickerei heißt so, weil sie früher nur mit weißem Garn auf weißem Stoff gearbeitet wurde. Charakteristisch für diese Technik sind löchrige Motive und Stege, die - umstickt- ausgeschnittene Musterformen verbinden. Diese Stickart lässt sich gut mit dem Plattstich kombinieren. Sie wird auf Leinen, Halbleinen oder feinen Baumwollstoffen ausgeführt und grundsätzlich in einem Stickrahmen gearbeitet. Hier erfahren Sie, wie man eine Musterzeichnung und Motive auf den Stoff übertragen kann.

Bei der Weißstickerei wird kein Organza benutzt. Gestickt wird mit geteiltem Sticktwist oder dünnem glattem Baumwollgarn. Zuerst alle Konturen des Motivs mit kleinen Vorstichen "nachzeichnen". Anschließend mit kleinen dichten Schlingstichen die äußere Motivform arbeiten. Nun an der inneren Kontur des Musters dichte Schlingstiche jeweils bis zu dem Punkt sticken, an dem ein Steg entstehen soll. Drei Spannstiche (sie liegen auf dem Stoff) von einer Seite zur anderen ausführen, dabei die Fäden nicht zu stramm anziehen. Die Spannstiche mit kleinen Schlingstichen umstechen und weitersticken bis zum nächsten Steg. Die fertige Stickerei von links bügeln. Nun die auszuschneidenden Flächen mit einer scharfen Stickschere vorsichtig dicht an der Schlingstichkante wegschneiden. Die Stege bleiben stehen und verbinden die Musterformen. Bei einem Rundloch die Linie ebenfalls mit Vorstichen nachzeichnen und das Loch kreuzweise einschneiden. Mit einem Pfriem den eingeschnittenen Stoff auf die linke Seite biegen und das Loch mit kurzen, dichten Stichen (Schnurstich) umstechen.

Kathrin Behrens und Ariane Heyduck Fotos: Ortwin Müller und R. M. Nüttgens
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