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Langettenkanten


Eine Kante aus Langettenbögen ist ein schöner Abschluss, zum Beispiel bei einem Kissen mit Weißstickerei. Aber auch ein kleines Taschentuch wird durch eine Langettenkante kostbar.
Langettenkanten

Eine Kante aus Langettenbögen ist ein schöner Abschluss, zum Beispiel bei einem Kissen mit Weißstickerei. Aber auch ein kleines Taschentuch wird durch eine Langettenkante kostbar. Die Bögen werden in gewünschter Länge mit dem Eckmotiv auf Pergamentpapier gezeichnet und auf den Stoff übertragen. Hier erfahren Sie, wie man eine Musterzeichnung und Motive auf den Stoff übertragen kann. Es wird kein Organza verwendet. Beim Aufzeichnen sollten Sie darauf achten, dass über dem höchsten Punkt der Bögen noch gut 1 cm Stoff stehenbleibt: Sie können dann besser sticken. Mit Vorstichen werden die Konturen nachgezeichnet und die Bögen unterlegt, damit die Langetten später plastisch herauskommen.

Als Deckstich arbeitet man jetzt dicht an dicht mit Schlingstichen, die immer über die ganze Bogenbreite gehen: Am Anfang eines Bogens sind sie kurz, zur Bogenmitte hin werden sie immer länger. Die Schlingstichkante liegt auf dem äußeren Bogen. Ist die Stickerei fertig, alles von links bügeln und mit einer spitzen Stickschere den überstehenden Stoff vorsichtig abschneiden. Die abgebildeten Langettenkanten sind alle mit geteiltem Faden (2fädig) gearbeitet. Bei dem Blattmotiv werden die Doppellinien im dichten Schlingstich, die einfachen Linien im Stielstich gestickt. Sie können bei einzelnen Motivteilen die Doppellinien aber auch im Stielstich arbeiten.

Langettenkanten
Kathrin Behrens und Ariane Heyduck Fotos: Ortwin Müller und R. M. Nüttgens

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