Sticktechnik "Smoken"

Beim Smoken wird über gleichmäßige Fältchen gearbeitet. Die Smokstickerei ist sehr dekorativ für Passen und Bündchen bei Kinderkleidern und bei weiten Sommerröcken. Sticken Sie los!

Geeignet fürs Smoken sind alle dünnen Stoffe. Kleinkarierte, gewürfelte und gleichmäßig gepunktete Stoffe erleichtern die Arbeit, weil das Aufzeichnen der Hilfspunkte entfallen kann. Gestickt wird mit Sticktwist, Perlgarn oder dünnem Baumwollgarn.

So errechnet man den Stoffverbrauch: Er richtet sich nach der Fältchentiefe. Im Allgemeinen benötigt man die dreifache Stoffbreite. Für ein fertig gesmoktes Wabenmuster von 10 cm Breite braucht man 30 cm Stoff bei einem Pünktchenabstand von 1 cm. Auf die Stoffhöhe wirkt sich das Muster nicht aus.

Vorarbeiten zum Sticken: Wenn das Muster großflächig werden soll, auf feinkariertem Papier mit Bleistift nach jedem Zentimeter in Breite und Höhe einen Punkt markieren. Feiner wird es, wenn die Abstände sich verringern, auf 0,6 cm oder 0,5 cm etwa. Das markierte Papier auf die linke Stoffseite legen, Schneiderkopierpapier dazwischenschieben (helles für dunklen Stoff, dunkles für hellen Stoff) und alles feststecken. Darauf achten, dass der Fadenlauf waagerecht und senkrecht parallel zu den Karolinien verläuft. Nun mit einem Kugelschreiber kräftig alle bezeichneten Punkte auf den Stoff durchdrücken. Wenn das Karopapier nicht so groß ist wie die Stofffläche, müssen Sie es in Höhe und Breite nochmals genau an die bereits gezeichneten Punkte anlegen und alles wiederholen. Die gepunktete Stofffläche mit umweltfreundlichem Fixativspray besprühen, damit nichts verwischt. Ist der Stoff kariert oder gepunktet, können Sie sich das Aufzeichnen der Punkte sparen: Benutzen Sie die Kreuzungspunkte der Karos oder die Punkte als Markierung.

Sticken: Waagerecht Nähgarnfäden einziehen, dabei nur die Punkte erfassen (Zeichnung 1). Dann den Stoff zusammenziehen. So entstehen die senkrechten Fältchen (Zeichnung 2). Damit sie gut beieinanderbleiben, können die Nähgarnfäden an einer Seite um eine Stecknadel gewickelt werden. Gestickt wird dann auf der rechten Stoffseite von links nach rechts.

Das Wabenmuster wird immer über zwei Reihen in einem Arbeitsgang gestickt. In der obersten Reihe links von der letzten Falte mit der Nadel ausstechen und die rechten beiden Falten mit zwei Stichen zusammennähen. Dann die Nadel unter der rechten Falte durchführen, eine Reihe tiefer wieder ausstechen, diese und die nächste rechte Falte wieder mit zwei Stichen zusammenfassen (Zeichnung 3), unterhalb der rechten Falte wieder nach oben stechen und den Stickvorgang Reihen für Reihen bis zur gewünschten Breite wiederholen.

Verschiedene Muster können mehrfach untereinander gestickt werden. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! So kann zum Beispiel das Wabenmuster in Spitzen auslaufen. Andersfarbiges Stickgarn hebt die Smokarbeit hervor. Zum Schluss alle Nähgarnfäden ausziehen.

Kathrin Behrens und Ariane Heyduck Fotos: Ortwin Müller und R. M. Nüttgens
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