5 typische Anfängerfehler beim Stricken – darauf solltest du achten

Aller Anfang ist schwer und obwohl Stricken Spaß macht, schießen wir vor allem als Anfänger gerne mal über das Ziel hinaus. Wir zeigen dir fünf typische Fehler, damit dir das nicht passiert.

1. Zu wenig Wolle kaufen

Wichtiger als die Grammangabe ist die Lauflänge der Wolle! Vor allem, wenn du ein anderes Material, als in der Empfehlung angegeben, verwendest. Daher solltest du im Vorfeld ausrechnen, wie viele Meter Wolle und nicht wie viel Gramm du für dein Strickstück benötigst.

2. Unpassende Wolle und Nadeln

Wolle gibt es in schönen leuchtenden oder gedeckten Farben, mit Farbverlauf oder uni. Doch wichtiger als die Farbauswahl, ist das richtige Material für dein Strickstück. Sommer- oder Winterkleidung? Muss es strapazierfähig sein oder besonders wärmend? Diese Wolle und Garne und deren Eigenschaften solltest du kennen:

  • Merinowolle stammt von der Schafrasse Merino und ist dünner als herkömmliche Schafwolle. Sie ist atmungsaktiv und trocknet schnell und ist besonders geeignet für Schals, Mützen, Armstulpen und Kinderkleidung.
  • Alpakawolle ist weich, strapazierfähig, feuchtigkeitsabweisend und vor allem hält sie warm, weshalb sie für Winterkleidung hervorragend ist!
  • Mohairwolle stammt von der Angoraziege ist sehr fein und weich und eignet sich für Schals, Socken, Pullover und Mäntel.
  • Kaschmirwolle ist sehr fein und wärmend, sie ist daher perfekt für das Stricken von Pullovern und Mützen.
  • Chenille ist sehr weich und samtig, aber nicht sehr strapazierfähig. Daher eher für Mützen, Schals, aber auch für Kleidung wie Pullover verwenden.  
  • Leinengarn ist atmungsaktiv und weich. Damit gelingen vor allem leichte Stücke für den Sommer, wie z. B. Tops.
  • Hanfgarn ist deutlich robuster und daher passt es für z. B. (Einkaufs-)Taschen.

Noch mehr Tipps findest du im Artikel: Welche Wollarten gibt es?

Abhängig von deiner Wolle sind auch die passenden Nadeln! Auf den Stricknadeln ist eine Stärke angegeben, die zur Wolle passen müssen. Auf der Banderole deiner Wolle ist in der Regel eine Empfehlung des Herstellers für eine Nadelstärke angegeben. Denn nur mit der passenden Größe erzielst du ein gleichmäßiges Ergebnis.

3. Maschenprobe weglassen

Ja, die Maschenprobe macht keinen Spaß, aber ... damit stellst du einfach sicher, dass dein Strickstück auch die richtige Größe hat. Vor allem wenn du mit neuen Nadeln oder einem neuen Garn arbeitest. Denn du willst sicherlich nicht, dass dein Pulli nach langer Arbeit am Ende nicht die richtige Passform hat – ein nachträgliches Korrigieren ist nämlich nicht möglich.  

4. Arbeitsfaden falsch halten

Hältst du den Arbeitsfaden zu locker, werden auch deine Maschen zu locker und zu groß. Im gegenteiligen Fall, du hältst den Faden zu straff, sehen deine Maschen zu klein aus. In diesem Video zeigen wir dir, wie du am besten den Faden halten kannst.

5. Maschen nicht richtig abketten

Damit das Strickstück am Ende richtig fein aussieht, sollten die Maschen nicht zu stramm abgekettet werden. Andernfalls könnte es passieren, dass sich dein Rand zusammenzieht – und dein Strickstück oben schmaler wird. Wie du richtig abkettest, erfährst du in dieser einfachen Anleitung: Maschen abketten.

Videotipp: So gesund ist Stricken

Stricken ist gut für deine Gesundheit
jd
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