Trockenfilzen: So gelingt die Technik!

Trockenfilzen ist eine tolle Technik, um kleine Accessoires und Geschenke zu kreieren. Wie die Technik funktioniert und wie du Filztiere selber machen kannst, erfährst du im Video!

Trockenfilzen: Filztier
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Trockenfilzen: Wie funktioniert die Technik?

Beim Trockenfilzen (oder auch Nadelfilzen genannt) handelt es sich um eine Technik, Wolle zu verfilzen und in Form zu bringen. Für die Technik wird eine Filznadel benötigt. Diese spezielle Nadel ist mit kleinen Widerhaken ausgestattet und wird immer wieder in die Filzwolle gestochen. Dadurch verhaken die Wollhaare miteinander und verdichten sich zu einem festen Filz. Im Unterschied zum Nassfilzen wird dabei weder Seifenwasser noch Reibung benötigt.

Trockenfilzen: So geht's!

Du brauchst:

  • Filzwolle: spezielle Filzwolle zum Nadelfilzen (auch Märchenwolle genannt)
  • Filznadel: für grobe Arbeiten eine grobe Nadel mit der Stärke 32 bis 36 verwenden; feine Arbeiten gelingen dagegen mit einer Nadelstärke von 40 bis 42
  • Schaumstoff-Unterlage: mindestens 3 bis 4 cm dick; alternativ ein größerer Schwamm
  • Unterlage für den Arbeitsplatz

Trockenfilzen: Wie filzt man eine Form?

Während beim Nassfilzen die Filzwolle mit Seifenwasser und kreisender Handbewegung gefilzt wird, ist beim Trockenfilzen nur die Wolle und die Filznadel notwendig:

  1. Um die Wolle in Form zu bringen, zupfst du dir zuerst entsprechend viel Wolle ab. Achtung: Durch den Filzprozess zieht sich die Wolle zusammen, daher wird dein Filzstück später ein Drittel an Volumen verlieren – beachte dies bei der Wollmenge, die du verwendest.
  2. Bringe die Wolle mit deinen Händen in Form: Du musst lediglich die Grundform definieren, alles Weitere lässt sich später mit der Nadel korrigieren.
  3. Lege anschließend die Filzwolle auf die Filzunterlage und halte mit der linken Hand die Form fest. Anfänger können das Filzstück mit einem Zahnstocher auf der Filzunterlage fixieren. In die rechte Hand nimmst du die Filznadel und stichst immer wieder in die Form hinein. Achte auf deine Finger: Damit du dich nicht verletzt, solltest du immer gerade in die Wolle einstechen! Beginne an einer Stelle und arbeite dich vor – du wirst sehen, wie die Wolle sich verdichtet und immer fester wird.
  4. Um Vertiefungen einzuarbeiten, drückst du die Wolle an der jeweiligen Stelle etwas ein und arbeitest mit der Nadel nach. Umso mehr Stiche du setzt, desto stärker zieht sich die Wolle an der jeweiligen Stelle zusammen. Für Rundungen wird die Filzwolle von der Rundung weg hin zum mittleren Teil der Form gezogen und die Rundung mit der Nadel nachgearbeitet.
  5. Am Schluss wird die gesamte Form mit kurzen Nadelstichen rundherum nachgearbeitet. Sollten Unebenheiten oder Löcher entstanden sein, gleichst du sie mit etwas Filzwolle aus. Die Filzwolle sollte sich gleichmäßig überall zusammengezogen haben.

Trockenfilzen: Teile zusammenfilzen

  • Figuren und Tiere lassen sich einzeln zusammensetzen. Dafür musst du dir vorher lediglich überlegen, wo die jeweiligen Teile zusammengefügt werden. An dieser Stelle lässt du einen Teil der Wollfasern unverfilzt oder ziehst diesen Bereich notfalls wieder etwas auseinander.
  • Nun legst du die Teile aneinander, drückst sie zusammen und filzt mit der Nadel die Verbindungsstelle von allen sichtbaren Seiten. Dabei musst du mit besonders dichten Stichen arbeiten, damit die Figur am Ende gut zusammenhält. Bei Bedarf kannst du mit etwas zusätzlicher Wolle in diesem Bereich nacharbeiten.

Trockenfilzen: Farben auffilzen

  • Um Muster, Schrift oder Effekte aufzufilzen, zupfst du dir etwas farbige Filzwolle ab und bringst diese mit den Händen in Form beziehungsweise zwirbelst die Wolle etwas, um schmale Linien zu erzeugen.
  • Anschließend wird die Wolle auf das Filzstück gelegt und mit ein paar kurzen Stichen festgefilzt. Für diese Technik eignen sich besonders sehr feine Nadeln.

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Brigitte

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