Wie man Do It Yourself-Projekte auch wirklich beendet

UFOs: So beendet ihr offene DIY-Projekte auch wirklich

Jeder, der sich schon mal einer kreativen Herausforderung gestellt hat, kennt das: Die Motivation geht von jetzt auf gleich flöten. Wie das alte Projekt doch noch zum Abschluss kommt, verrät unsere DIY-Kolumnistin Amber Riedl von unserem Kooperationspartner Makerist.de.

In der Handarbeitsszene, in der ich mich täglich durch meine Arbeit bei Makerist bewege, werden halbfertige Projekte mit Augenzwinkern als "UFOs" - (Unfinished Objects) - bezeichnet. Und die sind keineswegs selten: Fast jeder hat mindestens zwei davon irgendwo herumfliegen, am besten noch ganz hinten in einem Regal verramscht.

Ich selbst bin nicht anders: Da gibt es die Kosmetiktasche aus Korkstoff, die ich einer Freundin zum Geburtstag schenken wollte und für die ich schon alle Teile ausgeschnitten hatte, um sie jetzt fleißig Staub sammeln zu lassen. Dann die Laptoptasche, die ich einer ehemaligen Mitarbeiterin zum Abschied schenken wollte, die Strickjacke, die nur zur Hälfte gestrickt wurde, weil es draußen schon warm wurde und die Mütze, die noch an die Nadeln hängt, weil die Vernähnadel verschwunden ist ...

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Frühjahrsputz - nicht nur für Kleider, auch für UFOs

All diese Projekte liegen in meinem Kleiderschrank, und selbst wenn ich nicht direkt hinschaue, beschleicht mich doch immer ein unterschwelliges Schuldgefühl, wenn ich in ihrer Nähe nach einem Kleidungsstück wühle. Mein neuer Plan lautet deshalb: Frühjahrsputz nicht nur für die Kleider, sondern auch für UFOs! Die werden jetzt nämlich endlich vollendet, im halbfertigen Stadium an Interessenten verschenkt oder ganz radikal - rausgeschmissen. Klarheit im Konmari-Style!

Natürlich ist es mir am liebsten, die meisten Projekte fertig zu bekommen. Denn bei allen Motivationsfaktoren des Handarbeitens ist das Glücksgefühl bei der Fertigstellung mit Abstand der Größte. Und in unserem digitalen Alltag, in dem keine Aufgabe mehr ein konkretes Ende hat, ist so ein vollkommen abgeschlossenes Projekt etwas unglaublich Wohltuendes.

Hier sind meine 5 Tipps, wie UFOs wirklich fertig werden:

1. Abkürzungen nehmen!

Beim Stricken bietet es sich gerade für Anfänger an, mit dickem Garn zu starten, um sich schnell über einen Erfolg freuen zu können. Wer eine Anleitung für dünnes Garn vorliegen hat, findet zum Beispiel im Video-Kurs zum Umrechnen von Strickmustern für unterschiedliche Woll- und Nadelstärken Abhilfe. Im Nähbereich neigen viele dazu, PDF-Schnittmuster zu hamstern und am Ende nie umzusetzen. Hier lohnt es sich, ein paar Euro in ein fertiges A0-Schnittmuster zu investieren und sich Stunden des Ausdruckens, Ausschneidens und Zusammenklebens zu sparen.

2. Alle Materialien beisammen haben!

Vor Start eines Projekts ist eine Einkaufsliste für Material (zum Beispiel über die Wunschliste bei Makerist, in Form eines Pinterest-Boards oder ganz oldschool im Notizblock) Gold wert. Sehr oft, wenn ich loslegen oder weiter werkeln will, fehlt mir ein Teil des Materials oder ein spezielles Werkzeug. Eine Grundausrüstung für das Lieblingshobby hilft natürlich enorm. Wir haben zum Beispiel bei Makerist ein Nähset für Anfänger, sodass man die wichtigsten Items schon zu Haus hat.

3. Nicht vor Hürden scheuen!

Oft ist es ein minimaler technischer Kniff, der mich an einem Projekt scheitern ließ. Dabei lassen sich gerade beim Nähen viele Lücken ruckzuck schließen. Schnelle Abhilfe im Nähbereich schafft zum Beispiel unsere Nähschule: Hier werden in kürzester Zeit Techniken wie das Einnähen eines Reißverschlusses oder Falten nähen erklärt.

4. Positive Druckmittel aufbauen!

Soll das Projekt ein Geschenk für einen lieben Menschen sein? Oder zu einem bestimmten Anlass ausgeführt werden? Dann einfach genau diese Vorfreude ständig vor Augen halten! So lässt sich auch der innere Schweinehund bewältigen.

5. Ans Futter für den Feed denken!

Was auch Freude macht? Natürlich der Welt zu zeigen, was man alles kann! Mag nicht der edelmütigste Gedanke sein, doch die heimlich-kribbelnde Vorfreude, sein Werk schon bald stolz in seinen sozialen Netzwerken präsentieren zu können, lässt die kreative Arbeit gleich noch etwas leichter von der Hand gehen – weiß ja schließlich keiner, wie lange die Geschichte wirklich schon liegt.

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