Meine Katze ist verrückt!

Sie belauern einen, während man sich die Wimpern tuscht, fahren auf dem Staubsauger durch die Wohnung und sind unwiderstehliche Schauspieler: BRIGITTE.de-User über verrückte Katzen und andere Haustiere.

"Mein Kater sitzt jeden Morgen neben mir, wenn ich meine Wimpern tusche, und wartet auf das Wattestäbchen, das ich zum Korrigieren meines Werks benutze. Da gibt es kein Entkommen für mich. Wehe, ich enthalte es ihm vor. Er hüpft dann immer nach dem Teil, wenn ich es ihm hinhalte, das ist sein Morgensport." (Mondschaf)

6 Tipps: So freundest du dich mit einer Katze an

"Mein erster Hund hat gelernt, sich so einigermaßen mit der Hauskatze anzufreunden. Zusammen haben die beiden Küchenschränke aufgehebelt. hat mit ihrer zierlichen Tatze die Tür ein kleines Stück aufgezogen, Hund neben ihr hat in diesen Spalt schließlich seine dicke Schnauze gesteckt und die Tür so aufgestoßen. So kamen sie dann an den Trockenfutter- Jackpot. Und auch da waren sie sich über die Verteilung einig: Katze hat sich mit dem Hundefutter vergnügt, Hund mit den Brekkies." (Wildebeest)

"Nach wie vor schleicht sich Madame Hund gern heimlich auf das knallrote Bigsofa - und gibt schauspielerisch auf Oscar- Niveau den völlig verpennten Hund auf dem Hundekissen, das wohl im Affenzahn aufgesucht wird, sobald die Haustür geht, während die tiefe, weiß verhaarte Liegebeule auf dem Sofa noch Körpertemperatur hat. Aber sie weiß ja, dass man Hunde nur schimpfen darf, wenn man sie in flagranti erwischt, gelle?!" (Mittwoch)

"Meine Katze spielte hingebungsvoll mit einem alten Lammfellrest, der sich irgendwann in nichts auflöste. Also habe ich als brave Katzenmama neue echte Lammfellreste gekauft, mich in stundenlanger Arbeit hingesetzt und daraus Bällchen und Mäuse genäht, alles in feinster Handarbeit mit winzigsten Stichen (ich, die sonst alles weggibt, was genäht werden muss). Anschließend habe ich den Kratzbaum damit dekoriert. Und was macht das Mistviech? Sitzt maulend vor dem Kratzbaum und weigert sich, den überhaupt mal zu beklettern. Erst als ich die Lammfellsachen weggetan habe, hat sie sich bequemt, ihn wieder zu benutzen. Und dabei ist es geblieben, Lammfellspielzeug auf dem Kratzbaum = motzende Katze." (Blanka)

"Ich hatte mal einen Kater, der im Sommer immer Grillen im Schlafzimmer versteckt hat. Er hat sie lebendig gefangen, ins Haus getragen und mit Vorliebe im Kleiderschrank versteckt. Nachts hat uns das Grillen-Gesumme derart verrückt gemacht, dass wir natürlich auf die Jagd gegangen sind - er fand es superklasse, uns beim Grillenjagen zuzusehen. Er wusste auch, wie man am besten Vorräte für schlechte Zeiten anlegt: Brot vom Kühlschrank klauen und hinter dem Sofa verstecken. Beim Frühjahrsputz haben wir dort dann viele leere Packungen wiedergefunden . . . " (Wildebeest)

"Mein Hund hat eine neue Macke und ich einen blauen Fleck im Gesicht: Ich habe ihm einen Kong gekauft (eine Plastikkugel, die man mit Futter befüllt, das dann nach und nach herausfällt, wenn der Hund damit spielt; Anm. d. Red.), weil der Herr sich sein Futter ein klein wenig erarbeiten soll . . . Gestern und heute konnte ich ein wenig länger schlafen als sonst, und was passiert? Der Hund wirft mir den Kong ins Bett. Heute Morgen hat er direkt den Wangenknochen getroffen, der jetzt in einem netten Veilchenblau blüht." (alissa 67)

"Mein Kater, 7, trinkt von Anfang an nur aus dem Wasserhahn in der Badewanne. Wann immer er Durst hat, ruft er lautstark vor der Badezimmertür sitzend nach mir, damit ich den Wasserhahn auf 'Rieseln' einstelle. Dann braucht es noch einige Überredung - so in der Art: ,Nun mach hopp, du bist schon groß, du kannst das', dabei verlangt er nach ausgiebigen Streicheleinheiten, und dann stürzt er sich wagemutig in die Wanne." (Theophanu)

"Mein Sohn hatte einen Maine Coon - ein prächtiger Kater, Groucho hieß er. Der setzte sich auf den Motor des Klopfers des Vorwerk-Staubsaugers und ließ sich durch die Wohnung fahren. Er kam angewetzt, sowie der Staubsauger angeworfen wurde, aber nur, wenn der Klopfaufsatz dran war, das hat er gehört." (Quidam)

Als unser Minischwein Klößchen noch ein zartes Ferkel war, hab ich ihn abends ins Haus geholt und er durfte im Badezimmer übernachten. Er kuschelte sich auch ganz schnell in sein Körbchen, grunzte mir noch ein freundliches "Gute Nacht" zu und verschwand artig unter seiner Decke, meistens. Aber an einem Samstag, früh um 4, wurde ich durch einen schrillen sehr lauten Ton geweckt. Ich schreckte hoch, konnte mir dieses Geräusch nicht erklären und sprang aus dem Bett. Mein Hund, der sicherheitshalber mit im Schlafzimmer schlief, stürzte aufgeregt mit mir die Treppe nach unten. Der Ton wurde immer schriller, höher, lauter. Klößchen!! Aber was könnte ihm im Bad passiert sein? Er war nicht im Körbchen - aber davor lag die Jeans meines Sohnes, prall gefüllt!!! Klößchen hatte seine eigenen Vorstellungen von kuscheligen Schlafgelegenheiten und nahm alles mit, was erreichbar war, um sein Nest gemütlicher zu machen.So landeten oft alles,was nicht hoch genug hing oder sich umkippen ließ, in seinem Nest. Und in Hosen kann schwein ja auch prima reinkrabbeln, oder besser gesagt, rein robben. Nur konnte er ja nicht wissen,dass Hosenbeine unten enger werden. So steckte er wie eine Presswurst im Hosenbein fest und schrie und schrie. Da war kein Zipfel zum ziehen oder schütteln, Klößchen steckte fest. Mit einem Messer schnitt ich schnell das Hosenbein auf, Klößchen kletterte heraus und beruhigte sich wieder, schüttelte sich kurz, schlapperte ein bisschen Wasser und verschwand mit einem Grunzen wieder in seinem mit Handtüchern vollgestopften Korb. Für mich war die Nacht vorbei, mein Blutdruck kurz vor der Schallgrenze, Klößchen wieder glücklich und mein Sohn bekam eine neue Jeans. (Pinkizem)

Unsere Katze Onde kümmerte sich um unsere Post. Wir hatten zwei Büros, die Katze schlief im Eingangskorb meines Mannes, in meinem Ausgangskorb. Wir hatten die Angewohnheit, A 5- ToDo-Zettel zu schreiben und dem anderen auf den Schreibtisch zu legen. Mit der Anstellung der Katze war das vorbei. Die griff sich nämlich jeden rumliegenden Zettel und verschleppte ihn. Wir fanden Zettel im Komposthaufen, im Katzenklo, auf dem Couchtisch bzw. Esszimmertisch ein Stockwerk höher, in unserem Bett. Und immer mit einem Stempelloch des Eckzahnes. Bis wir dahinterkamen, haben wir uns gegenseitig der Amnesie verdächtigt. Sie brachte uns also Ordnung bei. (Quidam)

Ein Kater durchkreuzt nachts unseren Garten, jede Nacht um die gleiche Zeit. So um 01.40 Uhr. Das regt unseren armen Hund über die Maßen auf. Denn dieser Kater steuert mit grandioser Sicherheit immer die Knochenverstecke des Hundes an (das konnte man bei all dem Schnee immer gut sehen). Hund bellt sich die Seele aus dem Leib, ich stehe senkrecht im Bett, kann keinen Einbrecher entdecken, Hund will unbedingt und sofort und auf der Stelle in den Garten. Nein, nicht den Kater jagen, einfach nur sicherstellen, dass der neugierige Kater seinen Knochen nicht geklaut hat... Diese Aktion ist dann immer um 01.55 Uhr zu Ende. Hundi sinkt erschöpft in seinen Korb und schnarcht weiter, und ich bin hellwach. (wildebeest)

Unser Kater hat die dumme Angewohnheit, dass er erst nach unserer Erlaubnis anfängt zu fressen. Unter der Woche ist das kein Problem, da stehe ich ja früh genug auf. Am Wochenende kommt dann irgendwann das Gemaunze, das signalisiert: "ich habe Hunger!". Wer dann aufsteht, ist meist etwas entnervt, weil der kleine Kerl eigentlich noch jede Menge bereit stehendes Trockenfutter hätte. Er will ja nur die Erlaubnis, es auch zu fressen. Was er dann auch tut. Danach dürfen wir auch weiter schlafen. (Lili73)

Ein Artikel aus BRIGITTE 10/10 Foto: Getty Images
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