Mein Hund frisst nicht – was kann ich tun?

Dein Hund frisst nicht? Das kann unterschiedlichste Ursachen haben! Und keine Sorge – es ist nicht immer bedenklich. Wir verraten, wann du zum Tierarzt gehen solltest. 

Hund frisst nicht: 6 mögliche Gründe

  • Stress
  • Medizinische Ursachen
  • Falsches Futter
  • Dominanzverhalten
  • Hohes Alter
  • Läufigkeit

1. Zu viel Stress

Hunde sind sensibel und können wie auch wir Menschen Stress empfinden. In folgenden Stresssituationen kommt es häufig zur Appetitlosigkeit beim Hund: 

  • Lärm (beispielsweise an Silvester)
  • Umgebungswechsel durch einen Urlaub oder gar einen Umzug
  • Scheinträchtigkeit
  • Ein neues Familienmitglied (sowohl Mensch als auch Tier)

Diese und andere Stressfaktoren lösen nicht nur Unruhe, sondern häufig auch Appetitlosigkeit aus. Diese psychischen Leiden kannst du reduzieren, indem du mit ihm beispielsweise längere Spaziergänge zur Ablenkung einlegst und dem Hund danach Ruhe gönnst.

2. Medizinische Ursachen können den Appetit senken

Hat der Hund wenig Appetit, kann das auch mit Schmerzen oder Krankheiten zusammenhängen. Fieber beim Hund ist auch möglich. Außerdem können folgende medizinische Ursachen der Grund für die Appetitlosigkeit sein:

  • Verdauungsstörungen, Erbrechen, Durchfall
  • Schmerzen im Maul (hier können Karies, abgebrochene Zähne oder andere Zahnschäden die Gründe dafür sein)
  • Krankheiten wie u.a. Infektionen, Organerkrankungen, Schilddrüsenfehlfunktion, Nierenprobleme, Krebs

3. Falsches Futter

  • Nach einem Futterwechsel können dem Hund bestimmte Zutaten nicht schmecken und demnach frisst er sein Hundefutter nicht mehr auf. Manchmal hilft es, etwas ungesalzene Fleischbrühe oder einen Löffel Magerjoghurt zum Futter hinzuzugeben. 
  • Wenn du deinem Hund zu viele Leckerlis gibst, ist es logisch, dass er seinen Napf nicht leer frisst. Mit Leckerlis solltest du es nicht übertreiben, schließlich sollen sie eine Belohnung sein und etwas Besonderes bleiben.

Fütterungs-Tipps:

  • Generell solltest du feste Fütterungszeiten einhalten.
  • Vermeide das Füttern mit Essensresten. So wird dein Hund nur wählerisch beim Fressen.
  • Stelle das Futter außerdem nicht immer um, sondern halte einen festen Platz ein und lass ihn dann dort ungestört fressen. 

4. Dominanzverhalten

Hunde sollten getrennt voneinander gefüttert werden. Fühlt sich dein Vierbeiner einem anderen Hund im Haus unterlegen, weicht er dem Futternapf aus. Also schön nacheinander oder eben direkt getrennt voneinander fressen lassen. 

5. Hohes Alter 

Auch bei Hunden ändern sich die Essgewohnheiten mit steigendem Alter. Er verbraucht weniger Energie und nimmt deshalb auch weniger zu sich. Gib ihm also nicht mehr die gleiche "große Portion". Nicht nur eine Senioren-Portion ist wichtig, sondern auch das Futter an sich. Es gibt spezielle Senioren-Futter. Tipp: Da sich auch das Geruchsempfinden verändert, hilft es meist das Futter zu erwärmen. 

6. Läufigkeit

Hormonelle Umstellungen können sich ebenfalls auf die Nahrungsaufnahme auswirken. In der Läufigkeitsphase kann es zur Appetitlosigkeit kommen, wenn der Rüde eine läufige Hündin riecht. Aber auch Hündinnen lassen sich in dieser Phase schnell vom Fressnapf ablenken. Wenn sich das Allgemeinbefinden der Hunde in dieser Zeit ansonsten nicht verschlechtert, musst du dir keine Sorgen machen, sondern einfach nur abwarten. 

Hund frisst nicht: Wann muss er zum Tierarzt?

Natürlich denken viele: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zum Tierarzt. Generell ist es wichtig, zu erkennen, warum der Hund nicht frisst. Achte auf sein Verhalten. 

  • Wenn du davon ausgehst, dass sein Essverhalten am Futterwechsel liegt, kannst du dieses mit Hilfsmitteln wie Jogurt oder Quark aufpeppen.
  • Sollte die Appetitlosigkeit aufgrund von Stress einhergehen, solltest du für Ablenkung und Entspannung sorgen. 
  • Kommen Krankheitssymptome wie Erbrechen, Durchfall und Fieber auf, solltest du einen Tierarzt aufsuchen. 

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