Katze einschläfern: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Die eigene Katze einschläfern zu lassen, ist eine schwierige Entscheidung. Wann es aber wirklich sinnvoll ist, erfährst du hier.

Katze einschläfern: Einführung

Unser Haustier gehört zur Familie und ist uns eng ans Herz gewachsen. Wenn es in die Jahre kommt und die Beschwerden sich häufen, stellt sich irgendwann die Frage, ob du das geliebte Tier einschläfern lassen solltest.

In diesem Artikel wollen wir aufzeigen, in welchen Situationen du über diese schwere Entscheidung nachdenken solltest. Zudem helfen wir dir, dich auf den Termin beim Tierarzt einzustellen und mit dem Verlust der Katze umzugehen.

Katze einschläfern: Die Entscheidung fällen

  • Essverhalten: Wenn die Katze aufgrund von Schmerzen das Essen einstellt oder dieses schnell wieder erbricht, verliert sie schnell an Gewicht und kommt in einen Zustand, der sie sehr leiden lässt.
  • Gewicht: Der sogenannte Body-Condition-Score kann dir helfen, den Zustand der Katze einzuschätzen. Dieser reicht von 1 (abgemagert, Rippen stechen hervor) bis 5 (dicke Fettschicht). Normal ist ein Wert von 3 (Rippen spürbar, aber nicht sichtbar). Wenn deine Katze auf Level 1 angekommen ist, kann das Einschläfern eine Erlösung sein.
  • Trinkverhalten: Eine alte Katze hat einen erhöhten Trinkbedarf, da die Nierenfunktion nicht mehr optimal arbeitet. Wenn die Katze nicht mehr selbstständig zum Wassernapf laufen kann und das Trinken vernachlässigt, besteht die Gefahr, dass sie dehydriert und sich Giftstoffe ausbreiten, die nicht ausgespült werden.
  • Pflege: Katzen sind stolze Tiere, die viel Wert auf Körperpflege und Sauberkeit legen. Wenn sich deine Katze selbst mit Fäkalien beschmutzt oder ihr Fell nicht mehr pflegt, dann solltest du zumindest mit dem Tierarzt über Schmerzmittel bei eventuellen Beschwerden reden.
  • Ausruhen: Katzen haben ein hohes Bedürfnis nach Ruhe und Schlafen. Wenn die geliebte Katze Schmerzen hat, macht sie das meist über ihren unruhigen Schwanz bemerkbar. Falls die Katze sich gar nicht mehr ausruhen kann, solltest du über die Entscheidung zum Einschläfern definitiv nachdenken und mit dem Tierarzt darüber sprechen.
Katze, krank

Katze einschläfern: Gespräch mit dem Tierarzt

  • Die finale Entscheidung sollte immer in Absprache mit deinem Tierarzt getroffen werden. Im Idealfall kennt er dein Tier schon seit Jahren und kann genau einschätzen, wann der Zeitpunkt zum Einschläfern gekommen ist.
  • Gerade wenn die Schmerzen erst seit Kurzem da sind, wird der Tierarzt auch andere Möglichkeiten in Betracht ziehen, bevor es zum letzten Schritt kommt.
  • Denke daran, dass der Tierarzt das Wohl der Katze im Sinn hat und nicht leichtfertig eine Entscheidung trifft. Letztendlich entscheidest du dich dafür oder dagegen, aber auch du bist wahrscheinlich am Wohl deiner Katze interessiert und möchtest ihr ein unwürdiges Leben ersparen.

Katze einschläfern: Vorbereitung

Wenn du dich für den schweren Schritt des Einschläferns entschieden und einen Termin beim Tierarzt vereinbart hast, solltest du dir etwas Zeit nehmen und darüber nachdenken, was mit deinem Tier danach passieren soll.

Du kannst deine Katze im Garten vergraben oder sie von einer Tierkörperbeseitigungsanstalt (TBA) abholen lassen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, die Katze auf einem Tierfriedhof bestatten zu lassen.

Katze einschläfern: Ablauf

  • Viele Tierärzte bieten das Einschläfern auch in der natürlichen Umgebung deiner Katze, also bei dir zu Hause an. So bleibt dir und dem Tier der unbequeme Weg in die Praxis erspart.
  • Der Tierarzt verwendet eine Narkose bzw. ein Schlafmittel, sodass deine Katze friedlich einschlafen kann. Während der Prozedur kannst du deine Katze streicheln und beruhigen, um ihr die Ängste zu nehmen und dich gleichzeitig zu verabschieden.
  • In der Regel dauert das Einschläfern mit Narkose 15 bis 30 Minuten, je nachdem wie ruhig sich das Tier verhält.

Katze einschläfern: Die Zeit danach

  • Nimm dir Zeit, nach dem Prozedere Abschied von deiner Katze zu nehmen. Eine Kerze oder ein schönes Foto von deinem Haustier können dabei helfen. Schäme dich nicht für Tränen.
  • Räume am besten zeitnah alle Utensilien, die dich an die Katze erinnern, zur Seite. Der Verlust von einem Menschen oder Haustier benötigt immer Zeit und du solltest nicht jeden Tag an den vorherigen Alltag mit dem Tier erinnert werden.
  • Natürlich stellt sich für viele auch die Frage nach einem neuen Haustier. Gerade ältere Menschen haben oft weniger Kontakt mit anderen Personen und haben sich an die geliebte Katze geklammert. Im Idealfall lässt du dir noch ein wenig Raum zur Trauer und Verarbeitung, bevor du dir eine neue Katze oder ein anderes Haustier anschaffst.

Deine Katze ist krank? Was du tun kannst, wenn die Katze beißt oder deine Katze hustet, erfährst du hier.

Wenn du dich mit einem anderen Besitzer einer Katze oder allgemein über Haustiere austauschen möchtest, schaue mal in unserer BRIGITTE Community vorbei.

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