Katze zugelaufen? Das ist zu tun

Dir ist eine Katze zugelaufen? Darfst du sie behalten? Das und mehr klären wir hier. 

Eine zugelaufene Katze darf man ja behalten. Oder? Was du tun musst, wenn dir eine Katze zugelaufen ist und woran du einen Streuner erkennst.

Freigänger oder Streuner?

Eine Katze, die auf deiner Terrasse oder in deinem Garten vorbeischaut, ist noch lange kein besitzerloses Haustier. Sogenannte Freigänger haben ein Zuhause, sind aber in der Nachbarschaft unterwegs und erkunden die Gegend. Daher kann es sein, dass es sich nicht um eine entlaufene Katze handelt, sondern einfach nur ein neugieriges Haustier auf Erkundungstour. Nicht immer ist es leicht, einen Freigänger von einem entlaufenen Tier zu unterscheiden. An diesen Tipps kannst du dich orientieren:

Freigänger...

  • ... haben meist ein gut gepflegtes Fell
  • ... sehen gesund und wohlgenährt aus
  • ... machen einen munteren Eindruck
  • ... haben eine Tätowierung im Ohr oder sind gechippt – das lässt sich beim Tierarzt herausfinden.

Heimatlose Tiere hingegen ...

  • ... sind häufig sehr dünn
  • ... sehen verwahrlost aus
  • ... wirken sehr hungrig
  • ... können unter Parasitenbefall leiden

Tipp: Ein fehlendes Halsband ist übrigens kein sicheres Anzeichen dafür, dass die Fellnase keinen Besitzer hat. Darauf wird gerne aus Sicherheitsgründen verzichtet, da sie damit z. B. an Zäunen hängenbleiben und sich verletzen könnte. 

Katze zugelaufen – das solltest du tun

Wenn dir eine Katze zugelaufen ist, musst du das melden, entweder an das Ordnungsamt, der Polizei, dem Tierheim oder dem Tierschutzverein. Ansonsten kannst du dich strafbar machen, da du als Finder verpflichtet bist, den Fund anzuzeigen.

Befindet sich die Katze in einem sehr schlechten Zustand, ist sie z. B. abgemagert und hat kahle Stellen im Fell, solltest du sie zum Tierarzt bringen. Wenn du sie einfängst, ziehst du am besten Handschuhe an, falls das Tier sich aus Angst wehrt.

Darf ich die Katze behalten?

Zunächst einmal muss die Katze gemeldet werden. Du kannst sie auch bei dir Zuhause aufnehmen, bis der Besitzer ermittelt wurde. Meldet sich der Besitzer innerhalb von sechs Monaten nach der Fundmeldung nicht, darfst du das Tier behalten.

Niemand ist verpflichtet die Katze aufzunehmen, stattdessen darf sie auch beim Fundbüro der Stadt bzw. beim Tierschutzverein oder Tierheim abgegeben werden. Genaueres erfährst du im Fundbüro.

6 Tipps: So freundest du dich mit einer Katze an

Verwundete Katze gefunden - Tipps

Findefix, das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, empfiehlt bei verletzten Tieren, die Feuerwehr zu alarmieren, die wiederum ein Fahrzeug der Tierrettung herausschickt. Oder du bringst es direkt zum Tierarzt, dabei solltest du beachten, dass das Tier Schmerzen haben könnte und deswegen beißt oder kratzt. Also ziehe am besten Handschuhe an und besorge dir eine Transportbox für den Weg zum Arzt.

Arztkosten bei Straßenkatzen

Damit Arztkosten erstattet werden können, muss das Finden des Tieres gemeldet worden sein, so Findefix. Allerdings werden die Kosten für herrenlose Tiere in der Regel nicht von der Gemeinde übernommen. Das Haustierregister empfiehlt daher, Kontakt mit dem örtlichen Tierschutzverein aufzunehmen, um eine Lösung zu finden.

Schon gewusst? Darauf solltest du bei der Katzen-Erziehung  achten. Da Haustiere gerne alles mögliche anknabbern, solltest du giftige Pflanzen für Katzen und giftige Pflanzen für Hunde kennen. 

Probleme mit Hund, Katze, Maus kannst du mit anderen Tierfreunden auch in der Brigitte Community besprechen. 

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