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Tierliebe Lidl-Kundin wütend darüber, was dieser Hund im Laden darf

Viel Ärger um einen Hund mit Supermarkt-Sondergenehmigung
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Eine Frau bittet beim Einkaufen eine andere Kundin, ihren Hund nicht mit in den Supermarkt zu nehmen - doch der darf laut Lidl-Leitung ausdrücklich bleiben.

Was ist passiert?

Ein kleiner Streit zwischen Supermarkt-Kundinnen, der einen allerdings auf den ersten Blick etwas stutzig macht. Eine Frau bemerkte nämlich beim Einkaufen, dass ein schwarzer Labrador für ihre Begriffe sehr unkontrolliert an den Regalen vorbei stromerte - was grundsätzlich Für Hunde nicht okay ist.

"Wir müssen leider draußen bleiben"?

Genau, das Schild steht ja vor praktisch jedem Supermarkt in Deutschland. Daher machte sie schnell die Besitzerin ausfindig und stellte sie zur Rede, warum ihr Hund nicht vor dem Geschäft wartet. Doch es zeigt sich: Die Frau wollte ihren Hund bei sich behalten, und so kam es schon bald zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Einkäuferinnen. Die Lidl-Mitarbeiter vor Ort konnten die Situation schnell klären - mit einer überraschenden Ansage: Der Hund durfte tatsächlich bleiben.

Wie merkwürdig. Wieso musste der Hund nicht raus?

Dieser spezielle Hund hatte eine Sondergenehmigung, weil er der Assistenzhund der anderen Einkäuferin war, den sie dringend in ihrer Nähe brauchte.

Ach so - ein Blindenhund?

Nein, blind war die Frau Berichten zufolge nicht - aber Assistenzhunde sind zur Unterstützung bei vielen Behinderungen oder Krankheiten im Einsatz, die man vielleicht nicht auf den ersten Blick als Außenstehende bemerkt. Lidl hat in so einem Fall eine klare Linie: "Auch Kunden mit Behinderung möchten wir selbstverständlich einen angenehmen und einfachen Einkauf ermöglichen", so ein Lidl-Sprecher gegenüber dem Portal "moin.de".

Gut, dass dieses Missverständnis so schnell geklärt werden konnte.

Naja, nicht ganz - die Frau, die sich an dem Hund gestört hat, ist immer noch sauer. Der Hund war nicht an einer engen Leine geführt, was auch aus Lidl-Sicht wichtig ist. Aber vermutlich ist die Kundin vor allem genervt, dass sie in dieser Konfrontation den Kürzeren ziehen musste.

Wieso das?

Im Gespräch mit dem Portal "moin.de" fasst sie die Lebensrealität von Behinderten mit Assistenztieren spürbar beleidigt zusammen mit "„Ich denke trotzdem, dass auch diese Personen 20 Minuten ohne Hund überleben oder den Einkauf abgeben könnten." Ganz schön harte Worte, die sie kaltschnäuziger als den Hund wirken lassen, der den ganzen Streit überhaupt ausgelöst hat.

heh Brigitte

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