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Weihnachtswichtel Wichteltür – Der Basteltrend für die Adventszeit

Wichteltür
© Настя Кудина / Adobe Stock
In immer mehr Haushalten zieht in der Adventszeit ein kleiner Wichtel ein und bringt Kinderaugen zum Leuchten. Was es mit dem Trend auf sich hat und wie ihr ihn für eure Kinder umsetzen könnt, erfahrt ihr hier.

Inhaltsverzeichnis

Eine kleine Tür an der Fußleiste und ein Briefkasten daneben, in dem immer wieder kleine Briefe und Überraschungen auftauchen – was es damit wohl auf sich hat? Die Antwort ist einfach: An dieser Stelle ist ein kleiner Wichtel eingezogen, der Kindern (und bastelbegeisterten Eltern) die Adventszeit versüßt und allerlei Spaß und Schabernack in diese magische Zeit bringt.

Was ist eine Wichteltür?

Eine Wichteltür ist eine kleine Tür, die an der Fußleiste oder manchmal auch auf der Fensterbank oder an der Treppenstufe angebracht wird. Sie ist die Pforte zu einer magischen Welt, denn dahinter lebt während der Weihnachtszeit ein Wichtel, der nur aktiv wird, wenn die Kinder schlafen oder keiner Zuhause ist. Nur er kann die Tür öffnen, sonst bleibt sie verschlossen. Bemerkbar macht sich der Wichtel über kleine Briefe, die er vor der Tür oder im Briefkasten nebenan hinterlässt. Darin stellt er den Kindern lustige Aufgaben, berichtet von kleinen Streichen und Weihnachtsgeschichten. Die Weihnachtstradition stammt ursprünglich aus Skandinavien, gewinnt aber auch hierzulande immer mehr an Beliebtheit. Sie entführt die Kinder in eine magische Welt und bringt der ganzen Familie Freude während der Weihnachtszeit.

Was passiert an der Wichteltür?

Wann der Weihnachtswichtel bei euch einzieht und wie lange er bleibt, ist euch überlassen. Oft ist es üblich, dass er die gesamte Vorweihnachtszeit da ist. Ihr könnt dafür die Wichteltür einfach erscheinen lassen oder eine kleine Baustelle an dem gewünschten Platz errichten, die sich tagtäglich etwas verändert, bis der Wichtel final "eingezogen" ist. Oder ihr ruft gemeinsam mit den Kindern den Wichtel mit einer Wichtellaterne. Da der Wichtel nur aktiv wird, wenn die Kinder schlafen oder niemand da ist, wird er nie gesehen. Er hinterlässt allerdings Spuren, Schabernack und Notizen für die Kinder. Immer wieder verändern sich Kleinigkeiten an und vor der Wichteltür, die von den Kindern entdeckt werden können. So kann der Wichtel beispielsweise Kekse genascht haben, von denen die letzten Krümel noch vor der Haustür liegen oder er baut sich aus Zuckerwürfeln ein Iglu. In den Wichtelbriefen sind dazu immer wieder kleine Aufgaben gestellt oder es werden besondere Weihnachtsaktionen für die Kinder vorgeschlagen. Solche weihnachtlichen Aufgaben und Aktivitäten können beispielsweise sein:

Kleine Streiche, die der Wichtel in der Wohnung anrichtet, können zum Beispiel so aussehen:

  • Auf den Spiegel wurde etwas gemalt.
  • Der Wichtel wollte sich nachts etwas backen, daher sind auf einer bemehlten Arbeitsfläche Fußspuren zu sehen.
  • In der Wohnung sind willkürlich Sachen mit Geschenkpapier eingepackt, die die Kinder wieder auspacken müssen.
  • Der Wichtel hat Wackelaugen auf die Mandarinen und Orangen geklebt.
  • Der Christbaum wurde mit Toilletenpapier eingewickelt.
  • Die Klopapierrollen sind mit Filzstift zum Schneemann umgestaltet wurden.
  • Der Wichtel hat mit den Kuscheltieren eine große Party gefeiert und nachts Konfetti verstreut.
  • In der Nacht wurde von der Schokocreme genascht und überall ist auf dem Küchentisch Schokolade verteilt.

Tipp: Unter #wichtelstreich finden sich auf Instagram viele weitere Ideen, die euer kleine Wichtel anstellen kann.

So ein Wichtel hat natürlich auch Zauberkräfte, daher können kleine Aufgaben für die Kinder auch mit Zauberei verbunden sein. So bittet der Wichtel beispielsweise um Obst und am nächsten Tag steht das Obst getrocknet (als Apfelchips, Bananenchips etc.) in einer kleinen Schale vor der Wichteltür. Oder der Wichtel bittet um eine Schale Nüsse und am nächsten Tag sind sie alle geknackt. Außerdem kann es das magische Wesen über Nacht bei sich vor der Tür schneien lassen (Kunstschnee, Watte, Puderzucker oder Glitzer). Und natürlich kann so ein Wichtel auch einen Veränderungszauber durchführen und so macht er aus einem Hühnerei ein Schokoladenei.

Wie lässt sich die Wichteltür noch nutzen?

Wenn ihr möchtet, kann die Wichteltür auch als Adventskalender fungieren und der Wichtel hinterlässt täglich eine kleine Überraschung. Aber: Wann der Wichtel aktiv wird, entscheidet ihr ganz allein. Wenn den Eltern mal die Ideen ausgehen oder sie zu beschäftigt sind, ist der Wichtel auch mal unter Umständen ein paar Tage verreist oder krank – das kündigt er dann per Brief an.

Wie errichtet man eine Wichteltür?

In vielen Bastelläden gibt es mittlerweile Accessoires und Deko, um eine Wichteltür und das dazugehörige Drumherum zu errichten. Aber ihr könnt die Sachen natürlich auch ganz einfach selbst bauen und basteln. Eine Tür entsteht zum Beispiel aus Holz, Pappe, kleinen Stöckchen oder Eisstielen und für die Accessoires eignen sich Modelliermasse oder Fimo. Ganz wichtig: Die Wichteltür darf nicht geöffnet werden, sonst verliert der Wichtel seine Zauberkraft! Am besten klebt ihr die Tür zu und der Wichtel erklärt per Brief direkt am Anfang, dass er nicht gestört werden möchte.

Was gibt es noch bei der Wichteltür zu beachten?

Eine Wichteltür ist für Kinder ab ca. drei Jahre geeignet. Ihr kennt euer Kind am besten, wenn ihr damit schon früher beginnen möchtet, könnt ihr das natürlich in vereinfachter Form auch tun. Wichtig ist dabei nur, dass es sich um einen freundlichen Wichtel handelt, der den Kindern Freude und Spaß bereitet. Wenn euer Kind etwa Angst vor diesem unsichtbaren Wesen hat oder sensibel auf die Streiche reagiert, richtet euch mit den Wichtelaktivitäten entsprechend danach.

Normalerweise zieht der Weihnachtswichtel nach der Weihnachtszeit wieder aus: Damit es kein abrupter Abschied wird, könnt ihr eure Kinder darauf vorbereiten, in dem der Wichtel augenscheinlich seine Sachen packt und seinen Auszug auch per Brief ankündigt – nächstes Jahr kommt er dann ja wieder. Es gibt aber auch Wichtel, die das ganze Jahr über bei ihrer Familie wohnen – hier entscheidet ihr, ob ihr den kleinen Untermieter wohnen lassen wollt.

Hinweis: Vorsicht bei Kleinkindern und Kleinteilen – hier besteht Verschluckungsgefahr! Errichtet die Wichteltür dort, wo die Kinder nur beaufsichtigt hinkönnen. Achtung auch bei Haustieren – sie könnten eure liebevoll aufgebaute Wichteltür samt Umgebung zerstören.

Wir wünschen euch viel Spaß mit eurem kleinen Weihnachtswichtel!

Verwendete Quellen: allaroundfamily.de, pink-dots.de

Brigitte

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