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Zeckenzange Hund Mit diesen Tools befreit ihr euren Vierbeiner von den Parasiten

Einem Hund mit schwarzem Fell wird eine Zecke im Gesicht mit einem Haken entfernt
© andrei310 / Adobe Stock
Was ist am besten, um Zecken zu entfernen? Zangen, Schlingen, Haken oder doch die Pinzette? Wir informieren euch über alles Wissenswerte rund um das Thema. 

Sommerzeit ist Zeckenzeit. Das merken vor allem Hundebesitzer:innen, die mit ihrem besten Freund bei höheren Temperaturen gern mal einen Waldspaziergang machen. Gerade da sind die lästigen Parasiten zu Hause, bis sie sich an unseren geliebten Vierbeinern festklammern. Neben vorbeugenden Maßnahmen hilft da nur eine richtig gute Zeckenzange, um das Ungeheuer sanft zu entfernen. Doch welche ist nun die Beste und wie entferne ich die Zecke am effektivsten? Wir klären diese und weitere Fragen!

Der Sommer hat viele Vorteile: hohe Temperaturen, lange Nächte, Lebensfreude, doch leider auch ein Übermaß an Zecken. Die können für Tier und Mensch sehr gefährlich werden, denn sie übertragen Krankheiten wie Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Hunde laufen hier Gefahr, noch mit einer weiteren Krankheit infiziert zu werden – der Babesiose, auch bekannt als Hundemalaria. Babesiose kann für Hunde tödlich enden. Um das und alle anderen Infektionen zu verhindern, sollten Zecken schnell mithilfe von Haken, Zangen oder Pinzetten entfernt werden. 

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Wie entferne ich die Zecken richtig?

Zecken kann man auf viele Arten entfernen: mit einer Pinzette, einem Haken oder einer Zange. Wofür ihr euch entscheidet, liegt an euch. Wichtig ist nur, dass immer der Kopf der Zecke entfernt wird, da der sonst weiterhin an eurem Hund für Infektionen sorgen kann. Entfernt ihr den Kopf, lauft ihr auch nicht Gefahr, mögliche Krankheitserreger in euren Hund zu drücken, wenn ihr die Zecken entfernt. Daher sollte auch nie der Körper der Zecke zerdrückt werden, solange sie noch am Hund hängt. Auch später solltet ihr darauf achten, dass ihr nicht in Kontakt mit dem Sekret kommt, denn auch euch könnte die Zecke dadurch mit Krankheiten wie Borreliose infizieren.

Welche Methode ist die beste: mit Haken, Zange oder Pinzette?

Was ist richtig, was ist falsch? Ob beim Entfernen von Zecken ein Haken oder eine Zange verwendet wird, ist Geschmackssache. Auch Tierärzte sind sich nicht immer einig, welches die beste Methode ist, um eurem Vierbeiner zu helfen. Was jedoch Fakt ist: Eine normale Kosmetikpinzette sollte nie verwendet werden. Hier besteht die durchaus reelle Gefahr, dass nur der Körper abgerissen wird, nicht aber der Kopf und sich die Zecke somit weiterhin an eurem Hund festbeißt. Außerdem könnte der Körper des Parasiten zerdrückt werden und somit Sekret in die offene Wunde gelangen, was letztendlich dazu führen kann, dass eure Fellnase erkrankt.

Zeckenhaken – unser Favorit

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Die Entfernung von Zecken mithilfe eines Hakens ist eine sehr einfache Methode. Geformt ist das Gerät wie eine kleine Harke, mit der ihr unter der Zecke an der Haut ansetzt und sie dann durch Hebeln nach oben entfernt.

Zeckenzange

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Die Zeckenzange für Hunde verfügt über eine Greifkonstruktion, mit der ihr die Zecke an der Einbissstelle greift und dann durch Drehen der Zange entfernt.

Zeckenpinzette

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Die Pinzette funktioniert ähnlich wie eine Zange. Auch hier greift ihr mit dem Ende der Pinzette den Kopf der Zecke, allerdings seitlich, umschließt sie somit und zieht sie durch eine Drehbewegung von der Haut eures Hundes. Alternativ könnt ihr sie auch nach oben herausziehen.

Zeckenschlinge

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Eine Schlinge wird mithilfe eines Druckknopfes angewendet, der beim Drücken die Schlinge zunächst öffnet und beim Loslassen dann um den Zeckenkopf verschließt. Somit kann die Zecke behutsam entfernt werden.  

Was kann ich tun, damit sich Zecken an meinem Hund gar nicht erst festbeißen?

Zecken gelangen bei den meisten Hunden, besonders bei denen mit Langhaar, zunächst ins Fell, wenn ihr auf der nächsten Gassirunde seid oder im Garten herumtollt. Wichtig ist es daher, euren Vierbeiner nach jedem Spaziergang abzutasten und am besten zu bürsten, damit sich die ekligen Parasiten gar nicht erst festbeißen können. Oft sind sie im Kopf- und Nackenbereich sowie unter den Achseln zu finden, da das Fell hier am dünnsten ist, ebenso wie die Haut. Doch um auf Nummer sicher zu gehen, solltet ihr immer den ganzen Körper auf kleine Insekten überprüfen. Bei Langhaarhunden lohnt sich die tägliche Bürsterei sowieso, damit keine Kletten entstehen. Nutzt dafür aber extra eine Bürste für Langhaar-Hunde! Vor allem sieht man bei solchen Hunden wie Golden Retriever, Neufundländer oder Australian Shepherd wegen der Felldichte die Zecken eher später. Sobald euer Liebling frisch gestriegelt ist, steht auch ausführlichen Kuscheleinheiten ohne die Sorge, die Zecke könnte auf einen selber übertragen werden, nichts mehr im Weg. 

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Wie entsorge ich eine Zecke?

Generell sind wir immer dafür, jedes Lebewesen zu retten. Doch bei Zecken hört das Mitleid auf. Wichtig ist bei jeder Entsorgung, dass die Parasiten vorher getötet werden, was trotz ihres kleinen Körpers nicht so leicht ist, da sie eine harte Schale besitzen, die beim Zerdrücken knacken muss. Das ist mit dem bloßen Finger nicht einfach getan. Es gibt jedoch ein paar Methoden, die beim Abtöten der Zecken helfen:

  • Mit harten Gegenständen zerdrücken: Legt die Zecke auf Stück Papier, faltet es in der Mitte und klappt es über die andere Hälfte. Nun kommt ein harter Gegenstand zum Einsatz, beispielsweise ein robustes Glas, mit dem ihr mehrmals über das Papier und somit über die Zecke fahrt. Übt dabei ruhig mehr Druck aus, damit die Schale auch wirklich knackt und ihr den Parasiten abtötet. Jetzt könnt ihr das Papier und die Zecke im Hausmüll entsorgen.
  • Im Wasser ertränken: Zecken sind erstaunlich hartnäckig. Denn sie können bis zu drei Wochen in gewöhnlichem Wasser überleben und sogar die Toilette wieder hochkrabbeln, sollten sie die Spülung überstanden haben. Daher ist diese Methode nur bedingt empfehlenswert. Besser ist es, den Parasiten in kochendem Wasser zu ertränken, wo sie nach ungefähr fünf Minuten stirbt.
  • In Alkohol ertränken: Hochprozentiger Alkohol, also solcher ab 40 Prozent kann ebenfalls dabei helfen, die Zecke zu ertränken. Alternativ funktionieren auch Sagrotan oder Chlorreiniger.
  • Mit einem Klebestreifen: Fangt die Zecke mit einem Klebestreifen ein, klappt ihn zusammen, sodass sie nicht mehr entweichen kann. Nun könnt ihr sie einfach im Hausmüll entsorgen.
  • Mit dem Feuerzeug anzünden und verbrennen

Was muss ich tun, wenn ich versehentlich das Sekret der Zecke in meinen Hund gedrückt habe?

Sucht in diesem Fall am besten einen Tierarzt auf, damit dieser gleich handeln kann und ein Antibiotikum injiziert, sodass mögliche Krankheiten gar keine Chance haben.

Anzeichen, dass euer Hund mit einer Krankheit infiziert wurde

Ist euer Hund durch einen Zeckenbiss mit einer Krankheit infiziert worden, dann treten die ersten Symptome meistens vier bis sechs Tage nach der Infektion auf und können bei den häufigsten Krankheiten wie folgt aussehen:

Symptome für Lyme-Borreliose bei Hunden

  • Fieber
  • Mattheit
  • Appetitlosigkeit
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Lahmheiten (wechselhaft)
  • Schwellung und Entzündung der Gelenke

Symptome für Babesiose bei Hunden

  • Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Gelbsucht
  • Blasse Schleimhäute
  • Brauner/dunkelbrauner Urin

Symptome für Anaplasmose bei Hunden

  • Plötzliches Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • Lahmheit
  • Vergrößerung der Leber und Milz
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen und Durchfall
  • Blasse Schleimhäute
  • Entzündungen der Gelenke

Symptome für FSME bei Hunden

  1. Hohes Fieber, Apathie, Gleichgewichtsstörungen
  2. Lähmungserscheinungen und Koordinationsprobleme
  3. Schreckhaftigkeit, Anfälle, sensiblere Nerven
  4. Erhöhtes Schmerzempfinden im Kopf- und Nackenbereich sowie im Rücken
  5. Eingeschränkte Reflexe

Verwendete Quellen: parasitenportal.de, vetevo.de, tierklinik-ismaning.de, tierklinik-stp.at

Brigitte

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