"Orbiting": Was steckt hinter diesem fiesen Dating-Trend?

Der Dating-Trend "Orbiting" ist doppelt perfide, weil der andere zwar da, aber unerreichbar ist. Was steckt dahinter?

Beim Orbiting ist der andere präsent, aber unerreichbar

Sicherlich habt ihr schon von Ghosting gehört, oder es selbst am eigenen Leib erlebt: Beim Ghosting bricht der andere ohne Begründung den Kontakt ab und verschwindet unerreichbar im Nirwana. 

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Eine weiterer Dating-Trend, der sich derzeit abzeichnet, heißt Orbiting, funktioniert nur im Internet und geht noch einen Schritt weiter: Derjenige, der kommentarlos abgetaucht ist, ignoriert zwar weiterhin all deine Nachrichten, aber er liked, kommentiert, teilt und / oder retweeted deine Posts in den Sozialen Medien.

Bedeutet: Der andere verweigert die direkte Kommunikation mit dir, ist aber trotzdem ständig präsent in deinem Leben. 

Die New Yorker Journalistin Anna Iovine hat den Trend zum ersten Mal beschrieben und nennt das Phänomen, das sie selbst und ihre Freundinnen erlebt haben, Orbiting („Umkreisen“), weil der andere zwar sichtbar, aber nicht mehr erreichbar ist.

Dabei sei Orbiting noch schmerzhafter als Ghosting: Man wurde nicht nur abserviert, man wird auch noch virtuell verfolgt. Das Verhalten ist so verstörend, weil es extrem gemischte Signale sendet: Der Orbiter scheint zwar Interesse an dir zu haben, ignoriert aber all deine Versuche, mit ihm in Kontakt zu treten.

Warum machen die das?

Dating-Expertin Persia Lawson sagte zu BBC Three, dass Menschen so etwas tun, um sich den anderen warm zu halten. “Es geht darum, einen Fuß in der Tür zu lassen”, meint sie. “Es ist eine Art, zu zeigen, ‘Hey, ich bin noch da' - ohne eine Beziehung einzugehen."

Lawson hat die Erfahrung gemacht, dass manche Betroffenen geradezu besessen sind von ihrem „Orbiter“ und ständig über dessen Beweggründe und Absichten nachgrübeln. Doch das sei reine Zeitverschwendung. Sie rät, die Person zu blockieren und sie schnellstmöglich zu vergessen. Denn wer nicht antwortet, verdient auch deine Selfies nicht. Und sie weiß: Du wirst nie mehr von einem Orbiter bekommen, als ein paar Brotkrumen.


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