Bettgeflüster: Im Bett reden

Wenn in Deutschlands Schlafzimmern das Licht ausgeht, kehrt noch längst keine Ruhe ein. Die meisten Frauen und Männer nutzen das Bett zum Reden - allerdings nicht über ihre geheimsten Wünsche.

Das Bett ist nicht nur zum Schlafen da, soviel ist klar. Doch die meisten Paare nutzen die Zeit vor dem Einschlafen besonders gern zum Reden. Dabei geht es um persönliche Probleme, Familienangelegenheiten, den Alltag, die Wochenend- und Urlaubsplanung oder sogar um die gemeinsame Zukunft. Aber natürlich auch darum, den Partner mit Worten zu verführen.

Ewige Liebe kann halten: Forscher enthüllen die beste Zutat für Langzeitbeziehungen

Dabei greifen immer noch 56 Prozent der Männer auf eine altbekannte Strategie zurück und sagen ihrer Partnerin, wie schön sie ist, um sie in Stimmung zu bringen. Umgekehrt macht nur knapp jede dritte Frau ihrem Partner Komplimente: Frauen sprechen lieber aus, was sie gerne mit ihm anstellen würden. Doch ihre geheimsten Wünsche zu offenbaren - dazu sind selbst im Schutz der Dunkelheit nur 4 Prozent der Frauen und Männer bereit. Zu diesen Ergebnissen kommt jedenfalls die repräsentative Umfrage des Sozialforschungsinstituts forsa, das im Auftrag des Cora-Verlags durch die Schlüssellöcher deutscher Schlafzimmer geschaut hat.

Wenig überraschend ist die Erkenntnis, dass man auch im Bett zuweilen gut überlegen sollte, was man sagt: Gut die Hälfte aller Befragten ist "verärgert", wenn sie beim Sex gefragt wird, "Wird das heute noch was?". Auch die Frage "Hast du eine andere?" störe das Liebesspiel "empfindlich", so die Studie. Ebenso genervt sind Frauen, wenn ihr Partner hinterher wissen will, "wie er war".

Doch natürlich geht es im Bett nicht nur um Sex und die Urlaubsplanung, es geht auch um den Alltag. 52 Prozent fragen den anderen, wie sein Tag war, 49 Prozent reden über den Job und 35 Prozent tratschen über Freunde und Bekannte. Und fast jede/r dritte der 1000 befragten Frauen und Männer nutzt das Bett, um mit dem Partner über Geld und Einkäufe zu diskutieren. Werden die Themen unangenehm, greifen 51 Prozent zu der naheliegendsten Ausrede und geben an, plötzlich todmüde zu sein. Geht's ums Heiraten, werden allerdings alle Beteiligten wieder wach: 80 Prozent der Männer und Frauen halten das Bett für einen guten Ort, um einen Heiratsantrag zu machen.

sar
Themen in diesem Artikel