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Emotionale Fitness 7 Power-Skills, von denen deine Beziehung profitiert

Beziehung: Ein tanzendes Paar
© Prostock-studio / Shutterstock
Glückliche Partnerschaften sind offenbar keine Selbstläufer, sagen Expert:innen. Welche Fähigkeiten wir ausbauen können, um unsere Beziehungen zu stärken, liest du hier.

Immer wieder heißt es, Beziehungen erforderten Arbeit. Sogar viele Expert:innen scheinen dieser Auffassung zu sein, zum Beispiel schreibt der Buchautor und Psychotherapeut Barton Goldsmith bei Psychology Today in einem Blogbeitrag: "Erfolgreiche Partnerschaften passieren nicht in einem luftleeren Raum. Sie brauchen Arbeit, und Paare, die es schaffen, ihre Beziehungen zum Funktionieren zu bringen, sind diejenigen, die den meisten Spaß haben und die stärkste Liebe empfinden."

Angenommen, da ist tatsächlich etwas dran, wie genau könnte Arbeit im Sinne einer Partnerschaft dann am besten aussehen? Folgende Übungen beziehungsweise Fähigkeiten hält der genannte Beziehungsexperte für besonders wichtig und zentral. Indem wir an ihnen arbeiten, tun wir gewissermaßen also gleichzeitig etwas für uns, unsere:n Partner:in und unsere Partnerschaft. Na, wenn das keine Motivation ist.

7 Power-Skills, von denen deine Beziehung profitieren kann

1. Du gibst, was du dir wünschst.

Menschen sind grundsätzlich anpassungsfähig, und die meisten spiegeln (auf ihre Weise) das Verhalten ihrer Mitmenschen – gerade in engen Beziehungen und wenn wir viel Zeit miteinander verbringen. Deshalb führt die Strategie, dem:der Liebsten das zu geben, was wir uns wünschen, in vielen Fällen dazu, dass wir es von ihr:ihm (zurück-)bekommen.

2. Du weißt, was dich glücklich macht.

Uns glücklich zu machen, ist nicht die Aufgabe eines:r Partner:in. Sondern unsere eigene. Wenn wir wissen, was wir brauchen, um glücklich zu sein, profitiert unsere Partnerschaft davon, weil wir nicht mehr damit beschäftigt sind, es herauszufinden. Wissen wir es nicht, ist das aber auch nicht unbedingt ein großes Problem – sofern wir nicht von unserer:m Liebsten erwarten, dass er:sie es weiß, und er:sie uns den Raum dafür gibt, es selbst zu ergründen.

3. Du und dein:e Partner:in seid Besties.

Schmetterlinge und Verliebtheit währen vergleichsweise kurz – doch freundschaftliche Bindungen halten meist Jahre oder sogar ein Leben lang. Wenn unser Schatz zugleich unser:e beste:r Freund:in ist, hat unsere Beziehung definitiv eine ganz, ganz starke Basis.

4. Du kannst gut mit deiner Wut umgehen.

Wut kann Beziehungen in Trümmer reißen, wie ein Tsunami Dörfer am Meer überschwemmt – wenn wir nicht wissen, was wir mit ihr anfangen sollen. Unverarbeitete Wut kann bewirken, dass wir auf eine (unfaire) Weise projizieren, interpretieren, urteilen und beschuldigen, wie wir es mit klarem Blick niemals tun würden. Ungefilterte, unmittelbar ausgelebte Wut lässt uns hingegen oft unkontrolliert um uns schlagen, wobei wir andere versehentlich verletzen können. Die Fähigkeit, auf gesunde Weise mit Wut umzugehen, also sie zu erkennen, zu verstehen und angemessen und bewusst darauf zu reagieren, ist daher wie ein Katastrophenschutz für Beziehungen.

5. Du schätzt deine:n Partner:in jeden Tag.

Ähnlich wie wir trainieren können, optimistisch zu denken, indem wir jeden Tag etwas aussuchen, für das wir dankbar sind, können wir uns daran gewöhnen, die positiven Seiten an unserem Schatz zu sehen – und sie nicht irgendwann zu übersehen, weil wir so daran gewöhnt sind, dass wir sie für selbstverständlich halten. Schon einmal am Tag an etwas zu denken, was wir an unserem Lieblingsmenschen besonders schätzen, kann langfristig einen großen Effekt haben.

6. Du achtest darauf, wie es dir geht.

Mit uns selbst im Einklang und in kontinuierlichem Austausch zu sein, ist grundsätzlich von Vorteil für eine Partnerschaft. Wenn wir beispielsweise gestresst von der Arbeit sind und das genau so einordnen können, weil wir generell achtsam mit uns umgehen, ist die Wahrscheinlichkeit minimal, dass wir den Stress an unserem Schatz auslassen.

7. Du kommunizierst deine Bedürfnisse klar und deutlich.

Mit einem guten Vorbild vorangehen und dem:der anderen vorleben, wie er:sie sich uns gegenüber gerne verhalten darf, ist ein Mittel – doch natürlich ersetzt es keine offene, klare Kommunikation. Je deutlicher wir unserem Schatz sagen (und zeigen) können, was wir fühlen, brauchen oder durchmachen, umso besser und leichter kann er sich auf uns einstellen. Und im besten Fall wir uns auf ihn – wenn er unsere vorbildliche Kommunikationsweise spiegelt.

Verwendete Quelle: psychologytoday.com, gottman.com

sus Brigitte

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