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Paartherapeut rät: Entfreundet euren Partner auf Facebook!

Paartherapeut rät: Entfreundet euren Partner auf Facebook!
© Monkey Business Images / Shutterstock
Der amerikanische Psychologe Ian Kerner ist davon überzeugt, dass es für die Beziehung besser ist, nicht miteinander auf Social-Media-Plattformen befreundet zu sein.

Wir posten Urlaubsfotos auf Instagram, kommentieren auf Facebook und pinnen Bilder auf Pinterest. Damit wollen wir unseren Freunden zeigen, was uns bewegt. Und da der eigene Partner der wichtigste Mensch im Leben ist, sind wir mit ihm natürlich auch auf allen Kanälen verbunden. Doch der amerikanische Psychologe und Paartherapeut Ian Kerner hält das für keine gute Idee, wie er in einem Interview mit "Pri" verriet. Und das hat vor allem drei Gründe.

1. Paare sollten wieder mehr miteinander sprechen, nicht übereinander

700 neue Hochzeitsfotos auf Instagram, ein Video der Hochzeit auf Facebook. Ian Kerner hat als Paartherapeut mit vielen Paaren zu tun, die ihre Beziehung auf Social-Media-Kanälen teilen und dabei vergessen, dass es wichtiger ist, eine Partnerschaft zu leben, statt sie zu dokumentieren.

Wie oft reden wir noch mit unserem Partner ohne durch ein Handy abgelenkt zu sein? Bei seiner Arbeit stellt Ian Kerner fest, dass diese "Face-to-Face"-Gespräche nur noch auf die Therapiestunde beschränkt sind. Wer also den Blick von seinem Handy losreißt, weniger postet und dem Partner mehr Aufmerksamkeit schenkt, tut etwas für seine Beziehung.

2. Menschen sollten Geheimnisse haben

Wer sich gegenseitig auf Facebook oder Instagram folgt, erfährt eine Menge Details von seinem Partner: die Partybilder von der Mädelsreise, der dritte Kaffee am Tag oder der tolle Sonnenaufgang beim Joggen. Was bleibt aber über, was man sich abends erzählen kann? Ian Kerner betont, dass Geheimnisse in einer Beziehung wichtig sind. Deshalb hat der Paartherapeut selbst seine Frau auf Facebook entlikt. "Ich wollte diese extra Informationen nicht. Wenn überhaupt, wollte ich weniger Informationen - und mehr Geheimnisse und Unvorhersehbares."

3. Keine Missverständnisse aufkommen lassen

"Warum hat mein Freund so ausführlich das Bild seiner Ex-Freundin kommentiert?" - "Wieso likt mein Mann das Bild mit meiner neuen Frisur nicht?" Wer auf Facebook und Co. befreundet ist, kann als Paar in viele Fallen tappen - die man nicht hätte, wäre man gar nicht auf diesen Kanälen vernetzt. Wieso es also nicht von Anfang an lassen? So lässt man sich gegenseitig die Freiheit, die eine Beziehung braucht.

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