3 Wege, um nicht immer über dieselben Probleme zu streiten

In Beziehungen grüßt das Murmeltier mit den immer gleichen Problemen. Das ist anstrengend und frustrierend. 3 Wege, um den Streit endlich zu beenden.

"Warum hilfst du nie im Haushalt mit?" - "Nie sprichst du mit mir!" - "Findest du eine andere besser?" Diese Liste könnte man endlos erweitern. Es sind Beispiele für Konflikte, die Paare miteinander austragen. Das Dumme daran ist, dass wir zwar im Job lösungsorientiert denken, in unseren Beziehungen aber oft auf der Stelle treten. Und deshalb werden auch noch nach Jahren die dieselben Probleme durchgekaut. Wie kann man das ändern?

Viele sehen die Probleme im Verhalten des anderen. Würde er oder sie sich endlich verändern, würde sich die Beziehung verbessern. Das funktioniert aber nicht. Wir haben die Probleme, die zu unserer Persönlichkeit passen. Die Familien-Therapeutin Andrea Brandt hat für die amerikanische Zeitschrift Psychology Today drei Ansätze entwickelt, um die wahren Probleme zu erkennen.

Liebe, Paar, Herz

1. Finde heraus, was die wirkliche Wut ist

Euer Partner hat das Abendessen bei seiner Mutter zugesagt, ohne dich zu fragen? Du hast ein grünes Kleid an und der Liebste erzählt dir, dass er Rot an dir auch hübsch findet? Bei diesen Gelegenheiten schießen wir oft ärgerlich zurück. Dabei sollte man sich die Gefühle hinter den Gefühlen anschauen. Warum stört uns die Einladung bei der Schwiegermutter? Ist es vielleicht die Angst, vom anderen kontrolliert zu werden? Und ist nicht die Farbe des Kleides das Problem, sondern das angeschlagene Selbstbewusstsein? Nicht alle Konflikte liegen in der Beziehung, sondern in einem selbst.

2. Tritt einen Schritt zurück

Vor unserem Partner haben uns unsere Eltern und unser Umfeld geprägt - und dabei Wunden hinterlassen. Das sollten wir nicht vergessen, wenn der Partner eine verletzende Bemerkung macht, die er nicht böse gemeint hat. Stattdessen könnten wir versuchen, innerlich einen Schritt zurückzugehen und zu schauen, was wirklich hinter dem Problem steckt. Wie könnte mein Partner diese Bemerkung noch gemeint haben? Welche Wunde von früher (siehe Punkt 1) wurde durch sein Verhalten berührt? Und dann sollte man reden, reden, reden. Aber ohne Vorwürfe. Erzählt eurem Liebsten, wie und warum ihr euch in manchen Situationen verletzt fühlt.

3. Erkenne den Unterschied

Wer Punkt eins und Punkt zwei verinnerlicht hat, kann abschätzen, welche Gefühle von früher berührt werden und welche Gefühle neu sind. Die alten kann man sich bewusst machen, um an den neuen - und das werden sehr viel weniger sein - zu arbeiten. Vor allem sollte man in Konflikten nicht überreagieren. Sonst dreht man nur weitere sinnlose (Streit-)Schleifen.

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