Beziehungsphasen: In welcher steckst du?

Laut Psychologen durchlaufen wir in Partnerschaften fünf Beziehungsphasen (wenn sie denn so lange halten ...). Welche besonders schwierig sind und ab wann es ruhiger wird, verraten wir dir hier.

Am Anfang einer Beziehung ist immer alles schön und aufregend. Schmetterlinge im Bauch, ein süßer Liebesbeweis nach dem anderen, Vorsicht, Rücksichtnahme und Romantik. Aber so bleibt es nicht, in keiner Partnerschaft. Das Miteinander wird vertrauter, die Beziehung selbstverständlicher und die jeweiligen Partner verändern und entwickeln sich ja (hoffentlich!) auch noch irgendwie weiter. 

Der Psychologe Roland Weber (1950 - 2014) prägte ein Modell, demzufolge Paare fünf unterschiedliche Beziehungsphasen durchlaufen, jede davon mit besonderen Fallstricken und Chancen. Noch heute halten Paartherapeuten daran fest – und vielleicht deckt es sich ja auch mit deiner persönlichen Erfahrung ...?! 

5 Beziehungsphasen – im Überblick

  1. Verliebtheit
  2. Erwachen
  3. Kampf
  4. Zusammenfinden
  5. Angekommen

5 Beziehungsphasen – Schritt für Schritt

1. Verliebtheit

Die Phase der Verliebtheit sollten alle Menschen kennen, die schon mal eine Beziehung hatten – und die meisten anderen eigentlich auch. In dieser Phase tragen wir die rosarote Brille, finden nahezu alles toll, was der andere macht, möchten am liebsten nie wieder ohne ihn sein und spüren das typische Kribbeln im Bauch. Unser Körper befindet sich in einem hormonellen Ausnahmezustand – doch sobald der sich legt, folgt auch schon die erste große Bewährungsprobe für uns als Paar ...

2. Erwachen/ Verschwindendes Verliebtheitsgefühl

Lassen die Verliebtheitsgefühle nach, kommt das Erwachen auf uns zu. Bei den meisten passiert das nach etwa einem Jahr. Auf einmal erkennen wir an unserem Partner viel mehr Schwächen und negative Seiten als zuvor, lauter Dinge, die uns plötzlich tierisch nerven können. Nun sehen wir den Menschen, wie er wirklich ist, nicht mehr rosarot gefiltert. Doch nur unter dieser Voraussetzung kann überhaupt wahre Liebe zwischen uns entstehen. Wichtig dafür ist gerade an diesem Punkt, dass wir über genügend Selbstliebe und -bewusstsein verfügen, um unserem Partner gegenüber tolerant sein zu können. Stellen wir nämlich überzogene Ansprüche an ihn, weil wir in unserem Leben generell nach Perfektion streben, stehen sie uns dabei im Weg, weitere tiefere Gefühle für einen anderen Menschen zu entwickeln. Für eine ganze Reihe von Partnerschaften ist das Erwachen daher ein böses ...

3. Kampf

Wer das schwierige Erwachen gemeinsam als Paar überstanden hat, dem wünschen wir viel Glück und alles Gute – denn in der dritten Beziehungsphase geht’s häufig erst so richtig los, die meisten empfinden sie als die schwerste. Die Partner müssen nun lernen, miteinander zu streiten, sich zu behaupten und ihr individuelles Mächtegleichgewicht herstellen (ja, das ist von Paar zu Paar verschieden, mehr dazu findest du in unseren Experten-Tipps für eine langfristige Beziehung). Genau jetzt entscheidet sich: Bedeutet mir der andere genug, um diesen Kampf zu führen und die eine oder andere Niederlage in Kauf zu nehmen oder ist er‘s mir nicht wert, den eigenen Stolz zu überwinden?

4. Findung

In der vierten Beziehungsphase kehrt langsam aber sicher Ruhe ein in den Alltag als Paar. Die Partner erleben nun den anderen – inklusive all seiner Ecken und Kanten – als Bereicherung, empfinden ihre eigene neue Rolle – als Teil eines Teams – mehr und mehr als angenehm und Kraft spendend. Zwar gibt es nach wie vor Reibereien und Auseinandersetzungen, doch die Partner überwinden sie gemeinsam und fühlen mit jedem gelösten Konflikt die Nähe und den Kontakt zwischen sich stärker werden.

5. Angekommen

Wer die fünfte und letzte Phase einer Partnerschaft erreicht hat, darf ruhig mal ein Foto von sich und seinem Schatz bei Instagram posten und es mit #couplegoals vertaggen. In der Angekommen-Phase sind Themen wie Rollenverteilung, Zukunftswünsche und welche der 5 Sprachen der Liebe spricht der andere, geklärt – und beide fühlen sich mit dem Ergebnis wohl und zufrieden. Die Partner, egal ob mit Kindern oder kinderlos, bilden nun eine Familie, in der sie sich sicher und zu Hause fühlen. Klar gibt es auch jetzt noch Streit und Konflikte – gibt’s am Ende ja in jeder guten Familie – doch die Bindung des Paars ist so stark, dass sie die lösbaren Dinge klären und mit den unlösbaren klarkommen. Weil ihm das, was es aneinander hat, viel, viel wichtiger ist und mehr gibt, als immer den eigenen Kopf durchzusetzen.

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