Das könnte der Grund sein, warum deine Beziehungen scheitern

Hatte deine Mutter mehrere Lebenspartner? Das könnte laut einer Studie erklären, warum deine Liebesbeziehungen instabil sind.

Beziehungsmuster werden in der Familie gelernt

Immer mehr Menschen wählen die serielle Monogamie, lebenslange Liebesbeziehungen führen nur noch die wenigsten. Anlass genug für Forscher der Ohio State University zu untersuchen, woran das liegen könnte. Sie werteten die Daten von mehr als 7000 Personen aus, die 24 Jahre lang regelmäßig zu ihrem Beziehungsstatus befragt wurden. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift "Plos One" veröffentlicht. 

Die Wissenschaftler fanden einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Partner der Mutter und dem Beziehungsverhalten der Kinder. Je instabiler die Beziehungen der Mutter waren, desto mehr Partner hatten später auch die Kinder. Mit anderen Worten: Besitzt die Mutter eine hohe Beziehungskompetenz, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch die Liebesbeziehungen ihrer Kinder stabil sein werden. Denn Beziehungsmuster werden gelernt. 

Klar, wer bei den Eltern mitbekommt, wie Konflikte konstruktiv gelöst werden und wie man erfolgreich miteinander kommuniziert, kann das später meist selbst besser.

Die Kinder, die das von ihren Eltern nicht lernen, haben eher Schwierigkeiten damit. Die Folge: instabilere Beziehungen. "Kinder erben und lernen solche Fähigkeiten und Verhaltensweisen und bringen sie in ihre eigenen Beziehungen ein”, sagte Studienleiterin Claire Kamp Dush.

Frühere Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass Scheidungskinder sich seltener auf einen lebenslangen Partner festlegen, als Kinder aus sogenannten intakten Familien. Wenn Kinder erleben, dass ihre Eltern sich trennen und neue Beziehungen eingehen, lernen sie, dass es sinnvoll sein kann, eine Partnerschaft zu beenden, um eine neue zu beginnen.

Die Mutter gibt ihre Beziehungsunfähigkeit weiter - aber was ist eigentlich mit dem Vater?

“Unsere Resultate legen nahe, dass Mütter wohl oder übel ihre Beziehungsfähigkeit an ihre Kinder weitergeben,” so Kamp Dush. “Es könnte sein, dass Mütter, die mehrere Partner hatten, keine guten Beziehungskompetenzen besitzen oder nicht gut mit Konflikten umgehen können oder dass sie psychische Probleme haben – das alles kann Beziehungen beeinträchtigen und zu Instabilität führen. Was auch immer die genauen Mechanismen sind, mit denen sie diese Charakteristika an ihre Kinder weitergeben und deren Beziehungen weniger stabil machen.”

Es sind also mal wieder die Mütter schuld. Und das ist ein nicht unwesentlicher Haken an der Untersuchung: Für die der Studie zugrundeliegenden Daten wurden nur die Mütter und deren Kinder befragt – nicht aber die Väter.

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Beziehungsunfähigkeit: Die Mutter ist mal wieder schuld
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