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Vorsicht, Sprengstoff! Diese 6 Verhaltensweisen verletzen in Beziehungen am meisten

Verletzende Verhaltensweisen in der Beziehung
© Wavebreak Media
Feiertage, Festlichkeiten, Familientreffen – zum Jahresausklang gibt es reichlich Gelegenheiten, ins Beziehungsfettnäpfchen zu treten. Welches Verhalten in der Liebe am meisten verletzt.

Für Paare bedeuten die Feiertage und Festlichkeiten am Ende des Jahres einerseits viel Trubel, andererseits viel Zweisamkeit – das ist schön, doch beides birgt Gefahren, denn das Potenzial für Kränkungen ist jetzt besonders groß. Das zeigt eine repräsentative Studie der Partnervermittlung "ElitePartner", für die mehr als 4.000 Menschen in Beziehungen befragt wurden. Die größten No-Gos und Verletzungen: sich vor anderen über den:die Partner:in lustig zu machen, Alleingänge bei wichtigen Entscheidungen und ständige Belehrungen. Doch auch, wer nur ungern an einer gemeinsamen Zukunft bastelt, riskiert Beziehungsstress.

Diese 6 Verhaltensweisen in der Beziehung sind laut Studie am verletzendsten

1. Sich vor anderen über den:die Liebste:n lustig machen

Die schlimmsten Verhaltensweisen in Beziehungen verbindet eines: Sie lassen ein Gefühl von Abwertung oder Missachtung aufkommen. Besonders stark ist dieses Gefühl, wenn Zeug:innen dabei sind: Drei Viertel der Liierten empfinden es als kränkend, wenn der:die Partner:in sich vor anderen über sie lustig macht. Öffentlicher Spott landet daher mit 73 Prozent auf Platz eins der Negativliste.

2. Bevormundung und abwertende Kommentare über das Aussehen

Mit einem "Schatz, entspann dich mal, du regst dich immer so auf“ dürfte es allerdings nur noch schlimmer werden. Bevormundung und Belehrung finden 71 Prozent der Frauen und 59 Prozent der Männer verletzend. Fast genauso stark trifft es Frauen, wenn der:die Partner:in ihr Äußeres abwertend kommentiert – zwei Drittel der Frauen tun solche Bemerkungen besonders weh (66 Prozent). Unter Männern dagegen findet nicht einmal jeder Zweite kritische Kommentare zu Frisur, Outfit oder den Weihnachtskilos verletzend (44 Prozent).

3. Alleingänge und Unverbindlichkeit

Subtiler, aber nicht weniger kränkend ist das Nichteinbeziehen des:r Partner:in. Drei Viertel der Menschen verletzt es, wenn ihr:e Partner:in wichtige Entscheidungen ohne sie trifft – ein Job-Angebot annimmt, ohne darüber zu sprechen, oder einfach einen Urlaub bucht. 64 Prozent der Befragten trifft es auch sehr, wenn ihr:e Partner:in sich weigert, gemeinsame Zukunftspläne zu schmieden.

4. Beziehungsstreit mit anderen aufarbeiten

So hilfreich Rat von außen sein kann – wenn Beziehungskonflikte oder pikante Anekdoten aus dem Sexleben bei Freund:innen, in der Familie oder mit Kolleg:innen diskutiert werden, empfinden das die meisten als verletzend. Für sie ist eine Grenze überschritten, wenn der:die Partner:in Intimitäten und Konflikte aus der Beziehung mit anderen bespricht (62 Prozent). 

5. Laut werden oder schweigen 

Konflikte in Beziehungen sind normal, doch die Art, wie Paare beim Streiten miteinander umgehen, ist entscheidend. Wenn der:die Partner:in im Streit laut wird oder anfängt zu schreien, trifft das zwei Drittel der Frauen (64 Prozent) und jeden zweiten Mann (50 Prozent). Noch schlimmer ist übrigens das Schweigen: 67 Prozent der Frauen und 56 Prozent der Männer lässt es absolut nicht kalt, wenn der:die Partner:in nach einem Streit nicht mehr mit ihnen spricht.

6. Zärtlichkeiten zurückweisen

Zurückweisung birgt immer die Gefahr einer Kränkung. Wenn der:die Liebste Zärtlichkeiten oder eine sexuelle Annäherung ablehnt, finden das 62 Prozent der Frauen und 59 Prozent der Männer verletzend. Bleiben verbale Liebesbekundungen aus, findet das jedoch nur die Hälfte der Befragten schlimm – 52 Prozent der Frauen und 46 Prozent der Männer trifft es, wenn ihr:e Partner:in nicht "Ich liebe dich" sagt. 

Übrigens: Mit dem Alter steigt die Sensibilität gegenüber abwertendem Verhalten in der Beziehung, die meisten Kränkungen werden mit steigendem Alter als gravierender empfunden. Einzige Ausnahmen: Ausbleibende Zukunftspläne schmerzen Frauen in ihren Vierzigern am häufigsten (72 Prozent). Und wenn der:die Partner:in nicht auf körperliche Annäherungen eingeht, trifft das Frauen in den Fünfzigern (64 Prozent) sowie Männer in den Vierzigern (65 Prozent) und Sechzigern (66 Prozent) am meisten.

sar Brigitte

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