Scheidungsanwältin verrät: Diese Fehler machen Frauen in der Ehe

Ehevertrag, blinde Leidenschaft, zu hohe Ansprüche: Die Scheidungsanwältin Helene Klaar hat der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erzählt, was Frauen in der Ehe schadet.

Wenn es um Beziehungstipps geht, gibt es eine Reihe an Experten: Beziehungsberater, Paartherapeut, Singlecoach ... sie alle können handfeste Tipps an die Hand geben, wie man die Liebe findet und behält. Nur selten werden Scheidungsanwälte zurate gezogen - dabei beschäftigen sie sich tagtäglich mit der Partnerschaft und Ehe. Höchste Zeit, sie mal nach ihrer Meinung zur Frau-Mann-Beziehung zu fragen. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat mit der Wiener Juristin Helene Klaar gesprochen und interessante Tipps bekommen.

Nicht zu romantisch denken

Die Scheidungsanwältin erklärt, dass Frauen oft "romantisch verblödet" seien, weil sie blind Eheverträge unterschreiben würden, die nur zu Lasten der Frau gingen. Überhaupt solle man sich als Frau nicht auf Eheverträge einlassen. Ganz einfach, weil man die Zukunft nicht abschätzen könne und man nachher möglicherweise als Hausfrau und Mutter alleine dastehe.

Auch betont Klaar, dass meist derjenige, der die Scheidung initiiert, finanziell besser aus der Sache hervorgehe. Schließlich habe er länger Zeit, um sich vorzubereiten.

Kein gemeinsames Konto führen

Bevor man jemanden heiratet, solle man wissen, wie er mit Geld umgeht, meint die Juristin. Des Weiteren rät sie, kein gemeinsames Konto in der Ehe zu führen: "Ein gemeinsames Konto ist so unhygienisch wie eine gemeinsame Zahnbürste". Trotzdem sollen Frauen über die Gehälter ihrer Männer oder mögliche finanzielle Engpässe Bescheid wissen. Viele wüssten gar nichts über das Vermögen ihrer Gatten.

Nicht immer gleich scheiden lassen

Klaar betont außerdem, dass einige Paare ihre Scheidung bereuen. Ihrer Ansicht nach gebe es noch ein Mittelding zwischen glücklicher Beziehung und Scheidung: "Das ist eine Ehe, in der man vielleicht nicht rund um die Uhr glücklich ist, aber anerkennt, dass der andere seine guten Eigenschaften hat". In dem Fall würde eine Scheidung nur Nachteile bringen.

Die Juristin selbst ist übrigens seit 39 Jahren verheiratet. Ihr Glücksgeheimnis: "Wir waren immer berufstätig und haben uns nur abends gesehen."

as
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