Scheidungsanwältin rät: Frauen, macht nicht DIESEN Fehler bei der Trennung!

Eine Trennung ist in den seltensten Fällen schön – erst recht, wenn es um Kinder, Haus und Hof geht. Einen Fehler sollten Frauen dennoch tunlichst vermeiden, rät Scheidungsanwältin Ines Daun.

Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus? Ganz so ist es in der Realität wohl nicht. Dennoch unterscheiden sich Männlein und Weiblein in manchen Dingen tendenziell – zum Beispiel im Umgang mit einer Trennung. Dabei machen Frauen vor allem einen Fehler: Sie lassen sich sehr von ihren Gefühlen leiten.

Natürlich ist jede Beziehung und damit auch deren Bruch individuell. In ihren 23 Jahren Berufstätigkeit hat Scheidungsanwältin Ines Daun aber immer wieder beobachtet: "Frauen sind emotionaler als Männer – und manchmal ein bisschen zu emotional." Klar leiden auch Männer unter einer Trennung, sind verletzt. "Aber Männer können das relativ schnell runterbrechen auf eine sachliche, nüchterne Ebene", sagt Daun. Frauen fiele das schwerer.

Was Ines Daun vor allem Frauen rät

Der Rat der Anwältin: Beziehungen unvoreingenommener betrachten. "Nicht unromantisch", betont Daun, die selbst zum zweiten Mal verheiratet ist. "Aber sachlicher." Während sich etwa bei ihren männlichen Mandanten schnell der "wirtschaftliche Fachverstand" einschalte, seien Frauen gedanklich noch ganz woanders: "Die erzählen eher, wie gemein und wie böse der Partner war."

Allerdings spielt die Schuldfrage bei einer Scheidung heute juristisch fast keine Rolle mehr – und steht auch bei der anwaltlichen Beratung nicht zur Debatte. Vielmehr geht es um die Konsequenzen, die aus dem Ende der Ehe resultieren: Wer bleibt im Haus? Bei wem leben die Kinder? Und wie hoch ist der Unterhaltanspruch? Und dafür ist weder relevant, wer wie gemein war – noch wie nett.

Nettigkeit hin oder her: "Einer muss zahlen"

"Es ist ganz egal, welche Hühnersuppe Ihr Mann Ihnen vor Jahren gekocht hat oder wie nett Ihre Schwiegermutter war", sagt Daun. Ihre Aufgabe sei es, ihre Mandanten wirtschaftlich am besten durch die Scheidung zu bringen. Dessen sollten sich auch die Beteiligten bewusst sein. Denn, Emotionen hin oder her: "Am Ende ist es ein Geschäft – einer muss zahlen."


Ines Daun, Jahrgang 1966, ist Fachanwältin für Familienrecht. 1995 gründete sie ihre eigene Kanzlei; seitdem hat sie allerlei Trennungen von Mandanten erlebt. Im Gespräch mit BRIGITTE.de erzählt sie von ihren Erfahrungen als Scheidungsanwältin – und gibt Frauen Rat in Sachen Partnerwahl. 

Noch mehr Tipps und humorige Anekdoten verrät Ines Daun in ihrem Buch: "Lieber lange lieben", Eden Books, 16,95 Euro, ISBN: 978-3-95910-155-4. Ines Daun ist übrigens zum zweiten Mal verheiratet.


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