7 miserable Gründe, an einer Beziehung festzuhalten

Die Liebe hat sich längst aus dem Staub gemacht - trotzdem verharrt ihr in der Beziehung. Warum bloß? Bitte nicht aus diesen Gründen.

1. Wunschdenken

Typischer Satz: "Er wird sich schon noch ändern!" Ihr seid schon ewig zusammen. Über grundlegende Dinge könnt ihr euch trotzdem nicht einigen. Ob es nun um den Klassiker Familienplanung oder aber regelmäßiges Fremdflirten seinerseits geht. Ihr ertappt euch immer öfter dabei, wie ihr euch gut zuredet. Der Satz "Er wird sich schon noch ändern!" gehört zu eurem Standardrepertoire. Aber: Warum sollte er sich überhaupt ändern? Bisher lief doch alles ganz gut so.

2. Bequemlichkeit

Typischer Satz: "Wer repariert denn dann mein Fahrrad?" Zu den Annehmlichkeiten des Paarlebens zählt, dass man Aufgaben und Probleme gemeinsam in die Hand nehmen kann. Dagegen ist auch gar nichts zu sagen. Problematisch aber wird es, wenn ihr euch alleine kaum mehr etwas zutraut oder einfach zu bequem geworden seid. Typische Sätze, an denen ihr das erkennen könnt: "Wer repariert denn dann mein Fahrrad, wenn ich alleine bin?" oder "Ohne ihn kriege ich meine Steuererklärung nie hin!" Glücklicherweise kann man all diese Aufgaben abgeben: an Menschen, die solche Dinge beruflich erledigen. Auch eine Idee: Ihr wagt euch selbst an Dinge, vor denen ihr euch sonst immer gedrückt habt.

3. Starre Lebensplanung

Typischer Satz: "Spätestens mit 30 bin ich Mutter." Ihr gehört zu jenen Menschen, die einen genauen Plan im Kopf haben davon, wie euer Leben aussehen soll? Ihr wolltet schon immer jung/spätestens mit 30/aller-aller-spätestens mit 33 Mutter werden? Ihr habt euch geschworen, bei diesem Mann zu bleiben, komme, was wolle? Wer so strikte Ziele festlegt, gerät schnell in Gefahr, verbissen zu werden. Wichtiger als ein starrer Lebensplan sollten Frage sein wie diese: Wie geht es mir mit dem, was ich schon erreicht habe? Ist das wirklich der Mann, mit dem ich eine Familie gründen will? Und: Wem will ich eigentlich etwas beweisen?

4. Mangelndes Selbstvertrauen

Typischer Satz: "Ich kann ja froh sein, dass ich ihn habe." Hand aufs Herz: Denkt ihr manchmal, dass ihr keinen anderen mehr findet als den, mit dem ihr gerade zusammen seid? Habt ihr das Gefühl, ihr seid ja auch keine Engel und euer Freund hat es auch nicht leicht mit euch? Selbst, wenn dem so sein sollte - mangelndes Selbstbewusstsein ist keine wirklich gute Voraussetzung für eine Beziehung auf Augenhöhe. Ihr braucht keinen Freund, der "trotz" eurer Schwächen mit euch zusammen ist - sondern einen, der euch "wegen" all eurer Eigenheiten und Schwächen liebt.

5. Finanzielle Abhängigkeit

Typische Sätze: "Ich habe mich einfach an einen bestimmten Lebensstil gewöhnt." oder "Ich komm ohne ihn nicht über die Runden." Das Szenario: Die Liebe hat sich längst verflüchtigt, aber irgendwie habt ihr euch in finanzielle Abhängigkeit von eurem Partner hinein manövriert? a) Die Umstände sind halt so klasse: Teure Geschenke, wohnen in der Eigentumswohnung oder im großen Haus, schöne Reisen - wer gibt so etwas schon gern auf? b) Die Umstände sind alles andere als klasse: Ihr verdient selbst einfach zu wenig und seid auf das Geld eures Partners angewiesen. Beide Szenarien sind nur so halb-optimal. Finanziell unabhängig zu sein bedeutet: Ihr habt keinen Grund, zu bleiben, wenn ihr es nicht wirklich wollt.

6. Resignation

Typischer Satz: "Zeig mir doch bitte mal ein Langzeitpaar, das noch glücklich ist." Ihr seid schon mehrere Jahre ein Paar. Die Luft ist raus. Sexuell, aber auch kommunikativ. Innerlich habt ihr euch eingestanden, dass der einstige Traummann eure Erwartungen nicht erfüllt hat. Jetzt verfahrt ihr getreu dem Motto "Lieber ein Dompfaff in der Hand als den Mäusebussard auf dem Dach" oder so ähnlich. Ihr habt eure Erwartungen an eine lange, glückliche Beziehung soweit heruntergeschraubt, dass ihr bei frisch Verliebten automatisch denkt: "Wartet's mal ab! Ihr lacht auch bald nicht mehr so laut." Sorry, das ist kein Lebensentwurf, das ist die komplette Kapitulation.

7. Angst

Typischer Satz: "Ich kann einfach nicht gut alleine sein." Insgeheim beneidet ihr Frauen, die jahrelang Single sind, alleine verreisen und auf Partys immer zuletzt gehen - euch selbst ist aber emotionale Sicherheit wichtiger. Auch wenn das bedeutet, in Beziehungen stecken zu bleiben, die sich nicht weiter entwickeln oder euch sogar schaden. Aber eure größte Angst ist nicht, euch selbst zu verlieren, sondern den anderen. Sei er noch so ungeeignet als Lebenspartner. Vorschlag: Ändert doch mal den Satz "Ich kann einfach nicht allein sein" in "Ich konnte bisher nicht gut alleine sein, aber jetzt versuche ich mal etwas Neues."

Wer hier schreibt:

Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Diesen Inhalt per E-Mail versenden

7 miserable Gründe, an einer Beziehung festzuhalten

Die Liebe hat sich längst aus dem Staub gemacht - trotzdem verharrt ihr in der Beziehung. Warum bloß? Bitte nicht aus diesen Gründen.

Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

Deine Mail wurde versendet
Deine Mail konnte leider nicht versendet werden