Zum Schießen! 6 Beziehungstipps aus den 50ern

1959 hat Charlotte Hohenstein das "Handbuch der guten Ehe" geschrieben - mit irrwitzigen Ehetipps, die man heute nicht mehr ganz so ernst nehmen sollte.

Wie führt man eine gute Ehe? Autorin Charlotte Hohenstein wusste es und schrieb 1959 ein Ehe-Handbuch. Keine Frage, zu dieser Zeit ging es noch anders zu in einer Beziehung. Wir haben für euch ein paar skurrile und witzige Tipps zusammengetragen. Die sollte man heute nicht mehr für bare Münze nehmen – allerdings können ein paar Details aus den Ratschlägen immer noch ganz hilfreich sein ...

Der ideale Altersunterschied

Er beträgt laut Autorin des nostalgischen Ehe-Ratgebers drei bis zehn Jahre - und zwar soll der Mann älter sein. Warum? Weil die Gattin mit zunehmendem Alter ihren Reiz verliere und es nur eine Frage der Zeit sei, bis der Eheman sich "woanders schadlos hält."

Das beste Heiratsalter

Im Buch heißt es: "Die Frühehe, das heißt die Brautleute sind noch unter 20, ist nicht immer der Weisheit letzter Schluss." Man verliere kostbare Jugendzeit, die man möglicherweise später in der Ehe nachhole.

Eine sehr späte Heirat, also wenn das Paar schon über 30 ist, sei aber auch nicht gut. Denn dann würden schon zwei "fertige" Charaktere aufeinandertreffen, was Konfliktpotenzial biete. "Zudem heiraten Ältere häufig aus einer gewissen Not heraus, die Männer eher aus sexueller Frustration, weil sie befürchten, keine Frau mehr abzubekommen, die Frauen eher, weil sie um ihren gesellschaftlichen Stand fürchten und nicht als alte Jungfer enden wollen".

Attraktiv für den Partner bleiben

Laut Hohenstein soll man auf ein "Mindestmaß an Attraktivität" achten - auch wenn die Hochzeit längst vorbei ist. Schnell ginge sonst der Funke der Liebe verloren.

Der Schwiegermutter Kontra geben

Sich alles von ihr gefallen lassen? Niemals! Die Autorin empfiehlt: "Ein guter Rat sollte stets mit Dankbarkeit angenommen werden, aber falls die Ältere das Regiment über den Haushalt übernehmen will, muss selbst ein junges Mädchen energisch werden und seine Meinung vertreten."

Rücksicht nehmen

Natürlich dürfe ER seine Freiheiten haben und mit Freunden zum Stammtisch gehen, aber "die Zechgelage mit Freunden, denen er in seiner Jugend zuweilen frönte, gehören nun ein für alle Mal der Vergangenheit an." Und die Frauen? Die sollen bei ihren Freundinnen nicht mehr so geschwätzig sein wie früher. Die Autorin schreibt: "Vor allem die vertraulichen Einzelheiten der eigenen Ehe sind jetzt tabu."

Die richtigen Geschenke finden

Ganz klar: "Ein aufmerksamer Gatte sieht bei vielen Gelegenheiten, wie etwa einem Schaufenster-Bummel, was seiner Holden gefällt und merkt sich das alsgleich für das nächste Weihnachtsfest."

Noch mehr nostalgische Liebestipps findet ihr im neu herausgegebenen "Handbuch der guten Ehe" (Karolina), ca. 10 Euro über Amazon.

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