Herz gebrochen? So geht's jetzt weiter

Wenn uns das Herz gebrochen wird, fallen wir erstmal in ein riesiges Loch. Doch langfristig tut uns diese Erfahrung sogar gut! Wir erklären, warum, und geben Tipps, wie du mit deinem Schmerz umgehen kannst.

Wenn dir das Herz gebrochen wurde, hast du auf jeden Fall etwas richtig gemacht (ja, richtig!). Denn egal, ob es der Freund (dieser Arsch!), die beste Freundin (blöde Kuh!), die Schwester (Zicke!) oder auch das Schicksal (sowieso der allerletzte und mieseste Drecksack von allen) war: Unser Herz kann nur brechen, wenn wir mit voller Leidenschaft und Gefühl bei einer Sache sind – und das ist grundsätzlich etwas Gutes! Nur macht das den Schmerz natürlich nicht erträglicher. 😒

Herz gebrochen: Mögliche Auslöser

In erster Linie verbinden wir mit einem gebrochenen Herzen Liebeskummer. Wenn uns der Partner, den wir lieben und dem wir hundertprozentig vertrauen, verlässt, betrügt oder in anderer Weise enttäuscht, zieht uns das gefühlt den Boden unter den Füßen weg. Gerade Trennungen treffen uns oft sogar härter, als wir verkraften können, daher schützt unser Gehirn uns in der Anfangszeit des Liebeskummers, der ersten der vier Trennungsphasen, in der Regel mit Verleugnung.

Doch neben dem schmerzhaften Ende einer Liebesbeziehung und dessen Trennungsursachen oder einem schwerwiegenden Vertrauensbruch in der Beziehung können uns auch andere Erfahrungen so schlimm enttäuschen, dass wir ein gebrochenes Herz davon tragen. Zum Beispiel:

  • Plötzlicher Tod eines geliebten Menschen
  • Kündigung unseres Traumjobs, nachdem wir uns jahrelang reingekniet und alles gegeben haben
  • Geschwister oder andere Vertraute fallen uns in den Rücken
  • Unser Kind leidet oder wirft uns vor, schlechte Eltern zu sein
  • Trennung der Eltern

So sehr sich diese Ereignisse unterscheiden: Sie alle können uns so schwer treffen, dass wir auf einen Schlag sämtliche Hoffnung und positive Energie verlieren. Meist fühlen wir uns dann von allem überfordert und wünschen uns eigentlich nur eines: Auszeit! Zu blöd, dass wir unser Herz im Gegensatz zu Arm oder Bein nicht einfach in Gips legen und ruhig stellen können, um es heilen zu lassen ...    

Herz gebrochen: So wird's besser

Was wir bei gebrochenem Herzen aber tun können, um unseren Schmerz zumindest ein bisschen erträglicher zu machen, lässt sich in einer einfachen Regel formulieren:

*** Mach, wonach dir ist! ***

Mal ehrlich: Wenn wir uns schon nicht die Auszeit nehmen können, nach der uns zumute ist, dürfen wir uns jawohl zumindest für eine Weile selbst in Watte packen (eine Weile = solange wir es brauchen)! Das wiederum heißt ja bekanntlich für jeden etwas Anderes. Die einen schalten am besten beim Hardcore-Feiern ab, andere suchten ihre Lieblingsserie und verputzen dabei literweise Schokoeis wie Bridget Jones, wieder andere laufen sich den Frust im Park von der Seele, starten eine Diät oder lassen sich bei Kosmetikbesuchen verwöhnen – alles ist okay!

Wichtig ist nur, dass wir unserem Gefühl folgen und wieder Vertrauen zu uns und unserer inneren Stimme aufbauen – denn das wurde, als man unser Herz gebrochen hat, direkt in seinen Grundfesten mit erschüttert.     

Für den Fall, dass du dich gerade nur noch leer fühlst und deine innere Stimme gar nichts mehr sagt: Im Video haben wir sieben Inspirationen, wie du ein bisschen Ablenkung von deinem gebrochenen Herzen finden kannst. (Geeignet für Steinbock, Waage, alle anderen Sternzeichen und natürlich jeden, der nicht daran glaubt 😉)

Videotipp: 7 Inspirationen für Menschen mit gebrochenem Herzen

Tipps für Menschen mit gebrochenem Herzen: Eine Frau hält ein rotes Herz mit Pflaster vor den Bauch

Herz gebrochen: Wann bin ich wieder die Alte? 

Machen wir es kurz und schmerzlos: Ein gebrochenes Herz verändert uns für immer. Keine Sorge! Es ist nicht so, dass wir unser Leben lang trauern, leiden und uns damit abquälen, dieses eine schreckliche Erlebnis zu verarbeiten. Aber oft entwickeln wir Eigenschaften, die bei uns zuvor nicht oder weniger stark ausgeprägt waren. Zum Beispiel:

  • Sensibilität. 
    Sowohl gegenüber unseren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen als auch für die von anderen sind wir plötzlich sensibler und feinfühliger.
  • Rücksicht. 
    Weil wir wissen, wie schlecht sich Menschen fühlen können, achten wir mehr darauf, niemandem Schmerz zuzufügen.
  • Nachsicht. 
    Wenn mal jemand neben sich steht, nehmen wir es der Person nicht krumm. Und auch mit uns gehen wir nicht mehr so hart ins Gericht wie früher.
  • Vorsicht. 
    Wir lassen uns nicht mehr ganz so schnell auf jemanden ein und zögern länger, bis wir wirklich vertrauen.
  • Plötzliche Trauer.
    Ein Ort, ein Lied, ein Geruch – hin und wieder holt uns die Erinnerung nochmal ein und wir werden auf einmal traurig. 
  • Fähigkeit, Glück zu empfinden.
    Das ist das Beste (oder das einzig Gute?!) am Leid: Wenn wir es einmal erlebt haben, nehmen wir hinterher das Positive und Schöne viel stärker wahr und können auch kleine Glücksmomente mehr genießen. Langfristig erhöhen negative Erfahrungen sogar unsere Lebensintensität.  

Versprochen: Auch wenn wir gerade erst verletzt wurden und nichts einen Sinn ergibt – früher oder später werden wir wieder lachen, leben, lieben und unbeschwert sein. Wahrscheinlich wird uns eines Tages sogar das Herz erneut gebrochen – aber beim zweiten Mal ist es schon ein bisschen leichter. Denn dann wissen wir immerhin, dass wir es überstehen! 💜 

Bei dir liegt das Beziehungs-Aus jetzt schon so lange zurück, aber Trennungsschmerz und Kummer sind immer noch so stark, dass du niemanden kennenlernen möchtest und niemandem vertrauen kannst? Hier erfährst du, wie du Eifersucht bekämpfen kannst, wie aus einer schwerwiegenden Verletzung Beziehungsangst entsteht oder warum du es vielleicht für den Anfang mal als Mingle mit unverbindlichem Dating probieren könntest.

Oder steckst du noch in einer Beziehung, in der du schwer enttäuscht wurdest, und denkst nun über Trennung nach? Hier geben wir dir eine Entscheidungshilfe bei der Frage "Soll ich Schluss machen?".

Übrigens: Auch das Empty Nest Syndrom kann sich nach gebrochenem Herzen anfühlen. Mehr Infos dazu findest du in unserem Artikel.  

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