5 Beziehungsängste, die wohl jede Frau kennt

Die Liebe ist das schönste Gefühl, das es gibt. Viel zu oft aber wird das Kribbeln im Bauch von Zweifeln und Ängsten begleitet. Das könnt ihr dagegen tun.

Romantische Abende, körperliche Nähe, eine Schulter zum Anlehnen ... Wer den Richtigen gefunden hat, der kann sich glücklich schätzen! Trotzdem werden viele Frauen immer wieder von Ängsten geplagt: vor Verlust, vor Betrug, vor Versagen. Dafür muss die Beziehung gar nicht schlecht laufen. Nein, die Sorgen sind einfach da - und sind nur schwer zu ignorieren. Dominik Borde ist Coach für Singles und Paare in Wien und weiß: "Den meisten Beziehungsängsten kann man aktiv entgegenwirken. Weil man vieles, vor dem man sich fürchtet, selbst beeinflussen kann."

Diese 5 Angewohnheiten verheimlichen Männer vor ihren Partnerinnen

1. Bin ich eine schlechte Partnerin?

Genüge ich ihm? Bin ich hübsch, nett und klug genug? Und bin ich gut im Bett? Solche Gedanken können einen ziemlich runterziehen. Gerade wenn der Partner so perfekt scheint. Das Problem: Durch die ständigen Selbstzweifel machen sich Frauen genau zu den ängstlichen und unsicheren Partnerinnen, die sie nicht sein wollen. Dominik Borde rät: "Fragt euch: So wie ich mich jetzt verhalte, finde ich mich selbst liebenswert? Wäre mir das genug? Tue ich mein Bestes? Könnt ihr die Fragen mit ja beantworten, seid ihr automatisch entspannter." Borde betont: "Wichtig ist, dass ihr euch klarmacht: Ihr könnt euch nur in dem Maße angenommen fühlen, wie ihr euch selbst liebt. Sonst glaubt ihr dem Partner nicht - auch wenn er euch ständig Komplimente macht."

2. Kann ich ihm vertrauen?

Die Urangst vieler Frauen: Der Partner könnte heimlich fremdgehen. Egal ob er alleine auf einer Party ist oder länger bei der Arbeit: Irgendwann steht es auf der Schulter, das kleine Teufelchen, das faucht: "Er trifft sich sicher gerade mit einer Anderen!"

Der Beziehungsexperte weiß: "Wenn man dem Partner nicht vertraut, dann liegt es meist an einem zu geringen Selbstbewusstsein. Als erstes solltet ihr euch deshalb fragen: Liegt das Problem wirklich bei meinem Freund oder bei mir?" Selbstbewusstsein sei etwas, das man üben kann. Zum Beispiel, indem man sich öfter seine positiven Eigenschaften vor Augen halte. "Wenn ihr auf euch selbst vertraut, dann könnt ihr auch dem Partner besser vertrauen", sagt Borde. Wer erkenne, dass er ein starkes Selbstwert-Problem hat, könne sich professionelle Hilfe suchen, etwa bei einem Psychologen.

3. Werde ich ihn wieder verlieren?

Eigentlich gibt es keine konkreten Anzeichen, aber trotzdem denken viele Frauen immer wieder darüber nach: Was wäre, wenn er sich trennt? Würde ich ohne ihn klarkommen? Würde es wieder so wehtun wie bei meiner ersten Liebe? Könnte ich dann überhaupt noch glücklich werden? " Die meisten Menschen erwarten keine rosige Zukunft", sagt der Experte. "So eine negative Haltung kann aber alles zerstören." Anstatt ständig zu überlegen, was schief gehen könnte, sei es besser, den Fokus auf das Positive im Hier und Jetzt zu legen - und auf die Aspekte, die einem wirklich wichtig sind. "Sorgt für das, was euch glücklich macht und woran ihr Spaß habt! Tut diese Dinge so oft wie möglich. Das stärkt eure Beziehung."

4. Muss ich mich selbst aufgeben?

Klar, eine Beziehung heißt, Kompromisse einzugehen und vielleicht auch, gewisse Dinge aufzugeben. Gerade freiheitsliebende Frauen haben Angst, dass eine Partnerschaft sie einengen könnte. "So wie man sich bettet, so schläft man", sagt Borde. "Auch wenn ihr erst einmal im siebten Himmel schwebt, solltet ihr von Anfang an klar machen: Ich brauche meine Freiheiten! Ein Beispiel: Donnerstags ist Mädels-Abend!" Wer erst nach Monaten oder sogar Jahren anfange, sich seine Freiheiten zu nehmen, der stoße beim Partner vielleicht auf Unverständnis. Und das könne zu Streit führen.

5. Wird der Alltag unsere Liebe zerstören?

Diese Angst haben vor allem Frauen, die mit ihrem Partner zusammenziehen. Die große Sorge: Streitereien um den Haushalt und Job-Probleme killen jede Romantik. Borde rät: "Auch hier solltet ihr euch bewusst machen: Ihr habt es selbst in der Hand!" Allein diese Einsicht helfe schon, die Angst beiseitezuschieben. Und: "Eine Beziehung, an der man nicht arbeitet, wird automatisch schlechter", so der Experte. "Gebt deshalb immer euer Bestes, um den Partner glücklich zu machen." Das habe nichts mit Selbstaufgabe zu tun. "Wenn beide diese Einstellung haben, dann wird das Geben und Nehmen in der Beziehung stetig größer - und die Partnerschaft glücklicher."

Beziehungsängste: Darüber reden oder nicht?

Wer sich ständig um die Beziehung sorgt, sollte nicht alleine mit seinen Gedanken bleiben. Gleich in der Kennenlernphase mit dem Flirt darüber zu sprechen? Keine gute Idee! Doch der Experte weiß: "Wenn ihr schon länger mit eurem Partner zusammen seid, kann es helfen, sich gemeinsam mit dem Problem auseinanderzusetzen. Vielleicht kann der Partner Ängste nehmen. Er ist allerdings kein Therapeut - und sollte den auch nicht ersetzen! Plagen euch starke Ängste, sprecht mit einem Profi."

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