Männernamen: Was verrät sein Vorname über ihn?

Wie er heißt, sagt eine Menge darüber aus, wie er ist und liebt, behauptet Beziehungscoach Clemens Beöthy in seinem Buch "Heirate niemals einen Udo". Acht Männernamen und welche Typen angeblich dahinterstecken.

Haben Sie einen Andreas, Markus oder Thomas Zuhause? Dann können Sie am besten beurteilen, ob Beziehungscoach Clemens Beöthy recht hat. In seinem Buch "Heirate niemals einen Udo" verrät er die Liebeseigenschaften von 25 typisch deutschen Männernamen (und auch 25 Frauennamen) - und schöpft dabei aus eigener Erfahrung. Bei seiner täglichen Arbeit mit Singles und Paaren habe er festgestellt, dass unser Vorname Auswirkungen auf unser Liebesleben hat, sagt Beöthy. Und jetzt zum Praxistest: acht gängige Männernamen und welche Eigenschaften die Herren laut Clemens Beöthy haben.

3 Gründe, warum er dich betrügt, obwohl er dich liebt

Andreas: Der Mama-Mann

Einen Andreas bekommt man selten allein. Meist hat man seine Mutter gleich dazu, denn Andreas-Söhne schaffen es nur selten, eine räumliche Distanz zu ihrer Mutter herzustellen. Männer mit Namen Andreas sprechen nur ungern offen über ihre Gefühle. Bei der Partnersuche hat ein Andreas vor allem zwei Trümpfe, die er ausspielen kann: Er ist finanziell meist auf Rosen gebettet und sieht häufig überdurchschnittlich gut aus. Dafür mangelt es ihm ein bisschen an Phantasie, was sich vor allem im Liebesleben zeigt. In der Ehe lebt Andreas gern das klassische Rollenmodell und überlässt seiner Frau Kinder und Küche. Als eher einsilbiger Typ wird er die kommunikativen Bedürfnisse der meisten Frauen nicht befriedigen können. Außerdem mangelt es ihm an der rechten Herzenswärme. Ein Andreas ist keiner, der gern gibt - und er hasst es, etwas weggenommen zu bekommen. Wenigstens gibt er sich selbst auch nicht weg: Ein Andreas ist in der Regel treu.

Christian: Der Ungestüme

Verantwortungsbewusst, vielseitig, uneitel, aber auch ein bisschen arrogant: So ist der typische Christian. Mit seinem eher spröden Charme hat er es beim Flirten nicht leicht. Komplimente kommen ihm nur schwer über die Lippen. Trotzdem wird er versuchen, am Objekt der Begierde dranzubleiben. Denn ein Christian braucht viel Sex, um sich psychisch ausgeglichen zu fühlen. Vom Bettgeschehen abgesehen kommt ein Christian-Mann aber auch ohne Partnerin gut durchs Leben. Lässt er sich doch auf eine feste Beziehung ein, hat Frau es mit seiner ziemlich dominanten Art nicht leicht. Kompromissbereit ist ein Christian nämlich nicht gerade. Für ihn spricht, dass er gut zuhören kann und seine Partnerin in der Not niemals im Stich lassen würde. Anders als der Andreas bringt sich ein Christian außerdem bei Hausarbeit und Kindererziehung ein.

Frank: Kein Mann von Welt

Als Jugendlicher eher der rüpelhafte Typ kommt ein Frank im Alter von 30 Jahren so langsam zur Ruhe und weiß dann auch, was er will: ein solides Leben in bekannten Gefilden - und in legeren Klamotten wie Sweatshirt und Jeans. Im Bett beweisen Männer namens Frank ein großes Stehvermögen, erweisen sich dort aber leider auch häufig als Egoisten. Wer mit einem Frank eine Beziehung eingeht, bekommt ihn am Anfang nicht viel zu Gesicht. Als Fan der Vereinskultur wird er an mehreren Abenden pro Woche genau dort zu finden sein: im Vereinsheim mit seinen Kumpels. Sobald ein Frank Kinder hat, wird er häuslich und kümmert sich intensiv um den Nachwuchs. Die Hausarbeit überlässt er allerdings auch dann noch gern seiner Frau. Geprägt durch sein Elternhaus ist der Frank häufig ein Pascha. Kein Wunder, dass er nur schlecht allein sein kann. Dann würde er vermutlich verhungern.

Markus: Ein windiger Geselle

Ein Markus rast mit hohem Tempo durchs Leben. Der teure Lebensstil führt dazu, dass Markusse oft schon mit Anfang 20 verschuldet sind. Sie sind Meister der Selbstdarstellung, nehmen aber auch andere Menschen wichtig. Oft haben Markus-Männer ein ausgesprochen großes Herz. Wenn es darum geht, eine Frau kennenzulernen, schlüpft der häufig sehr gut aussehende Markus in eine dieser vier Rollen: erfolgreicher Geschäftsmann, Intellektueller, Frauenversteher oder Moralist. Lässt sich die Frau auf ihn ein, wird sie feststellen, dass der Markus zwar ein guter Liebhaber ist, die übergroßen Erwartungen, die er selbst weckt, aber nicht unbedingt einhalten kann - und sie wird womöglich feststellen, dass ein Markus gern mehrgleisig fährt. Ehe und Familie stellen für Markus-Männer eigentlich zu viel Verantwortung dar. Lässt sich ein Markus trotzdem darauf ein, wird er nach einiger Zeit versuchen, sich aus dem Familienalltag auszuklinken und möglicherweise anderswo auszutoben. Trotz seiner Untreue halten es viele Frauen recht lange mit einem Markus aus. Er punktet unter anderem mit seinem Sinn für Romantik und spontanen verrückten Einfällen.

Michael: Die Labertasche

So ein Michael hat ein großes Mitteilungsbedürfnis - und oft verfügen Michael-Männer auch über ein starkes Selbstwertgefühl. Bei ihnen stehen Herz und Verstand in einem gesunden Gleichgewicht. Sie sind gesellige Typen, häufig sehr attraktiv und bei Frauen begehrt. Beim Flirten versteht sich ein Michael auf Überraschungsangriffe, bei denen häufig aber auch eine Menge heiße Luft produziert wird. Ein Michael hält sich - ähnlich wie ein Markus - in der Regel für den besten Liebhaber der Welt und auch er nimmt es mit der Treue nicht so genau. Als Ehemann ist der Michael häufig ein aufmerksamer und hilfsbereiter Partner, der im Haushalt fast alles kann. Um die Kinder kümmert er sich viel, spielt gern mit ihnen, auch weil er so sein eigenes inneres Kind pflegen kann - und hoffentlich bei Laune bleibt. Denn wenn die in den Keller geht, kann ein Michael ganz schön motzig werden.

Ralph/Ralf: Der kleine König

Sein Name heißt übersetzt Ratgeber, aber dazu taugt ein Ralf eigentlich nicht. Um anderen Menschen Tipps zu geben, ist er leider zu egozentrisch. Ralfs fühlen sich häufig wie kleine Könige, die bei ihren "Untertanen" wegen ihres Narzissmus und ihrer Arroganz nicht immer beliebt sind. Was sie auszeichnet, sind ihr Humor und ihre Flexibilität. Bei ihrem Flirtverhalten sind sie recht breit aufgestellt, haben häufig mehr als ein Beutetier im Visier. Hat sich ein Ralf aber erstmal gepaart, fährt er nur noch selten mehrgleisig: Für sexuelle Untreue ist er meist zu feige. Mit einem Ralf wird die Partnerschaft selten zur Routine. Ralfs sind spontan und unternehmungslustig - und sie sprechen gern, nur nicht über Probleme. Ein Manko in Beziehungen: Ralfs sind nur schwer in der Lage, sich emotional zu verwurzeln. Sie halten sich oft ein Hintertürchen offen. Eine Ralf-Partnerschaft kann deshalb unter einer gewissen Oberflächlichkeit leiden.

Stefan/Stephan: Der Clown

Ein Stefan passt in kein Schema. Männer mit diesem Namen sind oft unkonventionelle Spaß- und Paradiesvögel, die viel Abwechslung und Bewegung brauchen. Will ein Stefan eine Frau kennenlernen, fällt es ihm zunächst oft schwer, sich nur auf eine Dame zu konzentrieren. Hat er sich aber erstmal für eine entschieden, bricht er alle anderen Kontakte ab. Die unerhörte Leichtigkeit des Seins, die Stefans so gut gefällt, nehmen sie aus dem Alltag mit ins Schlafzimmer. Im Bett ist der Stefan sehr experimentierfreudig. Ruhige Phasen wird es in einer Beziehung mit ihm kaum geben, er ist rastlos und leidet nicht selten an Bindungsphobien. Am besten kommt also mit ihm aus, wer selbst viel Freiraum benötigt oder seinen Stefan an der langen Leine lässt. Dann ist er ein perfekter Partner.

Thomas: Es kann nicht nur einen geben

Deshalb unterscheidet Clemens Beöthy zwei Thomas-Typen: den "technischen Thomas" (TT) mit einem Faible für Technik und Naturwissenschaften und den Vertreter-Thomas (VT) mit großer sprachlicher Begabung und null technischem Sachverstand. Die TTs sind wenig stylisch unterwegs und überlassen das Finden der Liebe lieber dem Zufall, was sie oft zu sexuellen Spätzündern macht. Ganz anders die VTs: Sie gucken schon als Jugendliche Pornos und fiebern wilden Zeiten entgegen. Beide Thomas-Typen sind stark selbstbezogen, bemühen sich aber trotzdem ihrem Herzblatt ein guter Partner zu sein. VTs würden gern auf die Treue schwören, leben aber zu sehr nach dem Lustprinzip. TTs sind kaum in der Lage, sich in die weibliche Psyche einzufühlen. Dafür sind sie verlässliche Partner, die niemals fremdgehen würden. Fängt es in der Partnerschaft an zu krieseln, zeigen sich beide Thomas-Arten sehr gesprächsbereit und geloben Besserung. Doch am Ende sitzt der TT doch wieder im Hobbykeller - und der VT im Zweifelsfall bei Ihrer Bekannten auf dem Schoß.

Mehr über diese und andere Männernamen sowie über 25 Frauennamen lesen Sie in "Heirate niemals einen Udo. Was Vornamen über unser Liebesleben verraten" von Clemens Beöthy (415 Seiten, Knaur TB, 8,95 Euro)

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