Getrennte Schlafzimmer: Toll oder traurig?

Sie sind der Tod der Romantik. Blödsinn: Sie halten die Leidenschaft lebendig. Beim Thema getrennte Betten gehen die Meinungen auseinander. Eine Bestandsaufnahme - garantiert nicht schnarchig.

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Bei einer Wohnungsführung: die Küche. "Toll, so schön groß." Das Bad. "Klein, aber alles drin, was man braucht." Tür auf: "Ah, und das ist euer Schlafzimmer". "Ja, genau - eins davon." "Oh ..." Es folgt: betretenes Schweigen.


Paare, die sich gegen die klassische Wohnungsaufteilung entscheiden, gehören noch immer zu den Exoten in Deutschland. In Umfragen geben 90 Prozent an, dass sie gemeinsam mit ihrem Liebsten ein Bett teilen. Natürlich. "Was für eine seltsamen Frage", schwingt in dieser Aussage mit.

Getrennte Betten - das ist für viele ein sicheres Zeichen, dass es nicht gut um die Beziehung bestellt ist. "Da läuft nicht mehr viel", heißt es hinter vorgehaltener Hand. "Wie bei einem alten Ehepaar" ist noch so ein Satz, der in diesem Zusammenhang immer wieder fällt.

Aber: Stimmt das? Sind getrennte Betten für die Liebe wirklich eine Katastrophe? Wieso hört man dann so selten Frauen klagen, dass sie das Schnarchen ihres geliebten Kerls so vermissen? Wieso hat noch niemand eine Online-Petition gestartet, Motto: "Macht mehr Platz für klobige Hanteln in unseren Schlafzimmern!"

Ernsthaft: Es gibt mindestens genauso viele gute Gründe für getrennte Schlafzimmer wie dafür, jede Nacht gemeinsam zu schlafen. Wir haben ein paar der wichtigsten Pro- und Contra-Argumente gesammelt. Fallen euch noch weitere ein?

Pro: Warum getrennte Schlafzimmer toll sind

  • Weil wir uns so einrichten können, wie es uns gefällt. Keine faulen Kompromisse. Und ja, das gilt auch für die ultrakitschige Bettwäsche mit den Bommeln dran.
  • Weil wir dann einschlafen können, wann wir es wollen. Ohne auf den Schlafrhythmus des Partners Rücksicht nehmen zu müssen.
  • Weil wir unserem Liebsten jeden Abend die sexy Frage stellen können: "Gehen wir zu mir oder zu dir?"
  • Weil wir es nicht als Selbstverständlichkeit hinnehmen, gemeinsam einzuschlafen und aufzuwachen - es bleibt auch nach Jahren etwas Besonderes.
  • Weil wir nicht alle paar Minuten aufwachen, weil er sich hin und her wälzt oder ganze kanadische Wälder im Schlaf zersägt.
  • Weil es gesünder ist: Wer besser (weil störungsfreier) schläft, wird weniger anfällig für Krankheiten.
  • Weil wir keine Rücksicht darauf nehmen müssen, wenn es mal später geworden ist.
  • Weil die Lust so länger erhalten bleibt.
  • Weil nicht alles, was alle anderen machen, auch für uns selbst richtig ist.
  • Weil es ein kuscheliger Rückzugsraum in den gemeinsamen vier Wänden ist.

Contra: Warum getrennte Schlafzimmer traurig sind

  • Weil wir uns damit eines der schönsten Erlebnis in einer Beziehung nehmen: an den Liebsten geschmiegt einzuschlafen.
  • Weil wir überflüssigerweise ein Zimmer opfern, das wir so viel besser nutzen könnten.
  • Weil wir uns dadurch (unbewusst) mehr und mehr voneinander entfernen.
  • Weil wir uns sowieso schon den ganzen Tag kaum sehen.
  • Weil es in einer Beziehung darum geht, Kompromisse zu schließen - nicht darum, sein eigenes Ding durchzuziehen.
  • Weil wir einander nicht direkt trösten können, wenn wir schlecht träumen.
  • Weil wir freiwillig auf Körperwärme verzichten - die nachweislich schönste Wärmequelle, die es gibt.
  • Weil wir uns so die Chance nehmen, stetig immer mehr Vertrauen zueinander aufzubauen.
  • Weil Studien nahe legen, dass gemeinsame Schlafzimmer die Bindung stärken - trotz Schnarchen und Herumwälzen.
  • Weil wir uns dann ja gleich getrennte Wohnungen mieten könnten.

Fazit: Es gibt bei der Frage "Getrennte Schlafzimmer: Ja oder nein?" keine allgemeingültige Antwort. Ob ein Paar in getrennten Betten schlafen möchte, ist eine Frage, die nur diese Zwei für sich entscheiden können

sde
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