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Partnerschaft Diese 2 Eigenschaften sind essenziell für eine gesunde Beziehung

Glückliches Paar: Diese 2 Eigenschaften sind essenziell für eine gesunde Beziehung
© Syda Productions / Adobe Stock
Wie glücklich zwei Menschen in einer Beziehung miteinander sind, beruht auf vielen unterschiedlichen Faktoren. Ein Psychologe benennt allerdings zwei Kerneigenschaften, die unerlässlich für eine gesunde Partnerschaft sind.

Vertrauen, Liebe, Kommunikation – all das können die Schlüssel zu einer richtig guten Beziehung sein. Aber tatsächlich gibt es laut dem Psychologen Dr. Daniel S. Lobel zwei sehr wichtige Eigenschaften, die jede gute Partnerschaft braucht. Und zwar unabhängig vom Beziehungsmodell, für das die beiden (oder auch mehr) Personen sich entscheiden.

2 Eigenschaften, die jede gute Partnerschaft braucht    

1. Commitment

Damit beide Partner:innen sich sicher und wohl in einer Beziehung fühlen, ist es wichtig, klar zu kommunizieren, wozu sie sich verpflichten. Dieses Commitment kann ganz unterschiedliche Bereiche der Partnerschaft betreffen. Es beginnt natürlich bei den grundsätzlichen Absprachen zum Beziehungsmodell, etwa der Treue. Es bezieht sich aber auch darauf, dass beide Personen sich beispielsweise dazu verpflichten, unterschiedliche Meinungen sachlich auszudiskutieren – ohne Angst haben zu müssen, dass die Beziehung an der nächstbesten Uneinigkeit zerbricht.

2. Der richtige Umgang mit Wut

Wut ist ein natürliches und manchmal sogar wichtiges Gefühl, das uns darauf aufmerksam macht, wenn etwas schiefläuft. Für das Gelingen von Beziehungen ist es aber ein zentraler Faktor, wie wir mit diesem Gefühl umgehen und vor allem: wie wir es kommunizieren. In den meisten Fällen steckt hinter Wut – vor allem in einer Partnerschaft – nämlich ein anderes Gefühl: Verletztheit. Und dabei ist der erste Schritt zur Problemlösung, dass wir selbst erkennen, was uns warum verletzt hat, und der zweite, dass wir es entsprechend sachlich kommunizieren. Und zwar ohne die Stimme zu erheben oder unserem Gegenüber Gemeinheiten an den Kopf zu knallen. Schaffen wir es, unserem Partner oder unserer Partnerin zu erklären, was uns wehgetan und in der Folge wütend gemacht hat, ist das eine gute Basis für eine stabile Beziehung, in der beide sich wohl und sicher fühlen.

Darum sind diese beiden Fähigkeiten so wichtig für eine Beziehung

Das ist der Knackpunkt: Bei beiden Eigenschaften geht es laut dem Psychologen Dr. Daniel Lobel um das Gefühl der Sicherheit, das sich beide Partner:innen wünschen. Und zwar nicht im Sinne des tradierten Sicherheitsbegriffs, der beispielsweise 100-prozentige Treue beinhaltet. Vielmehr geht es darum, dass die Partner:innen das Gefühl haben, einander vertrauen zu können, und sicher sind, dass ihr Gegenüber sich an die getroffenen Absprachen hält – egal, wie diese aussehen mögen.

Fehlen das Commitment und die Fähigkeit, gut mit Wut umzugehen, gerät die Beziehung schnell in eine Schieflage. Dr. Daniel Lobel beschreibt eine Partnerschaft in diesem Fall als "transaktional": "Sie wird von der letzten Interaktion charakterisiert", erklärt der Beziehungsexperte gegenüber "Psychology Today". "Jede Frustration oder Unzufriedenheit wird als der aktuelle Status der gesamten Beziehung gesehen." Das Gefühl, ständig verurteilt zu werden, sowie die Angst vor der Reaktion des Gegenübers können schnell für große Unsicherheit sorgen.

Deshalb lohnt es sich bei den meisten immer wieder aufkommenden Beziehungskonflikten, an den beiden Punkten – dem Commitment und dem Umgang mit Wut – zu arbeiten.

Verwendete Quelle: psychologytoday.com

mbl Brigitte

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