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Studie zeigt Männer mit dieser Eigenschaft gehen besonders oft fremd

Studie: Ein Mann flirtet mit einer Frau
© gpointstudio / Shutterstock
Wenn Menschen fremdgehen, spielen meist seeehr viele unterschiedliche und individuelle Faktoren eine Rolle. Doch wie ein chinesisches Forschungsteam herausfand, kann ein bestimmtes Merkmal bei Männern die Seitensprung-Wahrscheinlichkeit erhöhen.

Die eine geht fremd, weil sie Beziehungsangst hat und damit unbewusst ihre Partnerschaft sabotieren will, der andere, weil ihm in seiner Ehe etwas fehlt, und die Dritte einfach nur, weil sie's kann. Hinter jedem Seitensprung stecken individuelle Motive, die ihn irgendwie nachvollziehbar machen oder zumindest erklären.

Liegt Fremdgeher*innen Untreue in der Natur?

Zugleich scheint es aber auch von der Natur und Persönlichkeit eines Menschen abzuhängen, ob er seinen Partner betrügt: Die einen würden selbst bei der süßesten Verlockung und der zerrüttetsten Beziehung widerstehen, andere melden sich trotz gesunder Partnerschaft in einem Seitensprung-Portal an. Das wiederum legt die etwas gewagte Frage nahe: Können wir Leuten grundsätzlich anmerken, dass sie es mit der Treue nicht so eng sehen? Ein Forschungsteam der Southwest University in Chongqing in China hat sich genau dieser Frage angenommen.

Studie über den Zusammenhang zwischen Untreue und Stimmlage

Anhand einer Stichprobe von gut 260 Proband*innen (116 Männer, 147 Frauen) haben die Wissenschaftler*innen untersucht, ob es womöglich einen Zusammenhang zwischen der Stimmlage eines Menschen und ihrem Fremdgehpotential gibt – ja, richtig gehört, der Stimmlage! Um die Testpersonen in Kategorien einzuteilen, haben die Researcher sie zunächst Sätze sprechen lassen, aufgrund derer sie ihre Stimmlage bestimmen konnten. Zusätzlich haben sie die Proband*innen zu ihrem Treueverhalten befragt: Sind sie in der Vergangenheit häufiger fremdgegangen und halten sie es selbst für eher wahrscheinlich, dass sie ihren Partner betrügen würden? Oder würden sie sich eher als treu bezeichnen?

Anhand der Daten und Angaben haben die Wissenschaftler*innen nach einem Zusammenhang gesucht – und ihn, zumindest in bei den Männern, gefunden: Männliche Testpersonen mit einer tiefen Stimme neigen demnach stärker zu Untreue als diejenigen, die in einer höheren Tonlage sprechen. Bei den weiblichen Testpersonen konnten die Wissenschaftler*innen dagegen keinen Zusammenhang zwischen Stimmfarbe und Untreue feststellen.

Testosteron als Untreue-Treiber?

Jing Zhang, die Leiterin des Experiments, wird etwa vom "Mirror" dazu zitiert: "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass sehr maskuline Männer wahrscheinlicher untreu sind und weniger committet in romantische Partnerschaften als femininere Männer. Bei Frauen scheint das jedoch nicht der Fall zu sein."

Als mögliche Erklärung für dieses Phänomen führt die Wissenschaftlerin das Hormon Testosteron an: Vielleicht, so ihre These, erhöhe ein hoher Testosteronspiegel, der ja maßgeblich für eine starke Ausprägung maskuliner Merkmale wie eine tiefe Stimme ursächlich ist, auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann fremdgehe.

Außerdem könne es eine Rolle spielen, dass sehr maskuline Männer tendenziell als attraktiver wahrgenommen werden und erfolgreicher sind und es somit leichter hätten fremdzugehen – was in die Richtung der These des bekennenden Aufreißers Alan Roger Currie geht, der sagt, die Treue eines Mannes hänge unmittelbar von seinen Möglichkeiten ab (mehr dazu liest du in unserem Artikel "Geheimnisse eines Aufreißers").

Doch auch wenn wir damit schon zwei Gründe hätten, attraktiven Männern mit einer tiefen Stimme vorsichtshalber zu misstrauen und die Ergebnisse dieser Untersuchung durchaus interessant sind, sollten wir sie vorerst mit allergrößter Vorsicht genießen: Zum einen ist eine Stichprobe von 117 Mann nicht besonders groß. Zum anderen haben Menschen neben ihrem Hormonspiegel auch noch ein Bewusstsein, das es ihnen erlaubt, sich ihrem Testosteron zu widersetzen. Und außerdem wird womöglich selbst der notorischste Fremdgeher und Aufreißer mit der tiefsten Stimme bekehrt, wenn er seine Traumfrau und wahre Liebe an seiner Seite hat. Zumindest möchten wir das – auch ganz ohne Studie – glauben. 


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