Trennung trotz Liebe: Diese Gründe sprechen dafür

Eine Trennung trotz Liebe ergibt keinen Sinn? Oh doch, manchmal leider schon ... Unter welchen Umständen das der Fall ist, verraten wir dir hier.

Keine Frage: Liebe ist etwas Großes und wahre Liebe kann gaaaanz viele Probleme und Hindernisse überwinden – aber eben nicht alle. In manchen Situationen ändern auch die stärksten Gefühle nichts daran, dass die Beziehung über kurz oder lang beiden Beteiligten wehtut und letztendlich wertvolle Zeit stiehlt. Schließlich besteht der Sinn des Lebens darin, unser Glück zu finden – und Liebe sollte das nicht verhindern, sondern unterstützen! In welchen Fällen eine Trennung trotz Liebe angebracht ist? Zum Beispiel in diesen ...  

Trennung trotz Liebe: Diese Argumente sprechen dafür

1. Unterschiedliche Vorstellungen von Beziehung

Er möchte am liebsten heiraten, du nur etwas Lockeres? Dein Schatz findet eine Fernbeziehung völlig okay, doch dir ist das viiiiel zu wenig Nähe? Wenn eure Ansprüche und Vorstellungen an eine Partnerschaft nicht zusammenpassen, passt ihr offenbar auch nicht zusammen, egal wie sehr ihr euch liebt. Klingt hart? Ist es auch. Aber wie wollt ihr gemeinsam glücklich werden, wenn ihr unterschiedliche Rahmen dafür braucht ...?

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2. Uneinigkeit beim Kinderwunsch

Kinder ja oder nein – etwas dazwischen gibt es bei dieser Frage nicht. Ihr müsst euch ja nicht unbedingt von vornherein über die genaue Anzahl einig sein, aber ob ihr eine Familie gründen oder lieber zu zweit bleiben möchtet, solltet ihr beide gleich beantworten. Schließlich lässt sich die Entscheidung für Kinder nicht so einfach rückgängig machen – und die dagegen irgendwann auch nicht mehr ...

3. Unvereinbare Weltanschauungen

Traurig, aber wahr: Religion und Glaube können Gründe sein, sich von einem Menschen zu trennen, den man liebt. Kein Sex vor der Ehe, Verhütung ist Sünde, Frauen haben sich zu verhüllen oder Kinder müssen in demselben Glauben erzogen werden – einige religiöse Leute halten sich nun mal an Gesetze, die andere Menschen nicht verstehen. Und wenn die sich auf das Zusammenleben und die Beziehung auswirken und dort grundlegende Konflikte verursachen, gibt's in der Regel keine andere Möglichkeit, als getrennte Wege zu gehen – schließlich lassen sich Glaubensfragen und -konflikte auch mit vernünftiger Diskussion und Kommunikation nicht aus dem Weg räumen ... 

4. Gewalt

Wenn dein Partner (dir gegenüber) gewalttätig wird, ist alles andere egal – und eine Trennung trotz Liebe die einzige Option. Wer sich selbst so wenig im Griff hat, dass er andere Menschen verletzt, ist offensichtlich nicht in der Lage, eine gesunde Beziehung zu führen. Natürlich verdient jeder eine zweite Chance, aber nur, wenn er sein Problem erkennt und sich ihm stellt. Eine Entschuldigung oder gar Rechtfertigung reicht in diesem Fall nicht! Denn: Hat dein Partner dieses Tabu einmal gebrochen, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass er es wieder tut. Insofern müsste er schon einiges dafür tun, sich dein Vertrauen wieder zu verdienen ...

5. Süchte und Abhängigkeiten

Wen man liebt, verlässt man natürlich nicht, sobald er oder sie krank wird oder psychische Probleme hat – doch bei Süchten und Abhängigkeiten sieht es unter Umständen anders aus. Spielsucht, Drogenabhängigkeit u. Ä. bringen Menschen dazu, Dinge zu tun, die sie "bei klarem Verstand" nie tun würden. Sie stehlen, lügen, betrügen, verlieren Stück für Stück die Kontrolle über sich und ihr Leben – so machen Süchte nicht nur die Betroffenen kaputt, sondern auch ihr Umfeld, die Leute, die ihnen nahestehen. Zeigt dein Schatz in diesem Fall Einsicht und sucht sich Hilfe, spricht natürlich nichts dagegen, dass du ihm zur Seite stehst und an ihn glaubst! Ist er allerdings blind und gefangen in seiner Sucht, kannst du ihn daraus vermutlich (gerade) nicht befreien – und solltest wenigstens dich selbst schützen ...  

6. Emotionale Erpressung

Manchmal lässt sich emotionale Erpressung zwar überwinden – doch in den meisten Fällen ist der Teufelskreis aus Manipulation und Abhängigkeit nur durch eine Trennung zu durchbrechen. Natürlich fällt dieser Schritt – wie bei jeder Vernunft-Trennung – schwer. Doch am Ende zählt nicht, was genau dich mit einer Person verbindet (Gewohnheit? Liebe? Hassliebe?), sondern wie glücklich du mit dieser Person sein kannst. Und wie glücklich kannst du wohl sein mit jemandem, der deine Gefühle missbraucht, um dir seinen Willen aufzuzwingen ...?    

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