Die 10 am meisten unterschätzten Gefahren für die Beziehung – und wie ihr sie umgeht

Die fiesesten Gefahren sind die, die wir als solche gar nicht erkennen. Aber keine Angst: Wir verraten euch 10 typische, unerkannte Beziehungsgefährder – damit ihr elegant ausweichen könnt.

Untreue, zu wenig oder schlechte Kommunikation, Orgasmusprobleme oder sonstige Schwierigkeiten im Bett und natürlich finanzielle Sorgen – dass solche Dinge eine Beziehung torpedieren und im schlimmsten Fall zum Kentern bringen können, haben wohl die meisten auf dem Zettel. Doch wir wissen es ja aus Titanic: Oft genug sind es die unterschätzten Gefahren, die ein Schiff zum Sinken bringen. In einem Beitrag für "Huffingtonpost" stellte Blogger und Psychologe Kelly Flanagan seine neun gefährlichsten Eisberge für die Partnerschaft vor – und wir finden, er hat damit so ziemlich ins Schwarze getroffen. Einen Eisberg hat allerdings auch Flanagan übersehen ...

10 unterschätzte Gefahren für die Beziehung

1. Wir lieben unseren Partner, wie er ist – nicht, wie er sein will

Menschen ändern sich, unter anderem, weil sie es wollen. Oder möchtest du etwa nicht reifer, klüger, glücklicher und ausgeglichener werden ...? Wer eine Partnerschaft mit der Erwartungshaltung eingeht, der andere bliebe immer so, wie man ihn kennengelernt hat, dürfte früher oder später enttäuscht werden.

2. Trotz Beziehung sind wir auf uns allein gestellt

Einsamkeit überwinden geht nicht so einfach, indem man sich in eine Partnerschaft stürzt, denn auch in einer Beziehung wird es immer Dinge geben, die wir nur mit uns selbst ausmachen können. Doch wenn uns das nicht klar ist und wir uns von unserem Partner erhoffen, dass er uns von allen Sehnsüchten und Einsamkeitsgefühlen befreit, kann er unsere Ansprüche nicht erfüllen – und wir werden frustriert.

3. Das Päckchen, das wir zu tragen haben ...

Wir alle wurden schon mal verletzt oder haben etwas getan, für das wir uns schämen – vielleicht sogar jemand anderem das Herz gebrochen. Kurz: Jeder Mensch hat gewisse Wunden und schleppt das eine oder andere Päckchen aus der Vergangenheit mit sich rum. Nun kann es gerade in einer engen Beziehung vorkommen, dass wir damit konfrontiert und unsere Wunden wieder aufgerissen werden. Das nehmen wir dann dummerweise (oft unbewusst) unserem aktuellen Partner übel, obwohl der eigentlich unschuldig ist. 

4. Das Ego

Wer gibt schon gerne nach? Oder gibt zu, dass sie im Unrecht war und einen Fehler gemacht hat? Das eigene Ego runterzuschlucken, ist schwer, auch in einer Beziehung. Doch gerade da muss man es, denn wenn zwei Menschen auf ihrem Standpunkt bestehen, können sie langfristig weder an einem Strang ziehen noch gemeinsam vorankommen.

5. Leben ist chaotisch – und Beziehung auch

Es ist unmöglich, im Leben auf alles vorbereitet zu sein oder immer alles geplant und unter Kontrolle zu haben. Meistens müssen wir improvisieren und das Beste aus einer Situation machen, die wir beim Schicksal gar nicht bestellt hatten. Und das gleiche gilt für Partnerschaften. Wer in ihrer Beziehung glücklich werden möchte, muss ihren Traum von der perfekten Partnerschaft aufgeben – und sich auf die Realität einlassen.

6. Mitgefühl ist anstrengender als gedacht

Für den Partner Mitgefühl empfinden klingt für viele vielleicht nach einer Selbstverständlichkeit, doch in Wahrheit ist es gar nicht so leicht. Sich auf die Perspektive eines anderen Menschen einzulassen, erfordert nicht nur Kraft, sondern auch Mut und sehr viel Vertrauen, schließlich müssen wir die eigene dabei loslassen. Wenn wir aber diese vermeintliche "Selbstverständlichkeit" schon nicht geben können oder bekommen – was hat die Beziehung dann für einen Sinn ...? Ein fataler Denkfehler, denn Vertrauen und Mitgefühl kann sich nur mit aktivem Zutun und genügend Risikobereitschaft entwickeln.

7. Kinder werden mehr geliebt als Partner

Ja, für manche Partnerschaften sind laut Flanagan die gemeinsamen Kinder der Eisberg. Dabei gäbe es sie ohne den Partner gar nicht. Wenn das nicht Grund genug ist, ihn genauso leibevoll und fürsorglich zu behandeln wie sie ...

8. Unterschwellige Machtkämpfe

Am liebsten würden wir doch alle immer unseren Willen durchsetzen, auch in der Partnerschaft. So tickt der Mensch nunmal und das ist völlig okay – solange wir es uns eingestehen. Dann können wir uns nämlich damit arrangieren und dafür sorgen, dass mal die eine, mal der andere auf ihre Kosten kommt. Ansonsten würden wir vor lauter unterschwelligen Machtkämpfe früher oder später die Kontrolle über unsere Beziehung verlieren. Und dann hilft Rechthaben auch nicht mehr viel weiter.

9. Wir sind es nicht gewöhnt, treu zu sein

Im Job, bei gesellschaftlichen Trends und von der technologischen Entwicklung fangen wir gar nicht erst an – wir leben in einer schnelllebigen Zeit, in der Flexibilität eine Schlüsselqualifikation ist. Doch wenn wir alle zwei Jahre den Beruf und das Handy wechseln, wie sollen wir dann 10, 20, 30 Jahre mit demselben Partner zurecht kommen, ohne uns zu langweilen? In vielen Lebensbereichen ist Treue nicht mehr besonders viel wert und einer Partnerschaft kann das gefährlich werden.

10. Wir lieben uns nicht selbst genug

Selbstliebe und -bewusstsein sind nichts, was uns ein Partner vermittelt – wir müssen selbst daran arbeiten, vor, während und neben jeder Beziehung. Natürlich kann unser Schatz uns dabei helfen, kann unsere Partnerschaft eine der Säulen sein, auf denen wir unser Selbstwertgefühl aufbauen. Doch wer ohne genügend unabhängige und bedingungslose Selbstliebe in eine Beziehung geht und glaubt, der Partner könne das richten, erwartet einfach zu viel. Schließlich ist der andere auch nur ein Mensch und hat mit seinem eigenen Selbstbewusstsein wahrscheinlich schon genug zu tun.

Du möchtest dich mit anderen über Beziehungsprobleme, -glück, Partnersuche oder Selbstwahrnehmung austauschen? Dann schau gerne mal in unserer Community vorbei!

Videotipp: Anzeichen, dass du dich selbst nicht genug liebst

Anzeichen, dass du dich selbst nicht liebst: Eine junge Frau versteckt sich unter ihrem Pulli
sus

Unsere Empfehlungen

teaser_3