Laut Psychologen: Mit dieser Fähigkeit verbesserst du deine Beziehung

Einfühlungsvermögen, Ausdrucksstärke, Humor – alles wichtige Fähigkeiten für eine Beziehung. Doch laut Psychologen entscheidet noch ein anderer Skill über Glück oder Unglück in der Partnerschaft. 

Um hier keine falsche Hoffnung zu schüren: DAS eine Geheimnis glücklicher Beziehungen gibt's (wahrscheinlich) nicht. Um eine Partnerschaft stabil, langfristig und harmonisch zu erhalten, bedarf es eher einer Mischung aus Trial and Error, an sich arbeiten, Gefühle verstehen lernen und die Person neben sich im Bett so respektieren, wie sie ist, als des Talents, Geheimcodes zu knacken. ABER! Glücklicherweise werden Psychologen, Neurologen und sonstige Experten nicht müde zu ergründen, welche Faktoren sich positiv auf eine Beziehung auswirken – und Wissenschaftler der Universität Berkeley haben da mal wieder was gefunden. Eine Fähigkeit, die wir bislang nicht sooo auf dem Zettel hatten.

Gefühle im Griff? Hoffentlich!

Über einen Zeitraum von 13 Jahren haben die Forscher in einer Studie mit verheirateten Paaren untersucht, wie sich die Fähigkeit zur Gefühlskontrolle auf das Beziehungsglück auswirkt. Dazu haben sie die Probanden gebeten, in regelmäßigen Abständen vor laufender Kamera ein aktuelles Problem aus ihrer Partnerschaft zu diskutieren. Anhand des Videomaterials ermittelten die Wissenschaftler, wie emotional beziehungsweise beherrscht die Partner dabei vorgingen. Darüber hinaus befragten sie die Studienteilnehmer zu ihrer Beziehungszufriedenheit – generell und in der konkreten Situation der Diskussion.

Das Ergebnis dieser Langzeitstudie: Paare, die ihre Emotionen und Empfindungen gut im Griff hatten, waren im Schnitt deutlich und nachweislich glücklicher in ihrer Partnerschaft als die Gefühlsausbruchs-Menschen. Genauer gesagt: Je besser und schneller es Partnern gelang, sich nach dem Erlebnis einer negativen Emotion wie Wut oder Beleidigt-Sein wieder zu fangen, umso zufriedener waren sie auch generell in der Beziehung.

Emotionen erschweren Kommunikation

Eine weitere Beobachtung der Wissenschaftler und letztlich auch Teil der Erklärung: Starke, langanhaltende Emotionen stehen einer lösungsorientierten und zielführenden Kommunikation im Weg. Wer sich seiner Wut hingibt und in seinen Ärger geradezu hineinsteigert, kann sich weder in die Lage des anderen versetzen, noch – Überraschung! – die Situation aus einer unbefangenen Perspektive sehen. Die Folge: Problem bleibt ungelöst, Frust wächst.

Aber heißt das jetzt, dass zu viel Gefühl in der Partnerschaft schlecht ist? Überhaupt nicht! Gefühlskontrolle ist nicht ansatzweise das gleiche wie Gefühlskälte oder -unterdrückung! Natürlich dürfen wir stinksauer auf unseren Lieblingsmenschen sein und es ihm dann auch klar und deutlich zeigen. Nur wäre es für unsere Beziehung eben besser, wenn wir es verstünden, selbst erstmal auf die Reihe zu kriegen, was uns eigentlich genau ärgert und was wir brauchen, damit es uns nicht mehr ärgert. Und wenn wir mal ehrlich sind: Für uns wäre es das vermutlich auch.

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